„Respekt, Alter“ – Die angesehensten Berufe

„Respekt, Alter“ – Die angesehensten Berufe

Das gesellschaftliche Ansehen der 25 am stärksten besetzten dualen Ausbildungsberufe in Deutschland unterscheidet sich zum Teil deutlich. Dies zeigen erste Ergebnisse einer noch laufenden Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität (TU) Braunschweig.  Ein geringes Ansehen zeigt sich eher in Ausbildungsberufen, die auch hohe Anteile von unbesetzten Ausbildungsstellen aufweisen.

Besonders hoch angesehen sind den Ergebnissen zufolge die Ausbildungsberufe Fachinformatiker und Mechatroniker, gefolgt von Industriekaufleuten, Kfz-Mechatronikern, Elektronikern, Malern und Lackierern sowie Kaufleuten im Groß- und Außenhandel. Vergleichsweise weniger hoch angesehen sind Ausbildungsberufe wie Fachkraft für Lagerlogistik, Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk oder Koch. Die Spitzenreiter Fachinformatiker und Mechatroniker werden von der Bevölkerung im Ansehen ähnlich hoch eingeschätzt wie manche Berufe, für die i. d. R. ein Hochschulstudium erforderlich ist, z. B. Maschinenbauingenieur und Notar.

Angesehene Ausbildungsberufe:

  • Fachinformatiker
  • Mechatroniker
  • Industriekaufleute
  • Kfz-Mechatroniker
  • Elektroniker
  • Maler und Lackierer
  • Kaufleute im Groß- und Außenhandel
  • Medizinische Fachangestellte
  • Industriemechaniker
  • Anlagenmechaniker
  • Steuerfachangestellte
  • Elektroniker für Betriebstechnik
  • Zahnmedizinische Fachangestellte
  • Bankkaufleute
  • Hotelfachleute
  • Tischler
  • Zerspanungsmechaniker
  • Verwaltungsfachangestellte
  • Friseur
  • Kaufleute im Einzelhandel
  • Kaufleute für Büromanagement
  • Fachkräfte für Lagerlogistik
  • Fachverkäufer Lebensmittel
  • Koch

Die Jugendlichen sehen das (zum Teil) anders:

Ausbildungsberufe wie Gestalter für visuelles Marketing, Mediengestalter Digital und Print, Tierpfleger oder auch Fotograf sind weiterhin sehr gefragt. Große Nachwuchsprobleme haben dagegen verschiedene Ausbildungsberufe im gewerblichen Bereich – insbesondere im Reinigungsgewerbe und im Nahrungsmittelhandwerk. Aber auch in den Gastronomieberufen sieht es nicht besonders gut aus.

Eine wichtige Rolle spielt wie anerkannt die Berufe aus Sicht der Jugendlichen in unserer Gesellschaft sind. Nach Meinung der Jugendlichen genießen vor allem jene Berufsinhaber ein hohes Ansehen, die als überdurchschnittlich gebildet, intelligent, einkommensstark und ehrgeizig gelten.

Tugenden wie Geschicklichkeit, körperliche Fitness, Fleiß, Kontaktfreudigkeit und auch Selbstlosigkeit spielen dagegen keine große Rolle. Die Folge: Büroberufe mit kreativer Tätigkeit gelten als besonders imageförderlich und sind unter den Jugendlichen dementsprechend begehrt. Berufe, bei denen körperliche Arbeit, manuelles Geschick und soziale Tätigkeiten im Vordergrund stehen, haben das Nachsehen.

Die KONRAD ADENAUER STIFTUNG hat in einer Repräsentativumfrage 1.007 Wahlberechtige in Deutschland nach ihrem Respekt vor Berufsgruppen gefragt („Ich nenne Ihnen nun einige Berufsgruppen. Was ist Ihre Meinung: Genießen diese in der Gesellschaft sehr viel, viel, etwas, wenig oder sehr wenig Respekt?“).

viel / sehr viel Respekt Vergleich zu früher
Hausärzte 75 % – 21 %
Professoren 72 % – 7 %
Richter 68 % – 6 %
Rettungskräfte 57 % – 9 %
Unternehmer 53 % – 4 %
Polizisten 45 % – 18 %
Soldaten 40 % – 8 %
Pfarrer 38 % – 11 %
Lehrer 37 % – 28 %

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