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Duale Ausbildung? Jetzt erst recht!

Du bist unsicher, welchen beruflichen Weg du in Corona-Zeiten einschlagen sollst? Damit bist du nicht alleine. Viele andere machen sich gerade die gleichen Gedanken über ihre Zukunft. Das Coronavirus hat einiges durcheinandergewirbelt und vieles scheint unsicherer geworden zu sein. Klar, dass jetzt der Wunsch nach beruflicher Sicherheit besonders groß ist. Eine duale Ausbildung kann hier genau der richtige Weg sein. Die duale Ausbildung in Deutschland ist seit vielen Jahrzehnten ein erfolgreiches Modell, um das uns viele andere Länder weltweit beneiden. Die deutsche Wirtschaft wird sich nach und nach erholen und dazu benötigen die Unternehmen Fachkräfte. Eine duale Ausbildung bereitet dich optimal auf die Ausübung deiner späteren beruflichen Tätigkeit vor, schließlich sind während der Ausbildungszeit Theorie und Praxis eng miteinander verzahnt. Hinzu kommt, dass – anders als zum Beispiel bei einem klassischen Hochschulstudium – ein Ausbildungsbetrieb hinter dir steht. Das gibt Sicherheit. Denn dein Unternehmen investiert nicht nur Zeit und Geld in dich, um dich zu einer Fachkraft auszubilden, sondern unterstützt dich auch während der Ausbildungszeit, sollte es mal weniger gut laufen. Ein weiteres Plus: Auszubildende genießen einen besonderen Kündigungsschutz.

Ausbildungsplatzsuche

Viele Unternehmen waren in den vergangenen Monaten auf Grund des Coronavirus sehr mit sich selbst beschäftigt und hatten weniger Zeit für das Azubirecruiting. Das wird jetzt nachgeholt. Das Ausbildungsjahr 2020 startet ganz normal im September und die Chancen auf einen Ausbildungsvertrag sind vielversprechend. In der Region Karlsruhe (Karlsruhe + Umkreis von 50km) sind laut IHK-Lehrstellenbörse noch mehr als 1.200 offene Ausbildungsplätze für 2020 eingetragen. Wenn du dich für einen Ausbildungsplatz interessierst, kannst du dich über www.ihk-lehrstellenboerse.de direkt bei den Unternehmen bewerben. Die Suchergebnisse kannst du dir vorher unter anderem nach Ausbildungsberuf, Branche, Ort und gewünschtem Schulabschluss filtern lassen. Außerdem hast du die Gelegenheit, ein eigenes Profil anzulegen und dich von den Unternehmen finden zu lassen. Und du kannst angeben, ob die IHK gezielt Kontakt mit dir aufnehmen soll, um dich bei der Ausbildungsplatzsuche zu unterstützen.

Weitere offene Ausbildungsplätze inklusive der Kontaktdaten der jeweiligen Personalverantwortlichen findest du auf www.karlsruhe.ihk.de/speeddating. Melde dich bei den Unternehmen und stelle dich vor!

Wenn du bezüglich deiner beruflichen Zukunft mit einer dualen Ausbildung weiterhin unsicher bist oder Schwierigkeiten hast, einen passenden Ausbildungsplatz zu finden, kannst du dich gerne an die Lehrstellenberatung der IHK Karlsruhe wenden. Wir unterstützen dich u.a. hinsichtlich Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgesprächen, vermitteln Ausbildungsplätze und beraten zu alternativen Berufen. Denn bei mehr als 300 dualen Ausbildungsberufen stellt sich oft heraus, dass für viele auch ähnliche Ausbildungsberufe in Frage kommen oder sogar noch geeigneter sind.

Vereinbare deinen individuellen Beratungstermin: www.karlsruhe.ihk.de/lehrstellenberatung

Mondays for Berufsfuture

Unsere neue Veranstaltungsreihe „Mondays for Berufsfuture“ unterstützt euch bei der Berufsorientierung. Jeden Montag stellen euch Auszubildende aus verschiedenen Bereichen ihre Ausbildungsberufe und ihren Berufsalltag vor – und das online per Videocall. Dadurch bekommt ihr einen authentischen Einblick, was euch im Rahmen der jeweiligen Ausbildung erwartet. Im Vorfeld veröffentlichen wir auf unserer Homepage den aktuellen Terminplan mit den jeweiligen Berufen, über die ihr euch aus erster Hand informieren könnt. Ihr müsst dann nur noch auf den entsprechenden Link klicken und schon könnt ihr an der Online-Präsentation teilnehmen.

Mehr Infos unter www.karlsruhe.ihk.de/mondaysforberufsfuture

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Duales Studium erleichtert den Berufseinstieg

Duale Studiengänge, die Praxis und Studium miteinander verbinden, erleichtern den Berufseinstieg nach dem Studium. Die Beschäftigungswahrscheinlichkeit liegt in den ersten Jahren nach einem Dualen Studium vier Prozentpunkte höher als nach einem Universitätsstudium. Im weiteren Erwerbsverlauf verschwindet dieser Beschäftigungsvorteil aber. Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Duale Studiengänge verbinden Theorie und Praxis, indem während des Studiums zugleich eine Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf absolviert wird oder Praxisphasen in Unternehmen in einem weit größeren Umfang als bei klassischen Studiengängen in der Studienordnung verankert sind.

Rund vier Prozent aller Studierenden absolvieren ein duales Studium. Die Zahl dual Studierender stieg in den letzten 15 Jahren von 40.000 auf mehr als 100.000. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich die Zahl der Kooperationsunternehmen von weniger als 20.000 auf rund 50.000.

Dual Studierende sind zumeist an Berufsakademien, dualen Hochschulen und Fachhochschulen eingeschrieben. In dualen Studiengängen gibt es im Vergleich zu Universitäten einen höheren Männeranteil und weniger Studierende mit ausländischer Staatsangehörigkeit.

Absolventen eines dualen Studiums arbeiten oft in den Bereichen Geschäftsadministration, Geschäftsleitung und Ingenieurswesen.

Laut der IAB-Studie verdienen Absolventen eines dualen Studiums im Durchschnitt ähnlich wie Fachhochschulabsolventen und damit weniger als Absolventen eines universitären Studiums.

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So klappt es auf der Ausbildungsmesse:

Eine von vielen Möglichkeiten, mehr über einen angestrebten Beruf oder Studiengang zu erfahren, einen Ausbildungsbetrieb oder eine Universität zu finden oder näher kennen zu lernen, sind Ausbildungsmessen und Tage der offenen Tür.

Wie finde ich die richtige Messe für mich?

Diese Messen gibt es zwischenzeitlich wie Sand am Meer – große und kleine, regionale und bundesweite, allgemein gehaltene und sehr spezialisierte. Und es ist gar nicht so schwer, Messetermine und -orte in Erfahrung zu bringen. Zwar spuckt Google auf der Suche nach „Ausbildungsmesse Frankfurt 2020“ über 18.000 Treffer aus, aber eine erste Durchsicht trennt doch recht schnell die Spreu vom Weizen. Wenn die Veranstalter nicht sowieso die Werbetrommel in den örtlichen Schüler-, Jugend- oder Stadtmagazinen rühren, haben sie in der Regel eine eigene Website. Seit Jahren eingeführte Messen sind so schnell mit Ort und Termin ausfindig gemacht. Da die Messe ja irgendwo stattfinden muss, sind auch die Internetangebote der nächstgelegenen Messegesellschaft eine gute Hilfe – dort sind alle wichtigen Veranstaltungen hinterlegt. Aussteller auf diesen Messen sind in der Regel Unternehmen – die Industrie- und Handelskammer, der entsprechende Verband oder die Innung weiß mehr. Einfach einmal anrufen. Unter www.arbeitsagentur.de kann, getrennt nach Zielgruppe, Veranstaltung und Region in einer Menge von Informationsveranstaltungen unterschiedlichster Machart recherchiert werden.

Wie unterscheiden sich die Messen?

Neben der Regionalität und damit dem Einzugsgebiet der ausstellenden Unternehmen ist die Zielgruppe das wichtigste Unterscheidungskriterium. Auf überregionalen Messen ohne Schwerpunkt sind Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet vertreten, im Schul- und Universitätssektor häufig sogar aus aller Welt. Auf einer derartigen Veranstaltung wird der lokal tätige Handwerksbetrieb in der Regel nicht anzutreffen sein – die Big Player von Daimler über IBM bis BOSCH und Deutsche Bank sehr wohl. Hier lassen sich auch erste persönliche Kontakte zur Universität aus Mailand oder zur Management-Schule aus Boston knüpfen, ohne gleich eine halbe Weltreise anzutreten. Am anderen Ende der Bandbreite finden sich regionale oder sogar lokale Veranstaltungen, die oft über die örtliche IHK oder sogar einen Zusammenschluss des ansässigen Handwerks oder Handels organisiert werden. Die Universität von Harvard werden Sie dort vergeblich suchen; für den direkten Kontakt zum Handwerksmeister, dem Ausbildungsleiter eines Mittelständlers oder der Filialleiterin einer Handelskette sind Sie auf einer derartigen Messe aber genau richtig! Noch spezialisierter sind Informationsveranstaltungen oder z. B. Tage der offenen Tür, die einzelne Unternehmen oder Universitäten recht häufig anbieten. Wenn so etwas nicht in der örtlichen Presse steht, wissen die Pressestellen oder Studienberatungen (Auskunft!), ob und wann so etwas angeboten wird. Hier beschränkt sich die Information natürlich auf den einen Aussteller – auf der anderen Seite kann man komprimiert einen recht guten Einblick bekommen und das Gespräch mit mehreren Personen suchen.

Wie hole ich das Beste für mich heraus?

Vor der Messe:

Informieren Sie sich vorher über die ausstellenden Unternehmen oder Institute, die Sie interessieren! Auf den Websites ist häufig eine Liste der Aussteller zu finden; in der Regel mit Link direkt zur Unternehmenswebsite. Machen Sie sich eine Liste mit den Fragen, die Sie interessieren. So stellen Sie zum einen sicher, dass Sie im Gespräch auf dem Messestand nichts Wichtiges vergessen. Zum anderen signalisieren Sie Ihrem Gesprächspartner, dass ein echtes Interesse vorliegt – das können Ihre ersten Pluspunkte im Kampf um einen begehrten Ausbildungs- oder Studienplatz sein!

Auf der Messe:

Versuchen Sie gar nicht erst, alle Messestände zu besuchen, jeden Vortrag anzuhören und an jeder Informationsveranstaltung teilzunehmen – Sie werden es nicht schaffen! Machen Sie sich einen Plan oder eine kleine Liste und sortieren Sie nach Prioritäten – was nicht ganz oben auf der Liste steht, kann und muss warten.

Planen Sie ausreichend Zeit ein: Zum einen kann man sich im Messetrubel schnell „versabbeln“ – dann hilft es Ihnen nicht, wenn Sie 15 Minuten später am anderen Hallenende sein wollten. Unterschätzen Sie die Wege nicht – eine rappelvolle Messehalle durchqueren Sie nicht so schnell wie ein leeres Einkaufszentrum.

Viele Aussteller sind auf diesen Messen mit Gleichaltrigen vertreten – junge Menschen, die gerade mitten in der Ausbildung oder dem Studium stecken, das Sie interessiert. Hier bekommen Sie Informationen aus erster Hand; noch dazu aus dem Blickwinkel eines gleichaltrigen „Betroffenen“! Natürlich sind die „gebrieft“, also auf Fragen vorbereitet und bestimmt nicht gerade in eine Auseinandersetzung mit ihrer Firma vor dem Arbeitsgericht verwickelt. Trotzdem wird Sie natürlich niemand anlügen – also fragen Sie!

Und: Stecken Sie nicht an jedem Stand jeden Prospekt und Flyer ein. Erstens müssen Sie das den Rest des Tages mit sich herumtragen. Zweitens werden Sie einen Großteil davon niemals lesen. Und drittens kosten Herstellung und Druck der aufwändigen Broschüren richtig Geld – da ist es doch ärgerlich, wenn die Mehrzahl davon bereits auf dem Rückweg zur Bahn oder zum Messeparkplatz entsorgt wird, oder?

Nach der Messe:

Sortieren Sie Ihre Unterlagen. Wenn Sie auf der Messe etwa zugesagt haben, Zeugnisse zu schicken, dann tun Sie das innerhalb der nächsten 2 bis 3 Tage. Das Standpersonal hat sich auf jeden Fall notiert, wie das Gespräch mit Ihnen gelaufen ist und wie es weitergehen soll(te) – wenn dann wochenlang nichts passiert, ist der ganze gute Eindruck schnell flöten.

Wie es nicht laufen sollte:

Auf die blinde Prospektsammelwut haben wir schon hingewiesen. Ähnlich verhält es sich mit den Werbegeschenken, von Aufklebern über Gummibärchen bis zu Caps, Lanyards und T-Shirts – wer sich aufführt wie auf einem Basar oder den Messestand einer Bank stürmt wie den Ramschladen bei der Eröffnung des Sommerschlussverkaufs, wird kaum einen guten Eindruck hinterlassen. Kleine Kinder betteln nach Süßigkeiten – aber Sie wollen doch einen Job und keinen Kugelschreiber, oder?

Auch das Thema Vorbereitung haben wir erwähnt. Wenn es sich nicht um eine ausgewiesene Informationsveranstaltung z.B. der Agentur für Arbeit handelt, können Sie an einem Messestand keine umfassende Berufsberatung erwarten – Sie sollten also schon ungefähr wissen, wohin die Reise gehen soll. Und wenn Sie es noch nicht wissen: Stellen Sie möglichst konkrete Fragen – sonst werden Sie sich auch nach der Messe nicht zwischen Bank- und Versicherungskaufmann entscheiden können.

Ein Gespräch an einem Messestand ist (fast) immer auch eine erste kleine Bewerbung. Also lassen Sie die Freizeitkleidung zu Hause! Auch wenn nach der Messe das Heimspiel der Kickers ansteht, machen Sie im kompletten Ostkurvenornat keinen guten Eindruck. Und tiefhängende Baggy Pants, das coole Bushido T-Shirt und die Basecap qualifizieren Sie auch nicht als zukünftigen Bankkaufmann. Optimal gekleidet sind Sie mit einem Outfit, das Sie auch für ein Vorstellungsgespräch wählen würden.

Es kommt vor, dass ganze Klassen Ausbildungsmessen gemeinsam besuchen. Wenn Ihre Schule oder Ihr Lehrer Ihnen diese Gelegenheit bietet, dann nutzen Sie sie, so gut es geht. Oder bleiben Sie gleich zu Hause. Nichts nervt das Standpersonal mehr als Horden lärmender Jugendlicher, denen schon auf 100 Metern anzusehen ist, dass sie jetzt 1.000 andere Dinge lieber täten als den Tag auf dem Ausstellungsgelände zu verbringen – wenn Sie kein Interesse haben, ersparen Sie den Fachleuten der Unternehmen (und sich selbst) diesen Stress.

Eine kostenlose Checkliste für den Messebesuch als PDF gibt es hier.

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Ein Ausbildungsplatz über Facebook?

Klar, ein Facebook-Profil hat eigentlich jeder – als Privatvergnügen. Man postet Fotos der letzten Party, lädt zur nächsten ein, teilt Musik oder skurrile Fundstücke aus dem Internet,  tritt interessanten Gruppen bei und sammelt Freunde rund um die Welt. So weit, so gut. In letzter Zeit spielen soziale Netzwerke wie Facebook aber auch eine immer größere Rolle bei der Jobsuche. Wer bereits im Berufsleben steht und sich verändern möchte, tut sich dabei relativ leicht – schließlich steht bereits eine Branche fest, in der man entweder Erfahrungen und ggfls. auch Kontakte hat, oder in der man einen neuen Arbeitgeber sucht. Und über diese Kontakte erfährt man dann von vakanten Stellen, die vielleicht noch nicht einmal ausgeschrieben sind. Außerdem sind immer mehr Unternehmen mit einem eigenen Profil auf Facebook vertreten. Aber ist das auch etwas für die Suche nach einem Ausbildungs- oder Studienplatz? Wir sprachen mit Andrea Rettig, Jobcoach beim Institut für Berufliche Bildung (IBB) und leitende Koordinatorin des Vermittlungscampus Rostock.

„Frau Rettig, was bringt Social Media bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz?“

„Zuerst muss man einmal die unterschiedlichsten Angebote unterscheiden. In den eindeutig beruflich ausgerichteten Netzwerken wie XING, Experteer oder Linkedin sind ja die wenigsten Jugendlichen Mitglied; wir reden also erst einmal von Facebook.“

„Wie fange ich an?“

„Zuerst sollte man sich die Frage stellen, was man überhaupt erreichen will. Mit ein paar Klicks zum Ausbildungs- oder Studienplatz funktioniert nämlich nicht. Man kann Informationen über Unternehmen oder Universitäten sammeln, Kontakte zu Mitarbeitern, Azubis bzw. Studenten oder zum Unternehmen selbst herstellen. Das wird aber nie zu einer direkten Bewerbung führen.“

„Ok, ein Profil haben die meisten ja längst…“

„…aber das ist in der Regel nicht oder kaum zu gebrauchen. Es fängt mit den Namen an: Phantasienamen gehen gar nicht. Es geht mit dem Inhalt weiter: Wollen Sie wirklich, dass eine Personalabteilung sieht, was Sie so posten, liken und teilen? Und schließlich: Was Sie als zukünftigen Mitarbeiter interessant macht, steht in vielen privaten Profilen gar nicht drin.“

„Was sollte ich also tun?“

„Ein neues Profil anlegen – strikt getrennt vom privaten Profil! Also nicht alle Freunde kopieren und den gleichen Gruppen beitreten. Ganz wichtig: alle Einstellungen prüfen und Angaben, die ein Arbeitgeber nicht sehen soll, auf „privat“ setzen – nur dann wissen Sie gesichert, wer was sieht. Dann sollte man Interessen und Hobbies angeben, die für den angestrebten Beruf von Relevanz sind und das Profil interessant machen. Der Musikgeschmack hat hier nichts verloren. Die Schullaufbahn gehört auf jeden Fall hinein. Dazu handwerkliche Fähigkeiten, Fremdsprachen, Ehrenämter in Vereinen und soziale Engagements – Informationen und Angaben, die auch einen Lebenslauf in einer Bewerbungsmappe interessant machen. Und dann füllen Sie Ihr Profil mit Leben – das eine oder andere Posting mit Bezug zu den Hobbies oder anderen Aktivitäten sollte schon sein.“

„Mein neues Profil steht – war es das?“

„Nein, jetzt geht die Arbeit eigentlich erst los! Wichtig ist, dass man sich Zeit für die Pflege seines Netzwerks nimmt. Es geht nicht darum, täglich einen neuen Eintrag zu verfassen, aber alle 4 Wochen sollte schon etwas auf der Seite passieren. Denn nichts ist so abschreckend wie eine elektronische „Karteileiche“.

Außerdem muss man natürlich auch selbst aktiv werden – also suchen! Nach interessanten anderen Profilen, nach Gruppen (Jobs + „Ort“) und nach Personen wie Studenten einer bestimmten Universität oder Fakultät, nach Azubis oder Mitarbeitern eines Unternehmens, das mich interessiert. Ganz wichtig: Bevor man einer Gruppe beitritt, sollte man prüfen, ob diese Gruppe „offiziell“ ist. Jeder kann auf Facebook eine Gruppe „Medizinstudenten Uni Musterdorf“ gründen – auch wer gar nicht Medizin studiert. Schauen Sie, ob die Mitglieder der Gruppe aktiv sind! Lädt der letzte Eintrag zum Grillfest der Azubis des Jahrgangs 2010 ein, bringt das wenig. Und checken Sie die Relevanz: Die Gruppe „Uni-Parties Musterdorf“ ist für das Nachtleben hilfreich; Informationen zur Immatrikulation bekommen Sie dort natürlich nicht. Wenn alles passt: Treten Sie bei. Und werden Sie aktiv: Wer sein Interesse an einer Ausbildung oder einem Studium in der richtigen Gruppe postet, bekommt Informationen aus erster Hand! Damit hat man zwar noch keinen Vertrag in der Hand, aber vielleicht die entscheidende Information, um die eigene Bewerbung richtig interessant zu gestalten.“

„Und wo kommen dann die neuen Freunde her?“

„Grundsätzlich gilt: Es kommt nicht auf die Menge an, also prüfen Sie sorgfältig, welche Freundschaftsanfragen Sie annehmen. Wer in den richtigen Gruppen aktiv ist oder sich als Mitarbeiter eines Unternehmens oder Student einer Universität zu erkennen gibt, ist eher ein Kandidat für eine Anfrage als ein anonymes Profil.

„Wie lautet Ihr Fazit?“

„Die eigenen Erwartungen sollten nicht zu hoch angesetzt werden: Über ein Online-Netzwerk wird man nicht von heute auf morgen einen Ausbildungsplatz oder einen Job bekommen. Trotzdem lohnt sich der Einsatz im Internet: Bereits heute wird jede zehnte Stelle mit Hilfe sozialer Netzwerke besetzt – und der Trend geht weiter in diese Richtung.“

„Frau Rettig, vielen Dank für das Gespräch.“

Informationen zu den Weiterbildungsangeboten des IBB gibt es unter Tel.: 040 / 637 953 1350, E-Mail: kursinfo@ibb.com und im Internet unter www.ibb.com

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www.wo-ist-mein-ausbildungsplatz.de? – Die Suche im Internet

Das Thema Stellen(anzeigen), Jobsuche, Aus- und Weiterbildung ist einer der größten Bereiche im Internet. Entsprechend groß ist das Angebot zu nahezu jedem Problem. In den letzten Jahren haben sich im www einige marktbeherrschende Jobbörsen durchgesetzt, die eine echte Hilfe sind.

Die wesentlichen Vorteile dieser großen Börsen: Die schiere Menge an Angeboten kann keine noch so große Tageszeitung bieten. In der Regel ist eine Auswahl nach Branche oder sogar Beruf, Ort, Art der Tätigkeit bzw. Ausbildung und weiteren Kriterien möglich. Dies ermöglicht eine maßgeschneiderte Suche. Aber suchen Sie erst mal eher grob, wer gleich eine Ausbildung zum Hubschrauberpilot auf der Insel Rügen sucht, wird eventuell nicht fündig. Viele Inserate verfügen über einen direkten Link zur Homepage des jeweiligen Unternehmens – so können Sie sich gleich einen ersten Eindruck verschaffen. Außerdem werden die großen Börsen regelmäßig gepflegt – die Angebote sind also aktuell.

Einige Börsen bieten außerdem die Möglichkeit, ein persönliches Suchprofil anzulegen. Sie bekommen dann per Email alle auf Ihre Anforderungen zutreffenden neuen Angebote; bequemer und schneller geht es nicht! Aber auch hier gilt: Fassen Sie Ihr Raster nicht zu eng; lieber täglich zehn Angebote durchsehen und neun nicht wirklich passende löschen als jeden Tag eine eigentlich auch attraktive Alternative zu verpassen! Außerdem haben die großen Börsen eine Vielzahl von interessanten Artikeln, Hinweisen und Tipps auf ihren Seiten – unter Stichworten wie „Karriere-Journal“, „Karriere-Tipps“ oder auch „Für Bewerber“ finden sich häufig Informationen zu nahezu jedem Thema, dass die Jobsuche, Bewerbung und manchmal sogar das Vorstellungsgespräch betrifft.

Neben den allgemeinen Börsen gibt es jede Menge auf Ausbildung, Studium, bestimmte Industriezweige sogar bestimmte Berufe spezialisierte Seiten im Netz. Hier helfen Suchmaschinen – eine kombinierte Suche nach Stichworten wie „Ausbildung“ und „Verkäufer“ und z. B. „Reutlingen“ führt zu entsprechenden Übersichten oder sogar direkt zu passenden Ausbildungsplätzen. Eine gute Möglichkeit der Suche bieten auch Verzeichnisse wie www.branchen-info.net oder www.gelbeseiten.de

Achtung: „Trittbrettfahrer“!

Leider kommen ständige neue Anbieter hinzu, die die Idee einer Börse „verwässern“: Statt die im Original auf der eigenen Website von den suchenden Unternehmen eingestellten Angebote auszuweisen, suchen diese Metabörsen automatisiert durch Programme wie „Crawler“ oder „Spyder“ andere Websites im Internet nach Inseraten ab – mal besser, mal schlechter. Vermeintlicher Vorteil: Die Auswahl an Stellen ist natürlich auf den ersten Blick viel größer. Und man spart sich selbst die Suche auf unterschiedlichen Plattformen.

Nachteile der Metabörsen:

Links auf Stellenanzeigen oder direkt auf die Karriereportale der Unternehmen sind oft veraltet oder funktionieren gar nicht (immer mehr Stellenportale schützen sich durch technische Maßnahmen gegen diese automatisierten Suchen). Die Suche ist nicht intelligent – wo immer in einer Stellenanzeige das Wort „Ausbildung“ auftaucht, wird ein Treffer angezeigt. Und im dümmsten Fall bewirbt man sich mit Bezug auf eine Börse, auf der das ausbildende Unternehmen gar keine Stellenanzeige geschaltet hat.

Generell empfehlenswert sind die Internet-angebote von Kammern und Verbänden wie den Industrie- und Handelskammern – einige Links finden Sie rechts. Diese Angebote sind immer vertrauenswürdig und in der Regel auch aktuell, da sie in der Regel von den Firmen gepflegt werden, die die freien Stellen anbieten. Dazu kommt, dass immer mehr Ausbildungsplatzbörsen auf diesen Seiten angeboten werden – häufig mit kompletten Kontaktadressen und fast immer mit einem Link auf das jeweilige Unternehmen. Also: einfach einmal „Verband Chemische Industrie“ oder „Ausbildung Handwerk Hessen“ googeln – mit wenigen Klicks landen Sie auf einer Datenbank mit Ausbildungsplätzen; selektierbar nach Berufen oder Bundesländern.

Achtung: Gute Seiten, schlechte Seiten…

Natürlich finden sich unter all den Angeboten im wäwäwä auch eine ganze Menge schwarzer Schafe im Netz. Generell sollten Sie sich bei allen Angeboten, bei denen Sie unsicher sind, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ansehen. Die sind häufig ganz unten und ganz klein auf der Seite versteckt, extrem klein gedruckt und ziemlich lang(weilig).
Sind diese AGB versteckt oder gar nicht vorhanden: Finger weg von der Seite! Wichtig außerdem: Von wem kommt die Seite eigentlich? Unter „Impressum“, „Kontakt“, manchmal auch „Über uns“ sollte klar erkenntlich sein, wer das Angebot ins Netz gestellt hat. Verbände, Behörden, große Unternehmen oder z.B. Medien wie SPIEGEL oder Süddeutsche Zeitung sind einfach vertrauenswürdiger als andere Quellen. Können Sie nicht zweifelsfrei erkennen, wer der Absender der Seite ist oder kommt Ihnen etwas dubios vor: Finger weg!

Generell gilt:

Nur die Angaben machen, die auch notwendig sind – freie Lehrstellen können auch ohne Speicherung Ihrer Handynummer gesucht werden. Die Emailadresse sollten Sie nur angeben, wenn klar ist, was Sie per Email bekommen. Wo Sie wohnen und wie alt Sie sind, ist unwichtig, wenn Sie nicht ausdrücklich etwas kostenpflichtig bestellt haben, was per Post verschickt wird. Ihre Kontoverbindung sollten Sie überhaupt nicht angeben – seriöse Angebote sind entweder kostenlos oder Sie bekommen die Möglichkeit, per Überweisung oder z.B. Paypal zu zahlen.

Auch wichtig: Die Aktualität spielt gerade bei Stellenanzeigen eine große Rolle! Ist nicht klar erkennbar, von wann die vermeintlich freien Ausbildungsplätze eigentlich sind, gilt ebenfalls: Finger weg!

Wir haben Seiten gefunden, auf denen zum Beispiel so genannte Lehrstellenprofile bereits um 24:00 Uhr des Tages der Anmeldung automatisch zu einem 24monatigen Abo für insgesamt 168,– € führten. Diese Informationen gibt es besser und umsonst auf der Seite der Agentur für Arbeit (www.arbeitsagentur.de).

Wir halten auch nichts davon, sich per kostenpflichtiger SMS über freie Lehrstellen informieren zu lassen, zumal wenn nicht ersichtlich wird, wie aktuell die Angebote eigentlich sind. Und eine Bewerbung per SMS gewinnt auch keinen Preis…

Auch der kostenpflichtige Download so genannter elektronischer Bewerbungsmappen und Musteranschreiben hat uns nicht überzeugt. Zum einen sind die Preise für eine Handvoll Musterbriefe und Formatvorlagen recht happig, zum anderen sollte eine Bewerbung ja gerade durch eine individuelle Gestaltung überzeugen und nicht wie eine unpersönliche Massensendung aussehen.
Der ebenfalls im Netz angebotene Scanservice, also das Scannen bzw. Digitalisieren von Vorlagen wie Zeugnissen oder Fotos für elektronische Bewerbungen ist teuer – besser und günstiger bekommen Sie das in der Regel z.B. im CopyShop oder manchen Fotostudios vor Ort. Und richtig ärgerlich wird es, wenn Angebote dieser Art eine (unkündbare) Vertragslaufzeit von 12 oder sogar 24 Monaten haben bzw. sich automatisch verlängern.

Links zum Thema finden Sie hier.

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