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Die größten Fehler bei der Bewerbung

Rechtschreibfehler, falsch recherchierte Ansprechpartner, zu große Dateien: Laut Personalverantwortlichen bringen sich bis zu 75 % aller Bewerber mit gravierenden formellen Fehlern selbst um ihre Erfolgschancen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Online-Stellenmarktes www.kalaydo.de unter knapp 300 Personalverantwortlichen.

„Viele Bewerber unterschätzen offenbar, wie viel die Sorgfalt in ihren Unterlagen zum Erfolg beitragen kann“, erläutert Matthias Olten, Leiter des Stellenmarktes von kalaydo.de, die Umfrage-ergebnisse. „Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass nicht wenige Bewerber eher auf Masse als auf Klasse setzen und ihre Bewerbungen geradezu am Fließband produzieren. Die Umfrage zeigt jedoch, dass eine gute und sorgfältig angefertigte Bewerbung ein entscheidender Vorteil sein kann“, so der Personalexperte. Die Resultate der Umfrage sind alarmierend: Die Quote fehlerhafter Bewerbungen liegt demnach bei durchschnittlich 39 %. Mehr als die Hälfte aller Befragten gab an, die Fehlerquote liege zwischen 25 und 50 %. Fast ein Viertel der Personalverantwortlichen hält sogar 50 bis 75 % aller Bewerbungen für fehlerhaft.

Was sind die größten Fehler bei der schriftlichen Bewerbung?

Rechtschreibfehler: 85,2 %
Fehlende Kenntnis der ausgeschriebenen Stelle oder des Unternehmens: 57,0 %
Falsch recherchierte Ansprechpartner: 54,4 %
Unpassendes Bewerbungsfoto: 52,6 %
Schlechte / unpassende Formulierungen: 50,7 %
Textpassagen, die offensichtlich aus einem Bewerbungshandbuch abgeschrieben sind: 38,5 %
Anschreiben ohne Begründung: 33,0 %

Und die größten Fehler in Online-Bewerbungen?

Unvollständige Anlagen (Lebenslauf etc.): 70,7 %
Zu große Dateien: 58,9 %
Unseriöse Mail-Adressen (z.B. 123kalle@…): 56,3 %
Schlecht formatierte Dokumente: 52,2 %
Verwendung falscher Dateiformate: 50,7 %
Verwendung von Abkürzungen (z.B. MfG): 41,5 %

 

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Organspenden: viel Bedarf, wenig Spender

Über 10.000 Menschen in Deutschland warten derzeit laut Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) auf ein Spenderorgan. Demgegenüber steht eine niedrige Anzahl von Spendern. Im vergangenen Jahr stellten lediglich 719 Verstorbene ihre Organe zur Verfügung – etwas mehr als in den Vorjahren, aber weniger als in den 2000ern, als die Zahl bei deutlich über 1.000 lag (was den Bedarf immer noch bei weitem nicht deckt).

Zu den Gründen für diese Entwicklung zählen vermutlich auch die zahlreichen Skandale der letzten Jahre. Außerdem ist es in Deutschland so, dass Menschen ausdrücklich zustimmen müssen, um im Todesfall Organspender zu werden. Dagegen gilt in anderen Ländern, zum Beispiel Spanien, die Widerspruchslösung. Jeder, der nicht ausdrücklich verneint, kann hier nach seinem Tod Organspender werden. Die Ergebnisse dieser Regelung sprechen für sich. Kommen in Deutschland auf eine Million Einwohner 9,7 Spender, sind es in Spanien 46,9.

  Organspender je 1 Mio Einwohner 2017
Spanien 46,9
Italien 28,5
Frankreich 26,8
United Kingdom 23,1
Deutschland 9,7
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Der „frisierte“ Lebenslauf – Was ist erlaubt und was nicht?

Es muss gar nicht die zusammenkopierte Promotion sein – im Lebenslauf sind die Grenzen zwischen geschickter Selbstdarstellung und verbotener Täuschung fließend. Und das betrifft nicht nur Prominenz oder leitende Angestellte – auch die Bewerbung um einen Ausbildungs- oder Studienplatz muss beim „Feintuning“ ehrlich bleiben. Doch was ist erlaubt, was wird noch toleriert und was ist verboten?

Erlaubt sind Notlügen – selbst das Bundesarbeitsgericht räumt dieses Recht ein. Wer z.B. längere Zeit krank war, darf dies verschweigen oder umschreiben. Aber Achtung: ist die Krankheit noch aktuell oder steht sie in direktem Zusammenhang mit dem angestrebten Job, gilt es, ehrlich zu sein. Falsche Angaben zu Konfession, politischer Einstellung, Krankheiten allgemein, der Mitgliedschaft in Gewerkschaften, der Familienplanung oder auch Vorstrafen sind generell zulässig. Auch hier ist jedoch der Einzelfall entscheidend: Wer sich als für eine Ausbildung zum Bankkaufmann bewirbt, hat schlechte Karten, wenn eine nicht angegebene Vorstrafe wegen Unterschlagung herauskommt – das ist dann nämlich ein Grund für eine fristlose Kündigung.

Toleriert wird das Feintuning des Lebenslaufes: Wer weniger positive Aspekte oder Abschnitte umschreibt, ohne zu lügen, hat keine Konsequenzen zu fürchten. Gerade „ungenutzte“ Zeiten, sei es das pure Nichtstun oder auch längere Arbeitslosigkeit, sollten sogar umschrieben werden, da sie in einem Lebenslauf sofort negativ auffallen. Also machen Sie sich im Zweifel bereits vorher Gedanken, was Sie in den nächsten 6 Monaten zwischen Abitur und Studium neben Faullenzen noch anfangen – ein Kurs an der Volkshochschule oder ein gemeinnütziges Engagement muss kein Fulltime-Job sein und lässt sich doch viel besser darstellen. Und ein Sprach- oder PC-Kurs in dieser Zeit lässt sich unter „Fähigkeiten“ gleich ein zweites Mal in der Bewerbung verwerten. Vor allem Berufsanfänger sollten Begriffe wie „Sabbatical“ und Formulierungen wie „Umorientierung“ aber auf jeden Fall vermeiden – kein Personalchef sucht Nachwuchs, der bereits nach der Schule ausgebrannt ist oder nicht weiß, was er will. Kleinere Löcher lassen sich verstecken, wenn man den Lebenslauf nur mit Monaten und Jahren versieht oder gleich thematisch sortiert, also amerikanisch, aufbaut.

Was ist mit „Ehrenrunden“ und abgebrochenen Ausbildungen oder Studiengängen? Wer z.B. eine Klasse wiederholt hat, muss dies nicht ausdrücklich erwähnen. Allerdings wird jeder Mitarbeiter einer Personalabteilung schnell darauf kommen, dass die schulische Laufbahn verlängert wurde. Besser ist es allemal, diese an sich negative Tatsache zumindest zu erklären: Ein Umzug, eine längere Krankheit oder ein anderes einschneidendes Erlebnis (aber nichts erfinden!) sorgen für Verständnis. Das gleiche gilt für eine abgebrochene Ausbildung: Hauptsache, es gibt einen nachvollziehbaren Grund – dann ist das nicht so schlimm. Und im Lebenslauf steht natürlich nicht: „Mai 2010: Studium der Medizin im IV. Semester abgebrochen“. Sondern: „September 2008 bis März 2010: Vier Semester Medizinstudium, Schwerpunkt Allgemeinmedizin“ – Begriffe wie Abbruch, ohne Abschluss, vorzeitig beendet sollten Sie nach Möglichkeit vermeiden.
Wer Hobbys positiv zu Fähigkeiten umformuliert, ist ebenfalls auf der sicheren Seite – nichts spricht dagegen, Aktivitäten im Verein, die Begeisterung für Computer oder das Mitspielen in einer Band positiv darzustellen. Vorsicht ist bei (vermeintlichen) Risikosportarten geboten: Freeclimbing, Drachenfliegen oder Downhill Biken lassen in mancher Personalabteilung sofort die Alarmglocken schrillen – Stichwort Ausfall wegen Verletzung. Schwimmen, Joggen oder Tennis sind weniger kritisch und signalisieren trotzdem sportliche Aktivität (= gesunder Mitarbeiter!).

Eine echte Grauzone sind Sprachkenntnisse: Wenn Sie keinen offiziellen bzw. anerkannten Test wie TOEFL, Cambridge Certificate oder einen LCCI-Test (jeweils mit Zertifikat!) absolviert haben, gibt es kaum exakte Kriterien – was „Grundkenntnisse“ oder „verhandlungssicher“ genau bedeutet, ist immer Interpretationssache. Moderate Übertreibungen sind daher keine Täuschung. Und ob Sie bei Ihrer sechsmonatigen Rundreise durch Australien wirklich Land & Leute kennen gelernt und Kultur & Sprache gepaukt haben oder nur mit einer Dose Bier am Strand lagen, ist kaum überprüfbar. Aber: Sofern Sprachkenntnisse einen konkreten Bezug zur angestrebten Ausbildung haben, müssen Sie damit rechnen, dass z.B. das Vorstellungsgespräch plötzlich auf Englisch oder Französisch geführt wird – wer dann in seiner Bewerbung zu hoch gepokert hat, ist in der Regel aus dem Rennen. Besser: Sofern die Zeit es zulässt, darauf hinweisen, dass man Defizite durch Kurse und Schulungen bis zur Einstellung abarbeitet. Was im Übrigen nicht nur für Fremdsprachen gilt: Das Angebot, sich aktuell fehlende Qualifikationen zu erarbeiten, kommt immer gut an.

Unzulässig ist das Verfälschen von Fakten: Wer z.B. Praktika erfindet, verlängert oder mit völlig neuen Inhalten versieht, begeht eine Täuschung. Dies gilt auch für alle Qualifikationen, die mit Abschluss einer Prüfung erworben werden: Wer stundenlang schwimmen kann, aber keinen Freischwimmer absolviert hat, hat de facto kein Freischwimmerzeugnis. Und das Frisieren von Prüfungen, Zeugnissen oder Abschlüssen ist tabu. Da gibt es auch vom Gesetzgeber kein Pardon: Der Tatbestand lautet Betrug, eine Vorstrafe und die fristlose Entlassung sind die möglichen Konsequenzen. Außerdem kann der betrogene Arbeitgeber z.B. die komplette Ausbildungsvergütung zurück fordern oder sogar Schadenersatz verlangen.

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Welche Fragen sind im Vorstellungsgespräch erlaubt? Und welche nicht?

Wer sich auf ein Vorstellungsgespräch vorbereitet, weiß meist nicht, was im Job-Interview passieren wird. Neben den fachlichen Hürden warten auch rechtliche Tücken. Dr. Uwe Schlegel, Rechtsanwalt und Dozent für Zivil-, Wirtschafts- und Arbeitsrecht aus Köln, verrät, was sich Arbeitgeber und Bewerber erlauben dürfen:

Muss ich auf jede Frage antworten? Darf der Arbeitgeber alles über mich wissen und muss ich immer korrekt antworten?

„Die Grundaussage ist: Der Arbeitgeber darf jede Frage stellen, an deren Beantwortung er ein sachlich begründetes Interesse hat“, erklärt Schlegel.

Unproblematisch für den Arbeitgeber sind daher Fragen nach der beruflichen Qualifikation des Arbeitnehmers, nach dem Führerschein oder der körperlichen Eignung. Wichtig ist allein das betriebliche Interesse hieran. „Grundsätzlich nicht erlaubt sind dagegen die Fragen nach der Schwangerschaft, der politischen oder sexuellen Ausrichtung des Bewerbers und dem religiösen Bekenntnis“, sagt Schlegel.

„Es gibt jedoch im Einzelfall Ausnahmen.“ So kann bei der Einstellung in eine konfessionelle Einrichtung die Frage nach dem Bekenntnis doch erlaubt sein. Gleiches gilt für Fragen, die im Mittelfeld liegen. Dazu gehören insbesondere die Fragen nach Vorstrafen oder einer Behinderung. Diese sind im Einzelfall jedenfalls dann zulässig, wenn sie präzisiert sind und sich konkret auf die ausgeschriebene Tätigkeit beziehen.

Darf ich lügen?

„Vom Fragerecht des Arbeitgebers getrennt zu betrachten ist, ob es eine Offenbarungspflicht des Bewerbers gibt“, weiß der Experte.

Diese Frage stellte sich auch Diana. Sie wurde bei ihrem Bewerbungsgespräch gleich zu Beginn vom Arbeitgeber gefragt, ob sie in nächster Zeit plane, Kinder zu bekommen und eine Familie zu gründen. Zwar verneinte sie dies, wusste aber nicht, ob sie das auch durfte, da sie eigentlich plant, früher oder später schwanger zu werden.

„Das ‚Recht zur Lüge‘ gibt es immer dann, wenn der potentielle Arbeitgeber eine Frage stellt, die rechtlich nicht zulässig ist.“ Beantwortet ein Bewerber aber eine zulässige Frage wissentlich falsch und stellt sich dies erst später heraus, droht ihm eine Anfechtung des Arbeitsverhältnisses wegen arglistiger Täuschung, mit der nicht zu spaßen ist. „Dies kann dann eine sofortige Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach sich ziehen“, sagt Schlegel.

Kann ich mich auf Versprechungen verlassen?

Gut zu wissen ist auch, dass der Arbeitgeber den Bewerber nicht mit übertriebenen Versprechungen aus einer bestehenden Position herauslocken darf: „Wer einem Bewerber anbietet, das bestehende Gehalt zu verdoppeln, ihm eine Anstellung auf Lebenszeit zu geben und dieser später feststellt, dass dies leere Versprechen waren, macht sich unter Umständen schadensersatzpflichtig“, weiß der Anwalt.

Werden meine Fahrtkosten erstattet?

Wer sich in einer anderen Stadt oder in einem anderen Bundesland bewirbt, hat oft eine lange Anreise zum Ort des Bewerbungsgesprächs. „Die Reisekosten hat der Arbeitgeber grundsätzlich zu erstatten“, erklärt Schlegel. „Es sei denn, er hat vorher darauf hingewiesen, dass derartige Kosten nicht erstattet werden.“

So sind Fahrtkosten für eine Strecke von Hamburg nach München ebenso zurückzuzahlen, wie Kosten, die für eine Strecke innerhalb einer einzigen Stadt anfallen. „Die Höhe der erstattungsfähigen Reisekosten sind allerdings rechtlich ebenfalls immer eine Frage des Einzelfalls“, so Schlegel. „Ob auch Flüge oder Taxikosten vom Arbeitgeber zu bezahlen sind, kann nicht allgemein bejaht oder verneint werden.“ In allen Fällen gilt aber: es lohnt sich, zu prüfen und beim Arbeitgeber nachzuhaken.

Ist eine Blutprobe erlaubt?

Immer mehr Unternehmen verlangen seit einiger Zeit bei der Einstellung Blut- oder Urintests. „Der Arbeitgeber darf niemanden verpflichten, sich einem solchen Gesundheitstest zu unterziehen“, weiß Schlegel. Dies kann einen Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht und die körperliche Unversehrtheit eines Bewerbers sein. Schwierig wird es trotzdem, wenn der Arbeitnehmer sich weigert, da er sonst Gefahr läuft, für den Job nicht genommen zu werden. Eine Pflicht, sich einem Gesundheitstest zu unterziehen, trifft den Bewerber in diesem Fall jedenfalls nicht.

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Der Lebenslauf – Alles auf einen Blick

Schon irgendwie fies: Sie sollen Ihr ganzes bisheriges Leben auf einem Blatt unterbringen. Tabellarisch, ohne Schnörkel und Ausschmückungen, ohne Fußnoten oder Erklärungen. Und zeitlich sortiert soll es auch noch sein; strukturiert sowieso. Und warum der ganze Aufwand? Damit der Empfänger auf der sprichwörtlich ersten Blick erkennt, mit wem er es zu tun hat. Viele Personaler werfen (nur) den ersten Blick auf dieses Blatt – vor dem Anschreiben, den Zeugnissen und dem ganzen Rest der Bewerbungsmappe. Also: Diese Blatt ist WICHTIG! Ein sauber strukturierter und in sich schlüssiger Lebenslauf sorgt dafür, dass Ihre ganze Bewerbung gelesen wird.

Man unterscheidet zwei Arten von Lebensläufen: Die „deutsche“ Version ist chronologisch aufgebaut, startet also mit Ihrer Geburt und endet mit dem aktuellen Stand, also z.B. der Klasse oder dem Semester, in dem Sie sich gerade befinden. Vorteil: Der Empfänger liest in der gewohnten Zeitabfolge. Nachteil (für Sie): „Lücken“ (siehe unten) sind auf den ersten Blick zu erkennen. Und: Die zu Beginn einer Ausbildung wichtigsten Punkte, nämlich Schulbildung und erreichte oder angestrebte Abschlüsse, stehen erst am Ende.

Alternativ können Sie Ihren Lebenslauf nach dem „amerikanischem“ Muster aufbauen: Hier ist die Chronologie quasi rückwärts – Sie beginnen mit dem aktuellen Status und gehen dann zurück bis zur Geburt. In dieser Version werden unterschiedliche Informationen außerdem thematisch vorsortiert; also beispielsweise nach (Schul)-bildung, Hobbies oder Interessen, Auslandsaufenthalte, besondere Qualifikationen, Praktika, (Ferien-) Jobs, freiwillige Engagements usw.

Beide Versionen sind grundsätzlich tabellarisch abgefasst. In beide Fassungen gehören Name, komplette Anschrift, Familienstand, Geburtsort und -datum. Machen Sie konkrete Angaben, also nicht: „2002 bis 2003:  Praktikum als Modedesignerin im Atelier Schönschnitt“ (das können nämlich 2 Monate oder auch 24 Monate sein), sondern „Oktober 2002 bis März 2003“ – dann weiß jeder Leser Bescheid. Angaben zu den Eltern sind nicht mehr zeitgemäß, können aber hilfreich sein, wenn z.B. ein Elternteil in der gleichen oder einer ähnlichen Branche tätig war oder ist. Und der Lebenslauf wird auf jeden Fall aktuell datiert und unterschrieben.

„Lücken“ im Lebenslauf?

Bevor sich ein Personalchef selbst Gedanken macht, was Sie wohl 9 Monate zwischen Schul­abschluss und Beginn der Wehrdienstzeit gemacht haben oder warum Sie 10 Jahre bis zum Abschluss der 8. Klasse benötigt haben, füllen Sie diese Lücken! Entweder Sie sind ganz einfach ehrlich: Eine wiederholte Klasse ist eine wiederholte Klasse – überlegen Sie sich für das Vorstellungsgespräch eine möglichst plausible Begründung. Oder Sie verwenden einen Lebenslauf in der „amerikanischen“ Version – dann fallen Löcher zumindest nicht auf den ersten Blick auf. Grundsätzlich gilt: Für ausgedehnte Ferien z.B. nach dem Stress der Abiprüfung wird jede Personalabteilung Verständnis haben. Ab drei Monaten sollte das „Rumgammeln“ aber irgendwie positiv verpackt werden – wenn Sie die Zeit im Ausland verbracht haben, haben Sie sich doch bestimmt auch mit Land & Leuten beschäftigt, oder?

Generell ist das Verständnis für „Brüche“, für unübliche Auszeiten und nicht mehr stromlinienförmige Lebensläufe in den letzten Jahren gestiegen. Auch wenn längst nicht jeder eine Karriere vom Hausbesetzer zum Außenminister hinlegt, ist doch nicht mehr jedes Jahr Rucksackurlaub in Australien ein Karrierehindernis; entscheidend ist, was Sie daraus machen und wie Sie es verpacken. Mehr dazu, was im Lebenslauf erlaubt ist (und was nicht), finden Sie hier.

Grundsätzlich gilt: Der Lebenslauf ist kein „Anhang“ Ihrer Bewerbung, sondern, wie das Anschreiben, Teil Ihrer BeWERBUNG! Also nutzen Sie ihn, um ein möglichst positives, sympathisches und für die angestrebte Stelle stimmiges Bild Ihrer Persönlichkeit zu vermitteln – schließlich kennt das Unternehmen Sie (bisher) nicht persönlich.

Eine Checkliste als PDF zum Download gibt hier.

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