6 Tipps für eine Bewerbung mit dem Smartphone

6 Tipps für eine Bewerbung mit dem Smartphone

Das Smartphone ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Shoppen, Flugbuchung und Pizzabestellung erledigen wir quasi automatisch mit dem Handy. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich immer mehr Menschen auch mit dem Smartphone bewerben möchten. 73 % geben in der aktuellen Mobile Recruiting Studie an, dass sie sich gerne mobil bewerben würden, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten. Das trifft zwar (derzeit) eher Berufserfahrene und die Bewerbung auf leitende Positionen zu, aber für den Fall, dass Sie sich auf diesem Weg für einen Ausbildungsplatz bewerben wollen oder es vielleicht sogar müssen, ist bei der Bewerbung über das Smartphone jedoch einiges zu beachten.

meinestadt.de hat 102 Personaler befragt, was sie sich bei mobilen Bewerbungen von Kandidaten wünschen. Die Ergebnisse zeigen, dass fast die Hälfte der Unternehmen mobile Bewerbungen akzeptieren, vor allem, weil sie diese Form der Bewerbung als „zeitgemäß“ empfinden und sich einen schnelleren Prozess davon versprechen. Nicht alle Personaler machen bei den Anforderungen einen Unterschied zwischen mobiler oder klassischer Bewerbung: 35 % wünschen sich auch bei einer mobilen Bewerbung ein „klassisches Anschreiben“, 69 % ein Foto. Über ein Drittel der Unternehmen reicht es, einen Lebenslauf ohne Motivationsschreiben von Bewerbern zu erhalten.

Die Umfrage ergab weiterhin, dass ein Drittel der Unternehmen bereits einen mobil optimierten Bewerbungsprozess anbietet. Wer also gerne eine Bewerbung über ein mobiles Endgerät verschicken möchte, hat hier durchaus Möglichkeiten. Hier die wichtigsten Tipps aus den Personalabteilungen:

1. Informationen einholen

Die wichtigste Erkenntnis vorab: Es gibt noch keinen Standard für die mobile Bewerbung in Unternehmen. Das Spektrum schwankt von einer „vollständigen Bewerbung“ mit den gleichen Bestandteilen wie eine klassische E-Mail-Bewerbung (Anschreiben, Foto, Dokumente) bis hin zu einer Kurzbewerbung mit wenigen Angaben. Am besten fragen Bewerber gezielt nach, was aus Sicht des Unternehmens eine vollständige mobile Bewerbung darstellt – insofern der Arbeitgeber in spe dazu keine Angaben auf den eigenen Jobseiten macht.

2. Zeit einplanen für die Kontrolle der Bewerbung

Über die Hälfte der Personaler ist aktuell nicht mit der Qualität der eingehenden mobilen Bewerbungen zufrieden. Bei aller Schnelligkeit von mobilen Endgeräten darf die Gründlichkeit nicht vernachlässigt werden. Daher empfehlen sie, bei einer mobilen Bewerbung umso strukturierter und sorgfältiger vorzugehen, denn auf dem Smartphone können sich schnell Fehler einschleichen. Eine Personalerin bringt das Anliegen vieler Kollegen auf den Punkt: „Auch bei mobilen bzw. Kurzbewerbungen muss man sich Zeit nehmen und die Bewerbung gewissenhaft prüfen.“ Mobile Bewerbungen sollten daher umso sorgfältiger kontrolliert werden. Hier gibt es beispielsweise spezielle Apps, die eine Rechtschreibprüfung übernehmen.

3. Dokumente auf dem Smartphone bereitstellen

Einige Unternehmen benötigen Unterlagen wie Zertifikate, Zeugnisse und Referenzen. Auch das Bewerbungsfoto sollte mobil verfügbar sein. Damit die Dokumente immer parat sind, eignen sich zum Beispiel Google Drive, Cloud-Speicher oder Dropbox. Hier äußern Personaler besonders häufig den Wunsch, dass die Dokumente, falls sie eingescannt werden, ordentlich gescannt werden. Auch das ist aus ihrer Sicht ein Ausdruck von Ernsthaftigkeit und Seriosität bei der mobilen Bewerbung.

4. Der Lebenslauf ist die wichtigste Eintrittskarte

Hier waren sich die Personaler einig: Unternehmen sehen den Lebenslauf als wichtigsten Teil einer Bewerbung. Da Personalabteilungen sich schnell einen Überblick über die wichtigsten Stationen und Qualifikationen verschaffen möchten, sollte der Lebenslauf übersichtlich und gut strukturiert sein. Ein häufig genannter Wunsch: Im Lebenslauf sollten zudem nicht nur die bisherigen Arbeitgeber genannt sein, sondern auch die jeweiligen Tätigkeiten. Bei einigen Arbeitgebern reicht ein Link auf ein gut gepflegtes Xing- oder LinkedIn-Profil. Bewerber sollten sich nach dieser Möglichkeit erkundigen.

5. Auf das Anschreiben kann häufig verzichtet werden

Die Hälfte der Unternehmen findet das Anschreiben überflüssig. Viele Bewerber erzählen häufig nur den Lebenslauf nach. Das Tippen eines ausführlichen Anschreibens ist auf dem Smartphone zudem sehr mühsam und umständlich. Einige Unternehmen begrüßen ausdrücklich moderne Formen der Kurzbewerbung. Wichtiger als ein Standardanschreiben ist Personalern die Beschreibung der Motivation für den Job, die in ein paar Sätzen zusammengefasst werden kann.

6. Erreichbarkeit sicherstellen

Die Nutzung von mobilen Bewerbungen spricht für eine hohe Affinität zu mobilen Endgeräten. Und diese bringen Erreichbarkeit mit sich. Auch nach Abschicken der Bewerbung sollten potenzielle Kandidaten ein gutes Bild abgeben und zeitnah auf Feedback des Unternehmens antworten. Personaler empfehlen, die Handynummer sowie die E-Mail-Adresse anzugeben, um auf mehreren Wegen erreichbar zu sein und möglichst zügig auf Feedback des Unternehmens reagieren zu können.

„Jobsuchende haben in vielen Berufen immer häufiger die Wahl zwischen mehreren Angeboten. Unternehmen sollten daher auf die Wünsche und Bedürfnisse von Kandidaten eingehen und zeitgemäße Formen der Bewerbung anbieten, wenn sie potenzielle Bewerber nicht verlieren möchten“, so Wolfgang Weber, Geschäftsführer von meinestadt.de.

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