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Was man über den Numerus Clausus (NC) wissen sollte

Wer studieren möchte muss sich früher oder später mit dem Numerus Clausus (NC) auseinandersetzen – und sei es um festzustellen, dass der gewünschte Studiengang NC-frei ist. Leider kursiert zu diesem Thema viel Halbwissen – z.B. von Eltern, die vor vielen Jahren einmal studiert haben und nur die damals geltenden Vergaberegeln für Studienplätze kennen. Medienberichte über überlaufene Studiengänge in Köln, Hamburg oder Berlin schüren vielleicht sogar Angst, „am NC zu scheitern“ und keinen Studienplatz bekommen zu können.

Daher die gute Nachricht gleich vorab: Für über die Hälfte der in Deutschland angebotenen Bachelor-Studiengänge gab es im Wintersemester 2017/18 keinen NC! Im Regelfall reicht die Hochschulzugangsberechtigung aus, um sich in den Wunschstudiengang einzuschreiben. Für die anderen Studiengänge gibt es einen NC, womit wir beim Thema wären.

Was genau ist eigentlich ein Numerus Clausus (NC)?

Für die richtige Bewerbung und die Fristen ausschlaggebend ist die Frage, ob ein Fach zulassungsbeschränkt ist oder nicht. Grundsätzlich zu unterscheiden sind Studiengänge, die keiner Zulassungsbeschränkung unterliegen, örtlich zulassungsbeschränkt sind oder bundesweit zulassungsbeschränkt sind. Auch wichtig: Manche Studiengänge beginnen nur im Wintersemester oder nur im Sommersemester – hier sollten Sie sich frühzeitig informieren.

Entgegen der landläufigen Verwendung des Begriffs Numerus Clausus (NC) für „notwendige Abiturdurchschnittsnote“, wird der NC hier in seiner eigentlichen Bedeutung verwendet: als Bezeichnung für den Umstand, dass es für einen bestimmten Studiengang nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen gibt. Unterschiede gibt es aber zwischen verschiedenen Hochschultypen (z.B. Universitäten und Fachhochschulen), Bundesländern, Städten und auch zwischen dem Bachelor- und dem Masterstudium.

Grundsätzlich stehen die einzelnen Studiengänge einer Hochschule sämtlichen Studieninteressierten offen, die ihre Qualifikation für ein Studium, z.B. durch das Abitur als Hochschulzugangsberechtigung nachgewiesen haben. Diese basierend auf Art. 12 GG (Freiheit der Ausbildungsstätte) sogar grundgesetzlich garantierte Freiheit kann nur dann eingeschränkt werden, wenn sämtliche Kapazitäten der jeweiligen Hochschule ausgeschöpft sind, sodass der Studienbetrieb bei der Aufnahme weiterer Studierender in diesem Studiengang nicht mehr möglich wäre. In diesem Fall kann eine staatliche Hochschule beim zuständigen Ministerium einen Numerus Clausus beantragen, bei dem dann eine Höchstzahl von Studierenden für diesen Studiengang festgelegt wird, welche die Hochschule aufnehmen muss: die sogenannte Zulassungszahl. Die Hochschule muss nachweisen, dass sich dauerhaft mehr Studierende einschreiben, als sie aufnehmen kann. Der NC ist also die Folge eines dauerhaften und auch für die Zukunft erwarteten Nachfrageüberhangs.

Nach welchen Kriterien die zur Verfügung stehenden Plätze dann im konkreten Fall vergeben werden, kann sehr unterschiedlich sein. Bis zum Jahr 2004 waren dies im Wesentlichen die Abiturnote sowie die seit dem Schulabschluss vergangene Wartezeit auf einen Studienplatz. Mittlerweile können und müssen die Hochschulen zum Teil sogar eine größere Vielfalt von Vergabekriterien wie Testergebnisse, Auswahlgespräche, vorherige Berufserfahrung oder gewichtete Einzelfachnoten des Abiturs heranziehen.

ohne Zulassungsbeschränkung

In Studiengängen ohne Zulassungsbeschränkung ist der Antrag auf Einschreibung (Immatrikulation) innerhalb der von der Hochschule festgesetzten Frist direkt an die Hochschule zu richten. Bewerbungsunterlagen sind heute meist online über die Internet-Seiten der Hochschulen erhältlich oder können dort angefordert werden. Beachten Sie unbedingt die verschiedenen Fristen für die Einschreibung – rufen Sie einfach mal im Studiensekretariat der jeweiligen Hochschule an und erkundigen Sie sich, sonst verlieren Sie vielleicht ein Semester.

örtliche Zulassungsbeschränkung

Bewerbungen für Studiengänge mit örtlicher Zulassungsbeschränkung müssen der Hochschule bis zum 15. Juli (für ein Wintersemester) bzw. bis zum 15. Januar (für ein Sommersemester) mit allen dazugehörigen Unterlagen vorliegen. Die Hochschule führt ein Auswahlverfahren durch, wenn die Anzahl der Bewerbungen die Anzahl der vorhandenen Studienplätze deutlich übersteigt. Nähere Informationen erhalten Sie auf den Homepages der einzelnen Hochschulen. Möglicherweise ist das gleiche Fach an einer anderen Hochschule ohne Zulassungsbeschränkung.

bundesweite Zulassungsbeschränkung

Wenn in einem bundesweit einheitlichen Studiengang die Nachfrage das Angebot an Studienplätzen deutlich übersteigt, werden die Studienplätze nach einem Beschluss der Länder in einem zentralen Zulassungsverfahren vergeben. Zuständig ist hier die Stiftung für Hochschulzulassung in Dortmund. Dort müssen deutsche Studieninteressierte und solche aus der EU einen Zulassungsantrag für das erste Fachsemester stellen. Dies gilt derzeit für die Studiengänge Medizin, Pharmazie, Tier- und Zahnmedizin. Viele Informationen zum Verfahren der Studienplatzvergabe finden Sie unter www.hochschulstart.de

Wie und wo bewerbe ich mich für einen Studienplatz?

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Wie oben beschrieben gibt es drei verschiedene Fälle: kein NC, lokaler NC und bundesweiter NC. Welche Variante jeweils zutrifft, kann man entweder auf den Webseiten der einzelnen Hochschulen und Studiengänge herausfinden oder zentral über die Studiengangsuche beim Hochschulkompass der HRK (www.hochschulkompass.de).

kein NC:

Hier kann man sich, wenn die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sind – man also in der Regel die Hochschulreife nachweisen kann – einfach bei der Hochschule einschreiben. Allerdings sind hier trotzdem die Bewerbungsfristen zu beachten. Wer sich rechtzeitig beworben hat und die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt, hat den Platz aber sicher. Die Hochschule kann nicht nachträglich einen „Einschreibestopp“ verhängen, wenn sich zu viele bewerben, sondern muss jede(n) nehmen.

lokaler NC:

Hier muss man sich direkt bei der Hochschule für einen Platz bewerben. Die Hochschule wählt dann die „besten/passendsten“ Bewerberinnen und Bewerber aus und bietet diesen dann einen Studienplatz an. Wer den Platz annehmen möchte, muss sich – fristgerecht – einschreiben, sonst verfällt der angebotene Platz. Für einige Studiengänge mit lokalem NC ist auch die Stiftung für Hochschulzulassung zuständig.

bundesweiter NC:

Dieser gilt für die Fächer Medizin, Tiermedizin, Zahnmedizin und Pharmazie (an staatlichen Hochschulen). Hier ist die Bewerbung an die Stiftung für Hochschulzulassung zu richten.

Wer es ganz genau wissen will: Hier gibt es kostenlos ein 25seitiges PDF mit allen Infos zum NC von A bis Z.

Quelle: CHE Centrum für Hochschulentwicklung

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Die sieben größten Online-Bewerbungsmythen:

Die Bewerbung ist und bleibt ein viel diskutiertes Thema. Daran hat auch der Erfolg der Online-Bewerbung kaum etwas geändert. Noch immer halten sich viele Irrtümer darüber, welche Bestandteile für Personalverantwortliche wichtig sind und welche Aspekte über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Die Online-Jobbörse StepStone hat in einer aktuellen Jobstudie über 1.000 Recruiter befragt und aus den Ergebnissen die sieben wichtigsten Bewerbungsirrtümer zusammengestellt. Überzeugen Sie sich selbst, ob Sie in die Falle der Bewerbungsmythen tappen.

„Der wichtigste Bestandteil der Bewerbung ist das Anschreiben“

Ein individuelles Anschreiben ist ohne Zweifel ein zentraler Bestandteil der Bewerbung. Noch bedeutender ist aber der Lebenslauf: 91 Prozent der Recruiter halten ihn für wichtig. Arbeitszeugnisse nennen vergleichsweise niedrige 66 Prozent, das Anschreiben nur 63 Prozent der Personalverantwortlichen. Kein Wunder, dass sich der Lebenslauf auch als zentrales Element der mobilen Bewerbung per Smartphone durchsetzt.

„Wenn ich keine persönliche Ansprache verwende, ist meine Bewerbung generell chancenlos“

Nur 16 Prozent der Recruiter halten eine persönliche Anrede für unverzichtbar. Dennoch ist ein „Sehr geehrte Damen und Herren“ die schlechtere Alternative. Zu einer individuellen Bewerbung gehört im Idealfall auch eine individuelle Ansprache. Wenn Sie auch auf Nachfrage keinen Kontakt ermitteln können, sollte dies aber kein Grund sein, auf eine Bewerbung zu verzichten.

„Eine Bewerbung per Smartphone wirkt unprofessionell“

Den Studienergebnissen von StepStone zufolge würde schon heute knapp die Hälfte der Personalverantwortlichen eine mobile Kurzbewerbung bevorzugen, wenn die Recruiter dadurch mehr Bewerbungen erhielten. Der Kontakt zwischen Bewerber und Unternehmen wird so viel schneller und einfacher. Im Wettbewerb um die besten Fachkräfte gehen Unternehmen immer häufiger neue Wege. Die Bewerbung per Smartphone ist für viele schon heute ein nützliches Werkzeug – unprofessionell? Keine Spur!

„Es kommt nur auf den Inhalt an“

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Richtig ist, dass eine inhaltlich gut strukturierte Bewerbung eine wichtige Voraussetzung für eine Einladung zum Vorstellungsgespräch ist. Der Inhalt allein reicht aber häufig nicht aus, um Recruiter zu überzeugen. Knapp jeder vierte Personalverantwortliche identifiziert unordentliche und ungepflegte Unterlagen als einen häufigen Fehler von Jobsuchenden. Egal ob online oder klassisch – eine gute Struktur sowie eine aktuelle und saubere Darstellung der eigenen Vorzüge sind ein Muss.

„Masse statt Klasse – mit möglichst vielen Bewerbungen sind die Chancen auf einen neuen Job am größten“

Die Recruiter in Unternehmen sind da ganz anderer Meinung: Für sie stehen Massenbewerbungen, denen es an Individualität mangelt, auf Platz 1 der häufigsten Fehler beim Erstellen von Bewerbungsunterlagen. Auch wenn es verlockend ist, eine einmal erstellte Bewerbung mehrfach zu nutzen, widerstehen Sie der Fließbandfalle!

„Viel hilft viel – ich sollte möglichst viele Unterlagen schicken“

Wer sicher sein möchte, dass die Bewerbung überhaupt gelesen wird, sollte darauf achten, im Zweifel lieber ein Dokument weniger bereitzustellen. Wenn weitere Unterlagen nötig sind, lassen sie sich meist unkompliziert nachreichen. Hinzu kommt: Nur 29 Prozent der von StepStone befragten Recruiter nehmen E-Mail-Anhänge in unbegrenzter Höhe an. 14 Prozent akzeptieren bis zu 10 Megabyte, 37 Prozent bis zu 5 MB und 15 Prozent nur 2 MB.

„Personaler prüfen nur die Bewerbung und entscheiden direkt im Anschluss“

Wer davon ausgeht, liegt meistens falsch. 56 Prozent aller Personalverantwortlichen nutzen weitere Informationsquellen, um sich ein besseres Bild von den Kandidaten zu machen. 28 Prozent holen dazu externe und in der Bewerbung angegebene Referenzen ein, 13 Prozent nutzen das Internet. 11 Prozent setzen sogar auf das Feedback von gemeinsamen persönlichen Kontakten.

Das umfangreiche Whitepaper und weitere Informationen zur Jobstudie finden Sie unter www.stepstone.de/jobstudie

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Kostenlose Broschüre zum Download: Urheberrecht bei Social Media

 

Social Media ist für viele Menschen mittlerweile fester Bestandteil ihres Alltags: In der Mittagspause wird schnell das neues Urlaubsfoto von Freunden geliked, ein neues Musikvideo geteilt und ein Foto vom eigenen Mittagessen gepostet. All dies geschieht so nebenbei und ohne großes Kopfzerbrechen darüber, ob damit Rechte verletzt werden. Nutzer fühlen sich grundsätzlich sicher, schließlich machen es ja alle so. Aber auch bei Social Media gilt das Urheberrecht.

Durch Social Media können Nutzer Meinungen, Interessen und Daten digital miteinanderteilen. Insbesondere für Jugendliche ist die Vernetzung mit Gleichgesinnten von großer Bedeutung. Allerdings können sich die Kommunikation und der Austausch von Fotos, Videos und Texten durch die diversen Social Media-Dienste aufs Urheberrecht auswirken.

In diesem eBook haben das Experten-Team von www.urheberrecht.de die wichtigsten Informationen zum Urheberrecht im Bereich Social Media zusammengestellt. Darin enthalten sind unter anderem Definitionen zu den wichtigsten Social Media Diensten und den dort genutzten Formen der Kommunikation. Hinzukommen allgemeine Informationen zum Urheberrecht. Sie erfahren welche Rechte ein Urheber besitzt und wann es durch einen Verstoß gegen diese zu einer Urheberrechts-verletzung kommt.

Ergänzend dazu gibt es Verhaltensregeln, mit denen Sie sich möglichst sicher in der Welt der sozialen Medien bewegen.

Hier geht’s zum kostenlosen Download (PDF)

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Täuschend echt! Warnung vor Online-Fake-Shops

Handtaschen, Designer-Klamotten, High-Tech-Trendprodukte und Marken-Uhren: Im Internet werben Shops mit verlockenden Waren. Werden begehrenswerte Produkte zum Schnäppchenpreis und gegen Vorkasse angeboten, sollten Kundenaugen vor einer Bestellung besonders wachsam sein. Denn Fälscher bieten auf kopierten oder nachgemachten Shop-Seiten im Internet attraktive Waren an, die niemals oder nur als schlechte Kopie den Weg zum Käufer finden.

Ihren Fake mit einem Online-Shop lassen sich die Schwindler von Kunden teuer bezahlen. „Wer in die ausgelegte Falle tappt und den verlangten Betrag für das begehrte Produkt vorab überweist, hat kaum eine Chance, sein gezahltes Geld jemals wiederzu-sehen“, warnt die Verbraucherzentrale NRW. Wird die Echtheit eines Shop-Angebots nur vorgegaukelt, um zu kassieren, handelt es sich um Betrug. Eine solche Täuschung sollte angezeigt werden. Jedes gemeldete Delikt wird von der Polizei strafrechtlich verfolgt. Hier erfahren Online-Käufer, an welchen Merkmalen Fake-Shops vor einer Bestellung erkennbar sind und was zu tun ist, falls man auf ein Schwindelangebot hereingefallen ist:

Untrügliche Erkennungszeichen Fehlanzeige:

Ob es bei den Angeboten im Online-Handel immer mit rechten Dingen zugeht, ist selbst für Experten kaum auf den ersten Blick erkennbar. Internet-Fälscher, die Kunden nur ans Geld wollen, gehen bei ihren Fake immer perfekter und perfider ans Werk: Durch das Kopieren oder Fälschen von Produktbildern und Informationen aus realen Internetseiten wirkt ein Fake-Shop im Internet oftmals täuschend echt. Um Seriosität vorzugaukeln, sind das Impressum mit der Händleradresse oder die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ebenfalls von anderen Seiten abgekupfert beziehungsweise frei erfunden.

Alle Angaben prüfen:

Brian A Jackson/shutterstock.comBrian A Jackson/shutterstock.com

Käufer sollten vor einer Bestellung folgende Punkte in einem Internet-Shop genau checken: Gibt es mehrere – darunter auch kundenfreundliche – Zahlungsarten und eine überprüfbare Anbieteradresse im Impressum? Werden Angebot und Preis mit allen erforderlichen Details – etwa der Beschaffenheit des Produkts – angegeben? Werden Lieferbedingungen und –kosten ausreichend dargestellt? Sind Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) und darin Hinweise zum Widerruf vorhanden? Wird mit einem vertrauenswürdigen Gütesiegel wie „Trusted Shop Guarantee“ (Trusted Shops), „s@fer-shopping“ (TÜV Süd) und „Geprüfter Onlineshop EHI“ (EHI Retail Institute GmbH) geworben? Eine zuverlässige Orientierung bieten solche Siegel jedoch nur, indem man auf das Logo klickt und dadurch auf die Homepage des Prüf-Unternehmens weitergeleitet wird.

Vorsicht bei Vorkasse:

Kunden werden bis zum Drücken des Kaufbuttons mehrere – auch kundenfreundliche – Zahlungsweisen angeboten. Sind sie bei der Kasse angelangt, haben Kunden plötzlich keine Wahl mehr: Dort wird nur noch eine umgehende Überweisung des geforderten Betrags verlangt. Auf der sicheren Seite sind Kunden, wenn sie Artikel nur bei Online Händlern ordern, die mehrere kundenfreundliche Zahlungsarten bis zum Klick auf den Kauf-Button zur Verfügung stellen. Sicher sind Zahlungen auf Rechnung oder per Lastschrift. Bei der Zahlung auf Rechnung müssen Kunden erst bezahlen, wenn sie die Ware erhalten haben. Bei Zahlung per Lastschrift kann die Zahlung noch bis zu acht Wochen rückgängig gemacht werden.

Fälscher zocken unerkannt ab:

Wenden sich Reingefallene über die angegebenen Kontaktdaten an das Unternehmen, um die richtige Ware oder ihr gezahltes Geld zurück zu erhalten, werden sie oft immer wieder vertröstet. Briefe mit Rückzahlungsaufforderungen kommen als unzustellbar zurück oder bleiben unbeantwortet. In den meisten Fällen sind Betroffene um eine schlechte Erfahrung reicher, aber haben das Nachsehen.

Fake-Shop-Opfer sind nicht wehrlos:

Wer schon Geld überwiesen hat, sollte umgehend seine Bank auffordern, die Zahlung rückgängig zu machen. Wenige Stunden nach einer Onlinebestellung ist dies oft noch möglich. Bei anderen Zahlungsarten kann eine Zahlung noch bis zu acht Wochen nach Einzug rückgängig gemacht werden. Inwieweit dies gilt, weiß die Bank. Grundsätzlich sollten sämtliche Belege von Online-Bestellungen gesammelt und gesichert werden. Dazu gehören Kaufvertrag, Bestellbestätigung, E-Mails und ein Screenshot des Angebots. Betroffene können die ausgedruckten Unterlagen in der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW prüfen lassen und Strafanzeige bei der Polizei stellen.

Weitere Informationen zu den Erkennungszeichen von Fake-Shops im Internet unter www.verbraucherzentrale.nrw/fakeshops

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Ticket-Zweitmarkt: Bei Absage Geld weg

Der Weiterverkauf von Tickets, auch zu höheren Preisen, ist nicht verboten, auch wenn der Veranstalter das in seinen allgemeinen Geschäftsbedingungen untersagt. Der Käufer läuft allerdings Gefahr, sein Geld zu verlieren, wenn die Veranstaltung nicht stattfindet. Wie der Ticket-Zweitmarkt funktioniert und worauf Kunden achten sollten, beschreibt Finanztest.

Ein großer Teil des Karten-Schwarzmarkts läuft heute im Internet. Auf Ebay und bei Ticket-Zweitbörsen wie Viagogo und Stubhub werden Karten aus privater Hand mitunter zu absurd hohen Preisen angeboten. Karten für das diesjährige Fußball-Pokalfinale sollten z.B. über 4.000 Euro pro Stück kosten.
Die Onlineportale funktionieren dabei nach eigenen Angaben lediglich als Marktplatz und machen ihr Geschäft, indem sie Versandkosten und Bearbeitungsgebühren erheben. Die Gebühren liegen oft bei mehr als 20 Euro pro Karte und nicht selten dauert es wochenlang, bis die Karten versendet werden.

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Bei den Zweitbörsen werden auch die Karten für Konzerte und Shows gehandelt, die noch längst nicht ausverkauft sind – meist ebenfalls zu deutlich überhöhten Preisen. Es lohnt sich also, zunächst bei den Veranstaltern, Theaterkassen oder anderen Erstanbietern nachzusehen, ob dort Karten vorhanden sind.
Wenn eine Veranstaltung ausfällt, werden die Besucher, die ihre Tickets regulär beim Veranstalter gekauft haben, in aller Regel rechtzeitig benachrichtigt und erhalten ihr Eintrittsgeld zurück. Wer Karten auf dem Schwarzmarkt kauft, geht hingegen leer aus.

Eine Besonderheit sind personalisierte Karten. Diese müssen auf einen neuen Namen umgeschrieben werden, bevor sie weiterverkauft werden. Dafür muss beim Veranstalter eine Extraerlaubnis eingeholt werden, denn er muss zustimmen. Ansonsten erhält der Käufer keinen Einlass.

Der ausführliche Bericht Ticket-Zweitmarkt ist unter www.test.de/ticketkauf abrufbar.

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