Kategorien-Archiv 104-Berufe

Ausbildung Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement

Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement der Fachrichtung Großhandel kaufen Waren in großen Mengen ein und verkaufen sie weiter an Einzelhandels-, Handwerks- oder Industriebetriebe. Ihre Kunden informieren sie umfassend über das Waren- bzw. Dienstleistungsangebot und beraten sie bei der Sortimentsgestaltung. Sie beobachten den Markt, ermitteln Bezugsquellen, vergleichen Preise, erstellen Angebote und bestellen Waren. Auch handeln sie Liefertermine sowie ‑bedingungen aus, schließen Transportverträge ab, erledigen Zollformalitäten, überwachen Sendungen und bearbeiten den Zahlungsverkehr.

Sie planen alle Einkaufs-, Logistik- sowie Verkaufsprozesse und steuern den Daten- und Warenfluss von der Bestellung bis zur Anlieferung. Dabei nutzen sie verschiedene Beschaffungs- und Vertriebswege, insbesondere auch Onlinekanäle, und wickeln elektronische Geschäftsprozesse (E-Business) ab. Sie führen Wareneingangskontrollen durch, prüfen die Lieferpapiere, veranlassen und überwachen die Lagerung sowie den Versand der Waren. Zudem übernehmen sie Controlling- sowie Marketingaufgaben und wirken bei unternehmensübergreifenden Projekten mit.

Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement der Fachrichtung Großhandel finden Beschäftigung in Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche.

Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement der Fachrichtung Großhandel arbeiten in erster Linie in Büroräumen.

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellten Betriebe im Vorläuferberuf Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel der Fachrichtung Großhandel überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife oder mittlerem Bildungsabschluss ein.

Worauf kommt es an?

  • Sorgfalt (z.B. beim Erfassen von Wareneingängen, beim Kommissionieren von Waren)
  • Kundenorientierung, Kontaktbereitschaft (z.B. bei Kundenreklamationen, bei der Kundenberatung)
  • Verhandlungsgeschick, Durchsetzungsvermögen (z.B. für Verhandlungen mit Lieferanten oder Dienstleistern)
  • Kaufmännisches Denken (z.B. für Kalkulationen, beim Vergleich von Dienstleistungsangeboten)

Schulfächer:

  • Deutsch (z.B. für das Verfassen von Angeboten und Geschäftsbriefen)
  • Wirtschaft/Mathematik (z.B. für das Kalkulieren von Frachtkosten, für das das Verrechnen betrieblicher Leistungen)

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat (je nach Bundesland unterschiedlich):

  • 1. Ausbildungsjahr: € 747 bis € 1.070
  • 2. Ausbildungsjahr: € 804 bis € 1.123
  • 3. Ausbildungsjahr: € 921 bis € 1.180

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Ausbildung Kosmetiker

Kosmetiker/innen beurteilen Hauttyp und ‑beschaffenheit ihrer Kunden, beraten sie und führen geeignete Maßnahmen der Körper- oder Schönheitspflege durch. Sie reinigen die Haut, entfernen z.B. Mitesser, Pickel oder störende Körperbehaarung, tragen Masken und pflegende Cremes oder Lotionen auf und schneiden bzw. formen Finger- und Fußnägel. Bei der dekorativen Kosmetik tragen sie Make-ups auf, formen Augenbrauen, färben Wimpern oder lackieren Nägel. Darüber hinaus verkaufen Kosmetiker/innen auch Pflege- und Kosmetikprodukte.

Kosmetiker/innen finden Beschäftigung

  • in Kosmetikstudios
  • in Wellnesshotels oder Clubanlagen
  • in Saunas oder Bädern
  • in Hautarztpraxen

Kosmetiker/innen arbeiten in erster Linie in Behandlungs-, Verkaufs- und Praxisräumen.

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Worauf kommt es an?

  • Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. bei Maniküren und Pediküren)
  • Kreativität und Sinn für Ästhetik (z.B. beim Schminken, bei der Typberatung)
  • Kunden- und Serviceorientierung (z.B. bei der eingehenden Kundenberatung)

Schulfächer:

  • Deutsch (z.B. bei der Beratung über kosmetische Produkte und Behandlungsmöglichkeiten)
  • Biologie (z.B. für die Auswahl der richtigen Behandlungsmethoden für Haut oder Nägel)
  • Chemie (z.B. für das Kennenlernen der Wirkungsweise von Kosmetikpräparaten)

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 755 bis € 900
  • 2. Ausbildungsjahr: € 805 bis € 1.005
  • 3. Ausbildungsjahr: € 935 bis € 1.150

*je nach Bundesland unterschiedlich

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Ausbildung Kaufmann im Einzelhandel

Kaufleute im Einzelhandel verkaufen Konsumgüter wie Bekleidung, Spielwaren, Nahrungsmittel, Unterhaltungselektronik oder Einrichtungsgegenstände an Endkunden. Sie führen Beratungsgespräche mit Kunden, verkaufen Waren und bearbeiten Reklamationen.

Außerdem planen sie den Einkauf, bestellen Waren und nehmen Lieferungen entgegen. Anschließend prüfen sie die Qualität der gelieferten Ware und sorgen für eine fachgerechte Lagerung. Sie zeichnen die Ware aus und helfen beim Auffüllen der Verkaufsregale und ‑theken sowie bei der Gestaltung der Verkaufsräume. Auch bei der Planung und Umsetzung von werbe- und verkaufsfördernden Maß-nahmen wirken Kaufleute im Einzelhandel mit.

Dazu beobachten sie den Markt und planen die Sortimentsgestaltung. Im Onlinehandel betreuen sie Onlineshops, pflegen Produktkataloge und setzen Onlinemarketing ein.

Kaufleute im Einzelhandel finden Beschäftigung

  • in Einzelhandelsunternehmen, z.B. in Modehäusern, Baumärkten, Supermärkten, Kaufhäusern, Lebensmittelfachgeschäften, Tankstellen oder im Versandhandel

Kaufleute im Einzelhandel arbeiten

  • in Verkaufsräumen
  • in Lager- und Kühlräumen

Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch

  • im Freien, z.B. an Verkaufsständen und auf Freiflächen
  • in Büroräumen

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Worauf kommt es an?

• Kundenorientierung, Kommunikations- und Kontaktbereitschaft (z.B. bei der Kundenberatung)

• Kaufmännisches Denken und Sorgfalt (z.B. Mitwirken bei der Sortimentsplanung, Durchführen der Kassenabrechnung, Ausführen von Verwaltungsaufgaben)

Schulfächer:

  • Mathematik (z.B. für Kalkulationen und Kassenabrechnungen)
  • Deutsch (z.B. bei Bearbeitung von Beschwerden und Reklamationen)
  • Wirtschaft (z.B. für Aufgaben im Rechnungswesen)

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat (je nach Bundesland unterschiedlich):

  • 1. Ausbildungsjahr: € 755 bis € 900
  • 2. Ausbildungsjahr: € 805 bis € 1.005
  • 3. Ausbildungsjahr: € 935 bis € 1.150

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Ausbildung Kaufmann im E-Commerce

Kaufleute im E-Commerce sind im Internethandel an der Schnittstelle von Einkauf, Werbung, Logistik, Buchhaltung und IT tätig. Sie wirken bei der Sortimentsgestaltung mit, bei der Beschaffung von Waren und Dienstleistungen und präsentieren das Angebot verkaufsfördernd in Onlineshops, auf Onlinemarktplätzen, in Social Media oder Blogs. Mit Kunden kommunizieren sie z.B. per E-Mail, Chat oder telefonisch und nehmen Anfragen, Reklamationen oder Lieferwünsche entgegen. Sie richten Bezahlsysteme ein, überwachen Zahlungseingänge und veranlassen die Übermittlung bestellter Waren und Dienstleistungen.

Darüber hinaus planen sie zielgruppen- und produktspezifische Onlinemarketingmaßnahmen, organisieren die Erstellung und die gezielte Platzierung von Werbung und bewerten den Werbeerfolg. Für die kaufmännische Steuerung und Kontrolle analysieren sie die Ergebnisse der Kosten- und Leistungsrechnung und werten Verkaufszahlen sowie betriebliche Prozesse aus.

Kaufleute im E-Commerce finden Beschäftigung

  • in Unternehmen des Einzel-, Groß- und Außenhandels, die Onlineshops betreiben
  • bei Herstellerbetrieben, die ihre Produkte online vertreiben
  • im Internetversandhandel bei reinen Onlineshops
  • bei Touristikunternehmen, die Reisen und Flüge online verkaufen
  • bei Logistik- und Mobilitätsdienstleistungsbetrieben, z.B. Speditionen, Transportunternehmen, Verkehrsbetriebe, die Leistungen online verkaufen

Kaufleute im E-Commerce arbeiten in erster Linie in Büro- und Besprechungsräumen.

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife ein.

Worauf kommt es an?

  • Kundenorientierung, Kommunikations- und Kontaktbereitschaft (z.B. bei der Bearbeitung von Kundenanliegen und der zielgruppenorientierten Kommunikation mit Kunden)
  • kaufmännisches Denken (z.B. bei der Sortimentsplanung mitwirken, Instrumente des Onlinemarketings einsetzen und den Werbeerfolg messen)
  • analytische Fähigkeiten (z.B. für die Auswertung von Kunden- und Nutzungsdaten)
  • Flexibilität (z.B. mit häufig wechselnden Aufgaben und Arbeitssituationen umgehen)
  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Umgang mit Kundendaten, beim Zusammenstellen von Daten über Waren und Dienstleistungen)

Schulfächer:

  • Mathematik (z.B. für das Erstellen und Auswerten von Statistiken)
  • Deutsch (z.B. für die mündliche und schriftliche Kommunikation mit Kunden, für die Beschreibung von Angeboten und Dienstleistungen)
  • Englisch (z.B. für die Informationsbeschaffung oder das Erteilen von Auskünften in englischer Sprache)
  • Wirtschaft/Recht (z.B. für Aufgaben im Bereich Einkauf und Marketing)

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat (je nach Bundesland unterschiedlich):

  • 1. Ausbildungsjahr: € 755 bis € 900
  • 2. Ausbildungsjahr: € 805 bis € 1.005
  • 3. Ausbildungsjahr: € 935 bis € 1.150

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Ausbildung Kaufmann für Büromanagement

Kaufleute für Büromanagement führen organisatorische und kaufmännisch-verwaltende Tätigkeiten aus. Sie erledigen z.B. den Schriftverkehr, entwerfen Präsentationen, beschaffen Büromaterial, planen und überwachen Termine, bereiten Sitzungen vor und organisieren Dienstreisen. Auch unterstützen sie die Personaleinsatzplanung und kaufen externe Dienstleistungen ein. Zudem betreuen sie Kunden, wirken an der Auftragsabwicklung mit, schreiben Rechnungen und überwachen Zahlungseingänge.

Im öffentlichen Dienst unterstützen sie Bürger/innen z.B. bei der Antragstellung, klären Anliegen und Zuständigkeiten und wirken an der Aufstellung des Haushalts- oder Wirtschaftsplanes mit.

Kaufleute für Büromanagement finden Beschäftigung in Unternehmen aller (Wirtschafts-)Bereiche.

Kaufleute für Büromanagement arbeiten in erster Linie in Büro- und Besprechungsräumen.

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe und Verwaltungen überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hochschulreife ein.

Worauf kommt es an?

  • Organisatorische Fähigkeiten (z.B. Geschäftsreisen planen)
  • Flexibilität (z.B. mit häufig wechselnden Aufgaben und Arbeitssituationen umgehen)
  • Kaufmännisches Denken (z.B. beim Einholen von Aufträgen)
  • Kunden- und Serviceorientierung (z.B. auf die Anliegen von Kunden eingehen)
  • Sorgfalt sowie mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen (z.B. am Kundenempfang arbeiten, Geschäftsbriefe verfassen)

Schulfächer:

  • Deutsch (z.B. für den Schriftverkehr mit Kunden und Geschäftspartnern)
  • Mathematik (z.B. für das Erstellen von Kundenrechnungen)
  • Wirtschaft (z.B. für buchhalterische Jahresabschlüsse)

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 976 bis € 1.047 (Industrie*), € 1.018 (öffentlicher Dienst)
  • 2. Ausbildungsjahr: € 1.029 bis € 1.102 (Industrie*), € 1.068 (öffentlicher Dienst)
  • 3. Ausbildungsjahr: € 1.102 bis € 1.199 (Industrie*), € 1.114 (öffentlicher Dienst)

*je nach Bundesland unterschiedlich

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