Kategorien-Archiv 100-Aktuelles

Fast jeder zweite Student würde gerne weniger oder gar nicht jobben

55 % der im Campus Barometer der Deutschen Bildung befragten Studentinnen und Studenten arbeiten neben dem Studium. 48 % von ihnen würden gerne weniger oder gar nicht arbeiten. 53 % der Jobbenden können Nebentätigkeit und Studium hingegen gut vereinbaren. Diese Einschätzung hängt eng mit den wöchentlichen Arbeitsstunden zusammen: Wer mehr Stunden arbeitet, beklagt auch häufiger die schlechte Vereinbarkeit mit dem Studium. „Nebenjobs sind nicht per se verkehrt“, sagt Anja Hofmann, Vorstandsmitglied der Deutschen Bildung. Als wissenschaftliche Hilfskraft seien Studenten nah am Hochschulbetrieb und eine Werkstudententätigkeit könne womöglich erste Kontakte zu interessanten Unternehmen ermöglichen. „Nicht zielführend ist es jedoch, wenn Studenten aus finanziellen Gründen so viel arbeiten müssen, dass es den Fortschritt des Studiums gefährdet“, sagt Hofmann.

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Bafög-Leistungen weiter rückläufig

2018 erhielten in Deutschland 727.000 Personen Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG). Das waren 55.000 Personen weniger als im Vorjahr (-7,1 %). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, erhielten 410.000 Frauen (56 %) und 317.000 Männer (44 %) BAföG-Leistungen. Von den Geförderten waren 2018 rund 209.000 Schülerinnen und Schüler und 518.000 Studierende. Die Zahl der geförderten Schülerinnen und Schüler ging im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 % zurück, die Zahl der geförderten Studierenden fiel um 7,0 %.

Die Förderung erstreckte sich zum Teil nicht über das gesamte Jahr. Im Durchschnitt wurden je Monat 468.000 Personen (129.000 Schülerinnen und Schüler, 339.000 Studierende) gefördert (-6,9 %).

Studierende erhielten durchschnittlich 493 Euro

Die Höhe des Förderbetrages ist unter anderem abhängig von der Ausbildungsstätte (zum Beispiel Berufsfachschule oder Hochschule) und der Unterbringung (bei den Eltern oder auswärts). Im Durchschnitt erhielten 2018 geförderte Studierende 493 Euro (-6 Euro), geförderte Schülerinnen und Schüler 454 Euro pro Person (-2 Euro). Die Hälfte der BAföG-Empfängerinnen und -Empfänger (363.000) erhielt den maximalen Förderbetrag (Vollförderung). Ebenfalls die Hälfte (364 000) erhielt eine Teilförderung, die geleistet wird, wenn das Einkommen der Geförderten oder der Eltern bestimmte Grenzen übersteigt. Die Zahl der Vollgeförderten sank im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 5,4 %, die Zahl der Teilgeförderten um 8,7 %.

Ab 2015 hat der Bund die volle Finanzierung der BAföG-Leistungen übernommen. Im Jahr 2018 betrugen die Ausgaben 2,7 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die gesamten Ausgaben für die BAföG-Leistungen um rund 233 Millionen Euro oder 7,9 %. Für die Schülerförderung wurden 0,7 Milliarden Euro (-53 Millionen Euro) bereitgestellt und für die Studierendenförderung 2,0 Milliarden Euro (-179 Millionen Euro).

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Freie Fahrt für freie Bürger?

Im Jahr 2018 sind bei Unfällen auf den deutschen Autobahnen 424 Menschen ums Leben gekommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war nicht angepasste Geschwindigkeit für 196 beziehungsweise 46 % der Autobahn-Verkehrstoten mitverantwortlich. Auf Abschnitten ohne Tempolimit war unangepasste Geschwindigkeit bei 45 % der Verkehrstoten eine Unfallursache (135 von 301 Unfalltote), bei Streckenabschnitten mit Geschwindigkeitsbegrenzung bei 50 % der tödlich Verunglückten (61 von 123 Unfalltote). Insgesamt starben 71 % der Todesopfer auf Autobahnen auf Strecken ohne Tempolimit. Allerdings liegt laut der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) auch der Anteil von Strecken ohne Geschwindigkeitsbegrenzung am gesamten Autobahnnetz bei 70 %, was den hohen Anteil der Unfalltoten auf Strecken ohne Tempolimit relativiert.

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Immer weniger Studentinnen und Studenten planen einen Master

Der Anteil der Studentinnen und Studenten, die nach ihrem Bachelor einen Master planen, ist in den letzten Jahren stetig gesunken. Das zeigt das Campus Barometer 2018 der Deutschen Bildung, für das mehr als 6.900 Studentinnen und Studenten Fragen rund um ihr Studium und ihre Zukunftspläne beantwortet haben. Planten im Jahr 2010 noch 66 % der Studenten einen Master, waren es 2018 nur noch 47 %. Am größten ist der Master-Wunsch bei Studentinnen und Studenten der Fächergruppen Mathematik und Naturwissenschaften. Unter ihnen liegt der Anteil noch bei 58 %.

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Studentisches Wohnen: Miete nimmt hohen Anteil des Budgets ein

Durchschnittlich 385 Euro im Monat geben nicht mehr zuhause lebende Studenten für die Miete aus. Mit 495 Euro zahlen diejenigen am meisten, die sich eine Wohnung mit der Partnerin oder dem Partner teilen. 405 Euro zahlen alleinlebende Studenten, gefolgt von durchschnittlich 338 Euro in einer Wohngemeinschaft und 291 Euro im Studentenwohnheim, wo mit 12 % der Befragten der kleinste Anteil lebt. 31 % sind der Meinung, dass ihre Miete zu hoch ist, weitere 58 % empfinden die Mietpreise in ihrem jeweiligen Wohnort generell als Problem. Ermittelt hat das der Studienfonds-Anbieter Deutsche Bildung im CampusBarometer 2018, eine Online-Umfrage unter mehr als 6.900 Studentinnen und Studenten.

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