China setzt am stärksten auf Kohlekraft

Seit dem Jahr 2000 wurden weltweit neue Kohlekraftwerke mit einer Leistung von insgesamt 1.365 Gigawatt installiert. Zum Vergleich: Die Leistung aller Atomkraftwerke weltweit beträgt derzeit 392 Gigawatt. Der größte Anteil der neu installierten Kohlekraftwerke wurde mit 943,7 Gigawatt in China gebaut. In Deutschland wurden in dem 20-Jahre-Zeitraum Kraftwerke mit einer Leistung von insgesamt 13,9 Gigawatt gebaut. Zuletzt wurde hierzulande der Meiler Datteln 4 (1,1 Gigawatt) in Betrieb genommen. Das Kraftwerk wurde schon 2007 in Angriff genommen und ging wegen Planungs- und Baumängeln erst dieses Jahr ans Netz. Nach dem Ausstiegsbeschluss der Bundesregierung soll das letzte Kohlekraftwerk in Deutschland spätestens 2038 vom Netz gehen.

China dagegen baut seine Kohlekraftwerke weiter aus. Das Land Jahr installiert für Jahr mehr Kraftwerke als es vom Netz nimmt. Laut Global Coal Plant Trackers hat China seine Kohle-Kapazitäten durch den Bau neuer Kraftwerke zuletzt wieder erweitert – entgegen dem globalen Trend. Demnach hätten chinesische Behörden im März dieses Jahres den Bau von mehr Kohlekraftwerk erlaubt als im gesamten Jahr 2019.

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Das Jahr 2020 in Google-Suchanfragen

Coronavirus, US-Wahl, Wirecard-Skandal – was die Deutschen in diesem Jahr besonders beschäftigt hat, lässt sich an den Google-Suchanfragen mit dem größten Wachstum gut ablesen. Die Suchbegriffe des Jahres werden, wie in den meisten Ländern der Welt, von der Corona-Pandemie angeführt.

Gleich zu Beginn des Jahres hat der rassistisch motivierte Anschlag von Hanau die Bevölkerung Deutschlands schwer erschüttert, traurigerweise wissen wohl viele Google-Nutzer nicht einmal wo die hessische Stadt liegt.

Ebenfalls unter den meistgesuchten Begriffen in einem von Politik und Aktivismus geprägten Jahr sind mit Biden, Johnson und Kim Jong-un einige Staatsmänner. Außerdem zeigten die Deutschen 2020 großes Interesse an Promi-Pärchen Laura Müller und Michael Wendler, der zuletzt durch krude Verschwörungserzählungen negativ aufgefallen ist. Kurioserweise wollen in Deutschland viele Menschen erfahren, wo Comic-Ente Donald Duck wohnt. Eine mögliche Erklärung für diese Suchanfrage ist die Autokorrektur auf vielen mobilen Endgeräten – so wird aus US-Präsident Donald Trump schnell ein Bewohner Entenhausens.

Suchbegriffe: Coronavirus
US Wahl
Wetter morgen
Wirecard
Biontech Aktie
Wo-Fragen: Wo ist der Orkan jetzt?
Wo fällt morgen die Schule aus?
Wo bekomme ich einen Mundschutz?
Wo liegt Hanau?
Wo wohnt Donald Duck?
Schlagzeilen: Coronavirus
US Wahl
Wirecard
Hanau
Lufthansa
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Wind ist wichtiger als Kohle

Die Hälfte des in Deutschland erzeugten Stroms kommt laut Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE aus erneuerbaren Quellen. Allein die Windkraft trug im vergangenen Jahr rund 27 % zur Stromerzeugung bei. Das ist mehr als Braun- und Steinkohle zusammen, die noch 2015 zusammen für 45 % der produzierten Energie verantwortlich waren. Nur noch Gasenergie konnte im selben Zeitraum stärker zulegen. Die Corona-Pandemie wirkt sich auch auf die Stromproduktion aus. Mit 484,6 Terawattstunden wurden 2020 insgesamt 5,6 % weniger Strom erzeugt als im Vorjahr.

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Netflix knackt die 200-Millionen-Marke

Netflix hat im 4. Quartal 2020 die 200-Millionen-Marke geknackt. Mit 8,5 Millionen neuen zahlende Kunden war der Jahresabschluss außerdem deutlich erfolgreicher als viele das nach dem schwachen Herbstquartal erwartet hatten. Auch bei den übrigen Kernkennzahlen steht der Streamingdienst gut da: Der Umsatz stieg gegenüber Vorjahr um mehr als 20 % auf 6,6 Milliarden Dollar. Beim Gewinn steht dagegen im Vergleich zum 4. Quartal 2019 ein leichtes Minus in den Büchern – aber trotzdem bleiben dem Unternehmen 542 Millionen US-Dollar auf der Haben-Seite. Der Rückgang ist wohl dem starken Konkurrenzkampf auf dem Markt geschuldet, der Netflix zu hohen Investitionen zwingt.

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Alkoholkonsum steigt während der Pandemie

In der Corona-Krise sitzen viele Menschen einsam zuhause – und greifen dabei auch häufiger zur Flasche. Der diesjährige Global Drug Survey zeigt, dass der Alkoholkonsum während der Pandemie in Ländern weltweit zugenommen hat. Für die internationale Studie wurden im Mai und Juni 2020 insgesamt 58.811 Personen befragt; in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Österreich, die Niederlande und die Schweiz, Australien, Neuseeland, Brasilien und die USA.

43 % der Befragten haben während der Pandemie laut eigener Aussage häufiger Alkohol getrunken als zuvor. 36 % haben mehr Alkohol getrunken. Als häufigste Gründe für das veränderte Trinkverhalten nannten die Befragten, in der Pandemie einfach „mehr Zeit dafür zu haben“ (42 %) oder schlicht „aus Langeweile“ zu trinken (41 %). Einige wollen mit dem Trinken Ängste und Sorgen kompensieren, die die Corona-Krise bei ihnen ausgelöst hat. Auch das gemeinsame Trinken mit dem Partner, der Partnerin oder Mitbewohnern, das nun vermehrt möglich sei, wird von vielen als Grund angegeben (37 %).

42 % der Befragten geben zudem an, seit der Pandemie häufiger alleine Alkohol zu trinken und 26 % nehmen durch das Trinken bei sich eine Verschlechterung ihrer mentalen Verfassung wahr.

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