Ausbildung Podologe

Podologen führen auf ärztliche Anordnung oder unter ärztlicher Aufsicht Behandlungsmaßnahmen am Fuß durch. Sie erkennen pathologische Veränderungen, die eine medizinische Behandlung erfordern. Haben Podologen bzw. Podologinnen eine eigene Praxis, übernehmen sie Verwaltungsaufgaben auch selbst. Beispielsweise erledigen sie dann die Buchführung oder werben für ihr Dienstleistungsangebot.

Podologe ist eine bundesweit einheitlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen.

Die Ausbildung dauert 2 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.

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Ausbildung Logopäde

Logopäden entwickeln in enger Zusammenarbeit mit Ärzten individuelle therapeutische Konzepte für Patienten jeden Alters, deren Sprach-, Sprech- und Schluckfähigkeit beeinträchtigt ist, z.B. aufgrund von Entwicklungsstörungen, Unfällen, Atem- und Stimmproblemen oder Hörstörungen. Sie führen die Behandlung mithilfe geeigneter logopädischer Verfahren wie Artikulations- und Sprachverständnistrainings oder Atem- und Entspannungsübungen durch. Außerdem beraten sie Patienten und deren Angehörige sowie Erzieher/innen in Sprachheil- und Sonderkindergärten zu Themen rund um die Logopädie. Weiterhin können sie im Bereich Prävention tätig werden. Mit entsprechender Qualifikation können sie auch eine Logopädie-Praxis oder ein Therapieteam in einer Einrichtung für Rehabilitation von Sprach-, Sprech-, Stimm- und Hörstörungen leiten.

Logopäde ist eine bundesweit einheitlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen für Logopädie.

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.

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Folge 2: Meine Vorbereitung – Part I

Hier war noch alles online – das erste Vorbereitungsseminar im Mai an meinem Schreibtisch

Heute geht es um meine Vorbereitung für den Freiwilligendienst. Das ist einerseits meine individuelle Vorbereitung rund ums Packen und Verabschieden. Gleichzeitig gibt weltwärts einige Seminartage und bestimmte Inhalte für die Entsendeorganisationen – in meinem Fall also bezev – vor.

Aber jetzt mal von Anfang an… Ich hatte zwei Vorbereitungsseminare mit insgesamt 15 Seminartagen, das erste war im Mai mitten zwischen meinen Prüfungen. An vier Tagen traf ich mich über Zoom mit den anderen Freiwilligen von bezev (wir sind knapp zehn), unseren Ansprechpersonen und ehemaligen Freiwilligen. Zum zweiten Seminar im August fuhr ich dann für elf Tage nach Essen in eine coole Herberge. Weil die Vorbereitung ein so elementarer Bestandteil des weltwärts-Programms ist und ich so viel aus den Seminaren mitgenommen habe und ich sowieso noch zwei Beiträge bis zu meiner Ausreise habe, widme ich mich in den nächsten zwei Blogeinträgen ausschließlich der Vorbereitung. And here we go:

Finanzen

Die Kosten eines weltwärts-Freiwilligendienstes betragen rund 10.000 Euro und werden zu 75 Prozent vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) übernommen. Dafür erhalte ich ein monatliches Taschengeld von 100 Euro, Verpflegung und Unterkunft vor Ort, sowie notwendigen Versicherungsschutz. Außerdem sind damit auch die angesprochenen Seminare inklusive jeglicher Reisekosten sowie die medizinische Versorgung (Impfungen und spezielle Medikamente wie Malariaprophylaxe) abgedeckt. Übrigens haben weltwärts-Freiwillige im Dienst weiterhin Anspruch auf Kindergeld (:

Hier seht ihr noch meinen Spendentisch zum Geburtstag. Für meinen Förderkreis habe ich außerdem verschiedene Zeitschriften und LionsClubs angeschrieben sowie ein paar ungenutzte Dinge verkauft.

weltwärts wirbt damit, für Menschen aus allen Schichten bezahlbar zu sein. Tatsächlich sind die 25 Prozent Eigenanteil nicht verpflichtend – viele Entsendeorganisationen sind allerdings auf Spenden angewiesen, um den Freiwilligendienst auch weiterhin anbieten zu können. So lässt es sich dann auch erklären, dass trotz vieler Bemühungen der allergrößte Teil der Teilnehmenden aus akademischen Kreisen kommt. Denn was auch gesagt werden muss: Die ungefähr 2.500 Euro sind für ein ganzes Jahr zwar nicht viel, insbesondere im Vergleich zu privaten Freiwilligendiensten. Gleichzeitig kommen da aber ja noch die ganzen Anschaffungskosten für Kleidung und Ausstattung dazu sowie eventuell Kosten für Visa und Unterlagen.

Der Aufbau eines Förderkreises ist deshalb wichtig, prinzipiell auf zig Weisen möglich und daher auch Thema des Vorbereitungsseminars. Insgesamt bin ich ganz froh, auf diesem Blog hier schreiben zu dürfen und somit nicht ausschließlich auf Spenden von Familie und Freund*innen angewiesen zu sein. Außerdem entspricht das auch der Idee von weltwärts, über externe Förderkreise das Freiwilligenprogramm bekannter zu machen.

Visum

Jaa, vor dem Visum hatte ich schon ein bisschen Angst, aber bisher lief alles reibungslos. Unkompliziert ist es dadurch aber noch lange nicht: Erst einmal brauche ich ein Visum, um nach Ghana einreisen zu dürfen. Das habe ich im August bei der ghanaischen Botschaft in Berlin online beantragt und alles noch einmal postalisch hinterhergeschickt. Da waren dann mein Pass (den ich extra neu beantragen musste, weil der alte einen Monat zu früh abgelaufen wäre…), ein Passfoto (was besondere Maße hat und deshalb ebenfalls extra gemacht werden musste…) und ein paar Unterlagen dabei, die garantieren, dass ich nicht auf den ghanaischen Staat angewiesen sein werde (also Kontoauszug, mein Hin- und Rückticket, ein Schreiben meiner Einsatzstelle plus Ansprechpersonen vor Ort etc.).

Das Einreisevisum habe ich bereits bezahlt und erhalten – damit kann ich dann aber nur einreisen. Vor Ort beantrage ich dann noch eine Residence Permit und eine Work Permit. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie das funktioniert, aber Unterlagen brauche ich da natürlich auch wieder: ein übersetztes Führungszeugnis und eine internationale Geburtsurkunde, spezielle Passbilder sowie eine Tropentauglichkeitsbescheinigung.

Gesundheit

…und noch eine Seminareinheit in Präsenz im August

Apropos Gesundheit: Vorsorge und Prävention sind ebenfalls elementarer Bestanteil der Vorbereitung. Dazu zählen Verhaltens- und Hygienetipps, um beispielsweise mit dem tropischen Klima oder der ungewohnten Nahrung klarzukommen. Gegen schwerwiegendere Krankheiten wurde ich in besagter Tropentauglichkeitsuntersuchung geimpft – einiges wie die vorgeschriebene Gelbfieberimpfung hatte ich bereits, trotzdem ging ich am Ende mit drei Spritzen im Arm nach Hause. Und letztendlich habe ich mich noch einmal bei meinem Haus- sowie Zahnarzt vorsorglich untersuchen lassen.

Im Prinzip nehme ich aber mit, erst einmal zu schauen, womit mein Körper zurechtkommt und mich dabei so gut es geht an den Menschen vor Ort zu orientieren.

Alles andere

Sicherheit, Gesundheitsvorsorge, Medientipps, Packliste – beim zweiten Vorbereitungsseminar haben wir alles auf Flipcharts festgehalten

Natürlich haben wir uns mit noch vielen weiteren Themen beschäftigt. Da war zum Beispiel der Bereich rund um Sicherheit und Krisenbewältigung, außerdem konnten wir uns in länderspezifischen Gruppen zusammensetzen und explizit über Ghana mit seiner Geschichte, Kultur und Landschaft, die Corona-Situation, die Sprachen und so weiter reden.

Zum Abschluss der Vorbereitung (Part I) möchte ich mich kurz entschuldigen, dass das hier so viel langweiliger Krams war. Aber erstens gehört eben auch das zum Freiwilligendienst; und zweitens können wir uns dann nächstes Mal den spannenderen Themen widmen. Macht´s gut!

Meine Partner:

weltwärts      bezev e.V.     Norsaac

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Vereinssport im Lockdown: Kein Training für 7,3 Millionen Kinder und Jugendliche

Der Vereinssport war im ersten Jahr der Corona-Pandemie stärker eingeschränkt als viele andere Lebensbereiche. Seit November letzten Jahres sind Hallen und Sportplätze wieder größtenteils geschlossen, konkrete Lockerungen sind derzeit noch keine in Aussicht. Betroffen sind besonders Kinder- und Jugendliche: Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war zum Jahresbeginn 2020 gut die Hälfte der Kinder und Jugendlichen in Deutschland Mitglied in einem Sportverein. Das sind rund 7,3 Millionen Mädchen und Jungen im Alter von 0 bis 18 Jahren. Am höchsten ist der Anteil in der Altersgruppe der 7- bis unter 15-Jährigen: 70,5 % der insgesamt rund 5,9 Millionen Mädchen und Jungen dieser Altersgruppe waren in einem Sportverein angemeldet. Dabei sind mit 79,4 % deutlich mehr Jungen dieser Altersgruppe in den Sportvereinen engagiert als Mädchen (61,1 %).

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10,3 Kilogramm Elektroabfall pro Kopf in Deutschland

Alte Waschmaschinen, Kühlschränke, Fernseher, Smartphones und Computer: 2018 wurden in Deutschland 853.000 Tonnen Elektro- und Elektronikgeräte entsorgt. Das entsprach 10,3 Kilogramm pro Person. Damit stieg der durchschnittliche Elektroabfall pro Kopf im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Kilogramm (2017: 10,1 Kilogramm). Gegenüber 2015 nahm er um knapp 1,5 Kilogramm zu.

In den 27 Staaten der Europäischen Union (EU) wurden 2018 rund 4 Millionen Tonnen Elektro- und Elektronikgeräte in Abfallsammelstellen entsorgt. Im Schnitt waren das rund 8,9 Kilogramm pro Person. Die EU-weit höchsten Abfallmengen pro Kopf verzeichneten Schweden (14,2 Kilogramm), Österreich (13,2 Kilogramm) und Irland (12,9 Kilogramm). In Rumänien verursachte jede Einwohnerin und jeder Einwohner hingegen nur 2,4 Kilogramm Elektroschrott (Daten von 2016).

Dass die Menge des entsorgten Elektro- und Elektronikmülls in den letzten Jahren gestiegen ist, mag auch an der Ausstattung der meisten Haushalte in Deutschland mit den unterschiedlichsten Geräten liegen: Anfang 2020 besaßen beispielsweise 97 % der Haushalte einen Fernseher, 92 % einen Computer und 98 % ein Handy oder Smartphone.

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