Zahl der Studienberechtigten 2020 um 8,9 % gesunken

Young businesswoman in crisis concept

Im Jahr 2020 haben rund 382.000 Schülerinnen und Schüler in Deutschland die Hochschul- oder Fachhochschulreife erworben. Das waren nach vorläufigen Ergebnissen 8,9 % weniger Studienberechtigte als im Vorjahr (-37.284). Hauptursache dieses Rückgangs ist die Entwicklung in Niedersachsen, wo die Zahl der Absolventinnen und Absolventen an allgemeinbildenden Schulen um 80,9 % zurückging. Der Grund für den starken Rückgang ist die Rückkehr zum 9-jährigen Bildungsgang an Gymnasien im Schuljahr 2019/2020 und der damit unvollständige Abiturjahrgang im Jahr 2020.

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Mädchen bekommen weniger Taschengeld als Jungen

Brother and sister collecting money in the piggy bank

Frauen und Männer werden in Deutschland nicht nur im Berufsleben unterschiedlich vergütet, schon Mädchen und Jungen bekommen im Kinder- und Jugendalter unterschiedlich viel Taschengeld zur Verfügung gestellt. Erhalten Jungen im Alter von 4 bis 13 Jahren im Schnitt 15,34 Euro Taschengeld pro Monat, bekommen Mädchen dieser Altersgruppe im gleichen Zeitraum nur 13,76 Euro – und damit rund 11,5 Prozent weniger als die Jungen.

Der „Gender Pocket Money Gap“ zieht sich durch die komplette Kindheit. Ob im Alter zwischen 4 und 6 Jahren, in dem nur etwa jedes fünfte Kind schon Taschengeld bekommt, über die Lebensjahre 7 bis 10, in denen sich etwa drei von vier Kindern über Taschengeld freuen dürfen, bis zu den 11- bis 13-Jährigen, von denen rund neun von zehn Kindern über Taschengeld verfügen: Jungen erhalten in jeder Altersgruppe im Schnitt ein höheres Taschengeld als Mädchen.

Generell bekommen in Deutschland etwa 6 von 10 Kindern (59 Prozent) zwischen 4 und 13 Jahren Taschengeld – durchschnittliche 14,56 Euro pro Monat. Hier stehen die Mädchen einen Hauch besser da als die Jungen: Während 38 Prozent der Jungen kein Taschengeld bekommen, sind es bei den Mädchen nur 36 Prozent.

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“light”-Getränke im Trend: + 27 % in 10 Jahren

young man offering coke

Gerade bei sommerlichen Temperaturen sollte man viel trinken. Als Durstlöscher sind neben Wasser auch Erfrischungsgetränke wie Schorlen, Cola und Limonade beliebt – letztere zunehmend in der “light”-Variante. Im Jahr 2020 wurden in Deutschland 1,45 Milliarden Liter Cola, Colamischgetränke und Limonade „light“ produziert. Das war gut ein Viertel (27 %) mehr als zehn Jahre zuvor. Dabei hat sich die Gesamtmenge der hierzulande produzierten Cola und Limonade im Vergleich zu 2010 kaum verändert (-1,6 %): Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 6,67 Milliarden Liter davon hergestellt. Damit war zuletzt im Schnitt gut jede fünfte (22 %) Cola oder Limonade eine “light”. 2010 lag der Anteil noch bei 17 %.

 

 

 

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Ein FSJ in Ghana Folge 3: Vorbereitung – Part II

Der Zeitplan für unser zweites Vorbereitungsseminar war ziemlich voll, aber die Themen dafür umso interessanter.

Weil es im letzten Beitrag so viel um die organisatorische Seite der Vorbereitungsseminare ging, stehen heute der gesellschaftliche, der persönliche und der spaßige Teil meiner Vorbereitung mehr im Vordergrund.

Entwicklungspolitischer Lerndienst

Beim weltwärts-Programm handelt es sich um einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst des Bundes. Ein Ziel ist es deshalb, den Freiwilligen ein grundlegendes Verständnis für globale Zusammenhänge zu vermitteln. Dieses Verständnis soll dann bestenfalls auch über den Auslandsaufenthalt hinaus genutzt werden, um sich für (globale) Gerechtigkeit und die sogenannten Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen einzusetzen.

In meinen insgesamt 15 Tagen Vorbereitungsseminar haben wir deshalb ganz unterschiedliche Themen besprochen: Prinzipiell ging es viel um Zusammenhänge zwischen Privilegien und struktureller Diskriminierung, zwischen Globalem Norden und Globalem Süden. An dieser Stelle werde ich leider nur grob skizzieren können, was wir alles besprochen haben – für mehr reicht der Platz heute nicht. Aber da ich im Laufe meines Freiwilligendienstes sicherlich häufiger mit diesen Themen konfrontiert werde, berichte ich dann an geeigneter Stelle noch einmal ausführlicher.

Das Prinzip gesellschaftlicher Privilegien ist grundsätzlich, dass Personen und Personengruppen aufgrund unveränderlicher äußerlicher Merkmale (wie Geschlecht, race, sexueller Orientierung oder körperlicher Beeinträchtigung) unterschiedlich viel Macht besitzen. Entlang dieser Machtgefälle werden Menschen dann bevorzugt oder eben benachteiligt.

Nachdem wir es endlich geschafft hatten, das Lagerfeuer mit Tampons anzuzünden, gab es Bier und später auch Gitarrenmusik.

Ein Ziel des weltwärts-Freiwilligendienstes ist es, sich eigener Privilegien bewusst zu werden. Dazu zählt beispielsweise, dass ich weiß gelesen werde. Nur wenn mir meine Privilegien als Weiße bewusst sind, kann ich rassistische Strukturen erkennen und bestenfalls nicht reproduzieren. Dafür war beim Vorbereitungsseminar ein Antirassismus-Tag mit einem externen Referenten eingeplant. Daneben war auch die Vielfalt sexueller Identitäten sowie die Lebensrealität von Menschen mit Behinderung/ Beeinträchtigung Thema. Da meine Entsendeorganisation bezev auch inklusiv versendet, legt der Verein hier einen speziellen Fokus drauf. Ich persönlich bin jedenfalls sehr dankbar, durch die Einheiten sowie direkten Kontakt und Gespräche neue Perspektiven kennenlernen zu haben.

Zusätzlich dazu, sich eigener Privilegien bewusst zu werden, möchte weltwärts beleuchten, wie Formen der Diskriminierung mit globalen Machtgefällen zusammenfallen. Im Rahmen des Seminars gingen wir daher auch folgenden Fragen nach: Welchen ökologischen Fußabdruck hat unser westlicher Lebensstil? Wie sehen die wirtschaftlichen Zusammenhänge aus, und wie können einseitige Abhängigkeiten vermieden werden? Wie prägt unsere westliche Sozialisierung unseren Blick auf die Welt?

Alles drum herum

Beweisfoto vom leckeren Essen: hier mein mitternächtliches Date mit der Kürbissuppe.

Insgesamt waren die Einheiten immer sehr interessant und kurzweilig gestaltet und es war kein stupides Herumsitzen wie in der Schule, sondern ich konnte viele neue Methoden (z.B. Planspiele) kennenlernen. Aber auch außerhalb der Einheiten hatten wir viel Freizeit; einerseits, um die Inhalte zu verarbeiten, andererseits aber auch, um uns gegenseitig kennenzulernen. Dafür haben wir zum einen kleine Exkursionen gemacht und waren im Gruga-Park in Essen. Aber auch in der Herberge, die wir quasi für uns alleine hatten, konnten wir eine coole Zeit verbringen: an zwei Abenden hatten wir keinen Regen, da haben wir dann ein Lagerfeuer gemacht. Ansonsten waren wir entweder mit H2O – Plötzlich Meerjungfrau oder dem wirklich, wirklich guten (veganen) Essen beschäftigt.

Am Ende waren wir uns dann wirklich alle sehr nahe, und es war ein komisches Gefühl, nach so viel gemeinsamer Zeit abzureisen.

Wieder zuhause

Neben den Vorbereitungsseminaren gibt es natürlich auch für mich persönlich noch ganz viel zu tun. In den letzten Tagen war ich in einigen Läden, um mich mit angemessener Kleidung und Schuhen auszustatten. Am Samstag habe ich dann einiges an Zeit und Geld im dm und Edeka verbraucht, um mich da ordentlich einzudecken: Die Schwierigkeit hierbei ist, haltbare Produkte mit wenig Volumen und Gewicht zu finden, die dann bestenfalls auch noch für ein Jahr reichen… Naja, als Lösung wurde mir Tütensuppe empfohlen (: Einige Dinge fehlen mir leider immer noch, die werde ich dann in den Tagen vor der Abreise noch besorgen. Insgesamt mag ich Packen leider so gar nicht, aber zum Glück kann ich mich an den Packlisten von zwei (deutlich organsierteren) Freund*innen orientieren.

So sieht mein Einkauf bei dm aus – es ist schon komisch, für ein ganzes Jahr zu planen.

Daneben versuche ich mich auch schon einmal ein bisschen auf das Leben da einzustellen: vor einem halben Jahr las ich mehrere sehr interessante Bücher, darunter auch Literatur der ghanaischen Schriftstellerin Amma Darko. Außerdem fand ich vor ein paar Wochen eine App, mit der ich ein paar Wörter der Sprache Dagbani lernen kann – zum Beispiel das Wort „Amaraaba“, was so viel wie „Willkommen“ heißt.

Und dann muss ich mich natürlich noch von allen verabschieden. Dazu habe ich im Juli schon meinen Geburtstag relativ groß gefeiert, am Wochenende hatte ich dann noch einmal die Möglichkeit, ein paar Freund*innen zu sehen. Vor der Ausreise selbst werde ich aber meine Kontakte reduzieren, um die Wahrscheinlichkeit für eine Corona-Infektion zu verringern.

Insbesondere die Abschiede machen es mir deutlich, dass es so langsam ernst wird… Das ist irgendwie ganz komisch, weil ich mich einerseits schon so lange auf den Freiwilligendienst freue und echt gespannt bin, wenn es jetzt losgeht. Andererseits finde ich aktuell nicht wirklich die Zeit, mich mental auf die Abreise vorzubereiten, alles wirkt noch so fern. Wahrscheinlich realisiere ich es das erste Mal ansatzweise, wenn ich dann in zwei Wochen im Flieger sitze – ich erzähle euch dann im nächsten Blogeintrag davon. Bis dann!

Meine Partner:

weltwärts      bezev e.V.     Norsaac

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Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik startet

Unter dem Motto „Der Countdown läuft: Es ist Zeit für Action!“ startet der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik zum Schuljahresbeginn 2021/2022 in eine neue Runde. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/117481 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.

Große Herausforderungen wie Armut, Hunger oder die Gesundheit aller Menschen dulden keinen Aufschub. Wer zu Lösungen beitragen kann? Die junge Generation! Das kann sie beim Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle“ unter Beweis stellen – ab Schuljahresbeginn 2021/2022.

Niemanden zurücklassen – das ist der Kerngedanke der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Denken ist gut, aber Handeln ist besser. Deshalb lädt der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik auch in seiner zehnten Runde wieder Schülerinnen und Schüler dazu ein, mehr über die Nachhaltigkeitsziele und globalen Zusammenhänge zu erfahren, aber vor allem auch den eigenen Handlungsspielraum zu erkunden. Ob Bildung, Gleichberechtigung oder sauberes Trinkwasser: Jede und jeder Einzelne kann dazu beitragen, allen Menschen zukünftig ein Leben in Würde zu sichern. Und das möglichst schnell. Das neue Rundenthema „Der Countdown läuft: Es ist Zeit für Action!“ weist auf das Ziel der Weltgemeinschaft hin, bis 2030 weltweit die 17 Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und stellt dabei besonders den Faktor „Zeit“ in den Fokus.

Mitmachen und gewinnen

A boy with a ball of the world or planet Earth in his hands. Ecology concept

Bis zum Einsendeschluss am 9. März 2022 können sich Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 bis 13 aller Schulformen und -fächer aus ganz Deutschland und von offiziellen Deutschen Auslandsschulen (DAS) am Wettbewerb beteiligen. Als Schulklasse, Team, Arbeitsgemeinschaft oder Lerngruppe können sie in vier Altersgruppen antreten. Ganze Schulen können sich in einer eigenen Kategorie auf den Schulpreis bewerben. Texte, Fotos, Filme, Kunstwerke, Plakate oder digitale Arbeiten – die Einreichungen sollen zeigen, dass die Teilnehmenden sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben und sich der Möglichkeit zur Mitgestaltung der globalen Entwicklung bewusst sind.

Zu gewinnen gibt es mehr als 100 Preise im Gesamtwert von über 50.000 Euro. Die Schulpreise sind dabei mit je 5.000 Euro dotiert. Alle Teilnehmenden werden mit namentlichen Urkunden geehrt. Außerdem nehmen Delegationen der Gewinnerteams bei der Preisverleihung ihre Auszeichnungen persönlich entgegen.

Weitere Informationen unter www.eineweltfueralle.de

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