Kategorien-Archiv Berufe

Operationstechnische/r Assistent/in

Operationstechnische Assistenten sind an der Vorbereitung und Durchführung von Operationen beteiligt. Zunächst bereiten sie Patienten für die Operation vor und bringen sie in die richtige Position für den Eingriff. Während der Operation assistieren sie den Ärzten und Ärztinnen, indem sie ihnen die benötigten Instrumente und Materialien zureichen. Zudem überwachen sie Atmung und Kreislauf der Patienten, um im Notfall schnell intervenieren zu können. Operationstechnische Assistenten tragen Mitverantwortung für die Hygiene im Operationssaal, pflegen z.B. die technischen Geräte und sterilisieren die Instrumente. Außerdem dokumentieren sie die Eingriffe und kümmern sich ggf. um die Vorratshaltung und Ersatzbeschaffung von Operationsmaterial.

Zum Film

Logopäde / Logopädin

Logopäden und Logopädinnen entwickeln in enger Zusammenarbeit mit Ärzten und Ärztinnen individuelle therapeutische Konzepte für Patienten jeden Alters, deren Sprach-, Sprech- und Schluckfähigkeit beeinträchtigt ist, z.B. aufgrund von Entwicklungsstörungen, Unfällen, Atem- und Stimmproblemen oder Hörstörungen. Sie führen die Behandlung mithilfe geeigneter logopädischer Verfahren wie Artikulations- und Sprachverständnistrainings oder Atem- und Entspannungsübungen durch. So unterstützen sie beispielsweise Schlaganfallpatienten beim Wiedererlangen ihrer Kommunikations- oder Schluckfähigkeit. Auch die Behandlung von kehlkopfoperierten Menschen gehört zu ihrem Aufgabengebiet. Außerdem beraten sie Patienten und deren Angehörige sowie Erzieher und Erzieherinnen in Sprachheil- und Sonderkindergärten zu Themen rund um die Logopädie.

Weiterhin können sie im Bereich Prävention tätig werden. Mit entsprechender Qualifikation können sie auch eine Logopädie-Praxis oder ein Therapieteam in einer Einrichtung für Rehabilitation von Sprach-, Sprech-, Stimm- und Hörstörungen leiten.

Zum Film

Medizinisch-technische/r Radiologieassistent/in (MTRA)

Medizinisch technische Radiologieassistenten wenden radiologische Diagnostiken an und führen nuklearmedizinische Untersuchungen, Strahlentherapien sowie Tomografien am Computer und Magnetresonanztomografien durch. Sie erstellen z.B. Röntgenaufnahmen des menschlichen Körpers, um Knochenbrüche oder krankhafte Veränderungen sicht-bar zu machen. Dafür stellen sie Anlagen und Apparate ein und bedienen sie, treffen die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen, dokumentieren die Untersuchung und sorgen für die sachgerechte Lagerung des Filmmaterials bzw. für das Speichern der digitalen Daten.

Sie bereiten die Bestrahlungen von Tumorpatienten vor und führen sie nach einem ärztlich vorgegebenen Bestrahlungsplan durch. Bei nuklearmedizinischen Untersuchungen erhalten Patienten geringe Mengen kurzlebiger radioaktiver Substanzen. Nach der Gabe dieser Arzneistoffe erfassen MTRAs die zu untersuchenden Vorgänge mithilfe ferngesteuerter bzw. computerunterstützter Kameras, Computer und Messgeräte, um eine exakte Diagnose durch den Arzt bzw. die Ärztin zu ermöglichen.

Zum Film

Modernisierte Ausbildung Prüftechnologen Keramik

Geschirr und Gläser, Waschtische und Spülbecken, Ziegel und Fliesen, Feuerfestkeramiken zum Erschmelzen von Metallen, Implantate für Zahn- und Knochenersatz oder auch Bremsscheiben und Katalysatorträger gehören zur großen Palette der Keramikprodukte. Prüfverfahren wie Laseranalysen, Mikroskopie, Thermoschockprüfungen oder Untersuchungen der Mikrowellen- und Spülmaschineneignung stellen sicher, dass sie in fehlerfreier Qualität die Verbraucher erreichen. Die aktuell und künftig nötigen Qualifikationen für eine Prüftätigkeit in der keramischen Industrie wurden jedoch durch die alte Ausbildung als Stoffprüfer/-in, deren Ausbildungsordnung noch von 1939 stammt, nicht mehr abgedeckt. Gemeinsam mit den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis hat daher das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Auftrag der Bundesregierung eine neue Ausbildungsordnung zum Prüftechnologen/zur Prüftechnologin Keramik erarbeitet, die am 1. August in Kraft tritt und den alten Beruf ablöst.

Prüftechnologen und -technologinnen Keramik begleiten den gesamten Produktionsprozess keramischer Erzeugnisse: Sie bereiten Proben vor und entnehmen sie, wählen geeignete Prüfverfahren aus, richten die Prüfplätze ein und führen die entsprechenden Aufträge aus. Im Anschluss bewerten und dokumentieren sie die erfolgten Prüfungen. Diese modernen, veränderten betrieblichen Arbeits- und Prüfverfahren bilden nun den Schwerpunkt der Ausbildung, deren neue Berufsbezeichnung den Kern der Tätigkeit zeitgemäß widerspiegelt. Auch neue Informationsmedien und -systeme wie Rohstoffdatenbanken, Simulationsprogramme, Prüfmittelüberwachung und Qualitätsmanagementsysteme gehören zu den Inhalten und machen den Prüftechnologen zu einem modernen und attraktiven Ausbildungsberuf für die keramische Industrie.

Arbeitsplätze für Prüftechnologen/-technologinnen Keramik finden sich in Unternehmen und Instituten der Keramik-, Glas-, Emaille-, Zement- und Bindemittelindustrie sowie in Unternehmen und Instituten, die anorganische Rohstoffe, Industrieminerale und nicht-metallische Werkstoffe herstellen und untersuchen.

Die dreijährige Ausbildung richtet sich an Schülerinnen und Schüler mit Hauptschulabschluss, mittleren und höheren Schulabschlüssen und einem Interesse an Naturwissenschaften und Mathematik, technischem Verständnis, einer sorgfältigen Arbeitsweise, genauer Beobachtungsfähigkeit und Freude daran, im Team zu arbeiten.

Modernisierte Ausbildung Steinmetze/Steinbildhauer

Ein Beruf zwischen Tradition und Moderne: Das Steinmetzhandwerk zeichnet sich durch die Verbindung traditioneller Handwerkskunst und den Einsatz moderner Bearbeitungsverfahren aus. Computergesteuerte Anlagen und neue Anforderungen an die Verarbeitung von Materialien sind der Grund für die jetzt erfolgte Modernisierung des Berufes. Gemeinsam mit den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Auftrag der Bundesregierung die Berufsausbildung für Steinmetze/-metzinnen und Steinbildhauer/-innen auf den neuesten Stand gebracht. Die Neuregelung tritt am 1. August 2018 in Kraft.

Viele Betriebe setzen inzwischen computergesteuerte Maschinen ein, um die Natursteinbearbeitung effizienter zu gestalten und neue Produkte, beispielsweise im Innenausbau, anzubieten. Was früher mehrere Arbeitstage in Anspruch genommen hat, kann mit Hilfe moderner Anlagen nun innerhalb weniger Stunden gefertigt werden. Trotzdem ist der Bedarf an Fachkräften, die Natursteine manuell bearbeiten können, groß. Denn die Aufträge werden für Kunden ausgeführt, die traditionelle Handwerksarbeit wertschätzen.

Zum Berufsbild in der Fachrichtung Steinmetzarbeiten gehören das Gestalten und Versetzen von Grabmalen, der Innenausbau, Fassadenbau und die Restaurierung von Denkmälern. In der Fachrichtung Steinbildhauerarbeiten bekommt die künstlerische Gestaltung von Objekten eine besondere Bedeutung, zum Beispiel das Gestalten und Herstellen von Formen, Modellen, Reliefs und Skulpturen oder das Instandsetzen und Restaurieren von Bildhauerarbeiten.

Die dreijährige Ausbildung endet mit einer Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Steinmetze/-metzinnen und Steinbildhauer/-innen arbeiten hauptsächlich in steinver- und -bearbeitenden Betrieben, aber auch im Baubereich oder in Dombauhütten. Die Ausbildung eröffnet berufliche Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten, zum Beispiel zum/zur Steinmetz- und Steinbildhauermeister/-in.