Kategorien-Archiv Top10

Die Bewerbungsmappe – Der erste Eindruck zählt

Leider ist es heutzutage keine Seltenheit, dass auf einen ausgeschriebenen Ausbildungsplatz Hunderte, bei großen Firmen sogar tausend oder mehr Bewerbungen eintreffen. Die Bewerbungsunterlagen, egal ob „klassisch“ schriftlich oder elektronisch, werden so zum Schlüsselfaktor jeder erfolgreichen (oder auch erfolglosen) Bewerbung. Denn der erste Eindruck, den Ihre Bewerbung macht, ist nicht mehr zu korrigieren. Zunächst gilt es also, eine ganze Menge formaler Anforderungen zu erfüllen bzw. handwerkliche Fehler zu vermeiden.

Die Optik

Alle Unterlagen gehören in eine Bewerbungsmappe. Es versteht sich von selbst, dass diese Mappe sauber und ohne Eselsohren oder Flecken ist und nur in absoluten Ausnahmefällen ein zweites Mal verwendet wird. Ob Kunststoff oder Karton ist eigentlich egal, auf die Farbe kommt es auch nicht an, allerdings verschmutzen helle Mappen schneller als dunkle und gedeckte Farben wirken seriöser als ein schreiendes Pink. Anschreiben und Lebenslauf werden natürlich auf dem PC (oder notfalls der Schreibmaschine) geschrieben und auf weißem, unliniertem Papier besserer Qualität (mindestens 80 gr/qm, im Bürofachhandel weiß man Bescheid) sauber ausgedruckt. Kopien von Zeugnissen u.a. sollten ebenfalls von guter Qualität sein, kontrastreich und gut lesbar, aber ohne dunkle Schatten, Ränder oder Schlieren. Verwenden Sie unbedingt eine spezielle Bewerbungsmappe – gelochte Unterlagen in einem Schnellhefter fallen durch.

Selbst erstellte Unterlagen wie Anschreiben und Lebenslauf sollten einheitlich gestaltet sein. Linker und rechter Rand je 3 cm, oben und unten je 4 cm sind ein guter Anhalt. Auf dem PC sind jede Menge Schriften – lassen Sie die Finger davon. Die Schrift muss seriös aussehen und gut lesbar sein – mit einer „Arial“ oder „Times New Roman“ sind Sie im grünen Bereich. 11 oder 12 Punkt sind gut lesbare Schriftgrößen, mit der Sie noch genug Informationen auf einer DIN A 4-Seite unterbringen. Bleiben Sie auf jeden Fall bei einer Schriftart und -größe. Wenn Sie etwas betonen oder herausheben wollen, unterstreichen Sie diese Punkte – Finger weg von „fett“, „kursiv“ oder sogar beidem! Viele Textverarbeitungsprogramme wie Word bieten inzwischen auch Gestaltungsmöglichkeiten wie Blocksatz oder zentrierter Satz – das hat in einer Bewerbung nichts verloren. Schreiben Sie normal linksbündig, wie es auch mit einer Schreibmaschine möglich wäre – Sie gestalten schließlich kein Buch und keine Zeitschrift. Und die Schrift ist grundsätzlich schwarz – auch wenn Sie einen Farbdrucker besitzen.

Der Inhalt

„Bitte schicken Sie Ihre vollständigen Unterlagen unter Angabe der Kennziffer an Herrn Müller, Personalabteilung“ – so oder so ähnlich steht es in den meisten Anzeigen. In Ihre Bewerbungsmappe gehören (mindestens) in folgender Reihenfolge.

Bescheinigungen oder Zertifikate über ergänzende Qualifikationen oder besondere, für die Ausbildung relevante Fähigkeiten gehören nur in die Mappe, wenn sie einen Bezug zur Bewerbung haben – Führerscheine, das Freischwimmerabzeichen oder das Surf-Diplom haben darin nichts verloren. In die Mappe gehören also:

  • Anschreiben
  • Deckblatt mit Foto
  • Lebenslauf
  • Kopie des letzten Schulzeugnisses bzw. der letzten Schulzeugnisse
  • eventuell Bescheinigungen von Kursen und Praktika

Arbeitsproben machen in der Regel bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz keinen Sinn. Und: Originale gehören niemals in die Mappe; verwenden Sie immer Kopien!

Formales

Tippfehler, Korrekturen, Rechtschreib- oder Zeichensatzfehler bringen Ihnen bereits die ersten Minuspunkte! Ihr Absender sollte komplett sein – dazu gehört auch eine Telefonnummer für Rückfragen. Eine Festnetznummer macht immer noch einen seriöseren Eindruck, als nur eine Handynummer anzugeben. Und auch an Ihre eMail-Adresse sollten Sie ein paar Gedanken verschwenden (mehr dazu im Abschnitt „Die elektronische Bewerbung“). Eine falsche oder unvollständige Firmenadresse, Firmierung (GmbH? AG? GmbH & Co. KG?) oder ein fehlender oder falsch geschriebener Ansprechpartner in der Adresse haben schon unzählige Bewerbungsmappen direkt in den Papierkorb gespült – informieren Sie sich im Internet, in Telefonbüchern, fragen Sie telefonisch oder persönlich nach und lassen Sie sich Namen zur Sicherheit buchstabieren. Bekommen Sie gar keinen Ansprechpartner heraus, nehmen Sie, vor allem bei großen Unternehmen, den Zusatz „Personalabteilung“ in der Adresse auf – dann landet Ihre Mappe zumindest nicht beim Fuhrparkleiter oder in der Einkaufsabteilung. Und natürlich verschicken Sie Ihre Unterlagen in einem stabilen Umschlag (mit Papprücken) und ausreichend frankiert (im Zweifel selbst zur Post bringen und wiegen lassen). Den Absender auf dem Umschlag nicht vergessen!

Das Anschreiben

In die Betreffzeile gehört die Kennziffer, das Zeichen oder was auch immer die Firma in der Anzeige (oder Online) angegeben hat. Entweder, um einfach die Zuordnung der Bewerbung in einem großen Betrieb mit vielen offenen Stellen zu erleichtern oder um die Resonanz einer Anzeige in mehreren Zeitungen zu überprüfen. Dazu der Hinweis „Bewerbung um einen Ausbildungsplatz zum …“. Bei Anzeigen ohne Kennziffer geben Sie im Betreff an, wo und wann Sie die Anzeige gelesen haben („Ihre Anzeige in JOB & CHANCEN Frühjahr 2016“). Als Anrede gibt es eigentlich keine Alternative zu „Sehr geehrter Herr…“ bzw. „Sehr geehrte Frau…“. Nur wenn Sie keinen direkten Ansprechpartner in Erfahrung bringen konnten, muss eben „Sehr geehrte Damen und Herren“ genügen.

Was dann folgt, ist im wahrsten Sinne des Wortes, Ihre BEWERBUNG. Also werben Sie für sich! Beginnen Sie mit „Ich bewerbe mich um…“ – nicht „Ich möchte / könnte / würde mich gern bewerben…“ (mehr dazu weiter unten). Erklären Sie, warum gerade diese Anzeige Sie angesprochen hat, warum gerade dieser Ausbildungsberuf Sie besonders interessiert, warum Sie Ihr Berufsleben ausgerechnet bei diesem Betrieb beginnen möchten. Dazu sollten Sie natürlich möglichst viel über das Unternehmen und seine Produkte oder Angebote ­wissen. Also: Freunde, Bekannte, Verwandte, Lehrer ausfragen, im Verein umhören, im Internet surfen… machen Sie sich schlau. Sie müssen im Anschreiben klarmachen, warum Sie die genau passenden Interessen, Fähigkeiten und die Begeisterung bieten, die Sie von möglichst allen anderen Wettbewerbern um diese Stelle unterscheidet. Beenden Sie Ihr Anschreiben mit einer positiven Aussage – „Über ein persönliches Gespräch mit Ihnen würde ich mich sehr freuen.“ ist freundlich und aktiv formuliert und macht klar, dass Sie von sich und Ihren Fähigkeiten überzeugt sind und hoffen, dass es weitergeht. Übrigens: Auch wenn ein Unternehmen vielleicht zwei oder mehr Ausbildungsberufe anbietet, für die Sie sich interessieren – Sie bewerben sich um eine Stelle. Notfalls müssen Sie für eine Alternative eben eine zweite Bewerbungsmappe schicken.

Unter die Grußformel („Mit freundlichem Gruß / Mit freundlichen Grüßen“; nicht: „Hochachtungsvoll“) gehört dann noch Ihre Unterschrift – nicht abgekürzt, nicht übertrieben dynamisch oder künstlerisch (Sie unterschreiben einen Brief und signieren kein Gemälde!). Verwenden Sie einen blauen oder schwarzen Stift (am besten einen Füller) – rot nutzen Buchhalter für die bekannten roten Zahlen. Und das Datum ist natürlich aktuell – spätestens am nächsten Tag werden die Unterlagen abgeschickt. Aber lassen Sie vorher noch jemand kritisch Korrektur lesen – vier Augen sehen mehr als zwei! Und machen Sie sich einen Satz Kopien der gesamten Unterlagen – damit Sie später noch wissen, wo Sie sich wie beworben haben.

Ehrlich währt am längsten

Klar, Sie befinden sich in einer Konkurrenzsituation. Sie stehen unter Druck. Und Sie wollen alles richtig machen. Aber für die schriftliche Bewerbung gelten die gleichen Grundsätze wie später im Vorstellungsgespräch: Bleiben Sie ehrlich! Natürlich ist die Versuchung groß, die eigenen Fähigkeiten oder Kenntnisse etwas „aufzuhübschen“. Das kommt früher oder später ans Tageslicht – gehen Sie einfach davon aus, dass alle Ihre Angaben überprüft werden, bevor Sie einen Vertrag bekommen. Bleiben Sie authentisch! Es hilft Ihnen nicht, wenn Sie sich in Ihrer Bewerbung in den leuchtendsten Farben als (zukünftigen) besten Verkäufer der Welt darstellen und sich tatsächlich in Gegenwart fremder Menschen eher unwohl fühlen. Suchen Sie in Ihrem „Profil“ (das Sie ja hoffentlich erstellt haben) nach anderen Fähigkeiten, die Sie anführen können.

Seien Sie relevant! Wenn Hobbies, Interessen und Fähigkeiten absolut nichts mit der angestrebten Ausbildung zu tun haben, dann haben Sie in Ihrer Bewerbung auch nichts zu suchen. Wer seine Freizeit mit der Playstation verbringt, sollte dies besser verschweigen. Seien Sie ­interessant! Was können Sie, was andere nicht können? Wie und wo heben Sie sich ab? Das können auch ­Aktivitäten sein, die auf den ersten Blick nichts mit Ihrer Ausbildung zu tun haben: Sie sind der Kassenwart oder haben eine andere Funktion in einem Verein übernommen? Klasse! Sie können mit Menschen umgehen, Sie können andere überzeugen (denn Sie wurden ja gewählt) und andere vertrauen Ihnen sogar ihr Geld an. Fast alle Engagements lassen sich entsprechend positiv „verpacken“ – egal ob im Verein, in der Kirche, in einer Partei, in der Nachbarschaftshilfe, bei der Freiwilligen Feuerwehr oder bei den Pfadfindern. All dies hebt Sie von den anderen Bewerbern ab. Sie waren für eine gewisse Zeit im Ausland (nicht 14 Tage am Ballermann!)? Prima, Sie haben Ihre Sprachkenntnisse vertieft und interessieren sich für andere Kulturen und Gesellschaften! Sie gehen gern in das Theater oder lesen gern? Auch ok – viele junge Menschen haben daran nämlich gar kein Interesse (mehr). Aber auf die Frage nach dem letzten Buch oder Theaterstück sollten Sie spätestens beim Vorstellungsgespräch vorbereitet sein.

In ist, wer drin ist?

Sie haben ein Profil in einem sozialen Netzwerk oder sogar eine eigene Website? Toll, Sie interessieren sich für das Internet und haben sicher gewisse technische Fähigkeiten, die andere nicht haben. Aber Achtung: SEHR kritisch prüfen, ob der neue Chef (und alle zukünftigen Kollegen und Kolleginnen) Ihr Profil oder Ihre Seite wirklich sehen sollen. Die echt witzigen und womöglich feuchtfröhlichen Fotos oder Videosequenzen der letzten Silvesterfeier können nämlich auch nach hinten losgehen. Dass man der größte Fan von Tokio Hotel ist, bringt einen zumindest nicht weiter; genau so wenig wie eine Seite, die sich ausschließlich um Perserkatzen dreht. Über den Lieblingssportverein kann man schon geteilter Meinung sein. Themen wie Politik oder auch Religion sind in diesem Zusammenhang schlicht tabu. Auf der anderen Seite können auf den ersten Blick rein private Hobbies auf der Website Sie auch entscheidend von anderen Bewerbern abheben: Wer z.B. Formel 1-Fan ist und dieses Thema behandelt, wird nicht nur bei BMW oder Mercedes, sondern auch bei jedem Zulieferer und sogar bei dem einen oder anderen großen Sponsor seinen oder ihren Startplatz im Rennen um einen Ausbildungsplatz deutlich verbessern.

So, jetzt müssen Sie Ihre Überlegungen nur noch kurz und knapp zu Papier bringen (kein Personalverantwortlicher liest gern Romane, wenn eine oder maximal zwei Seiten ausgereicht hätten):

  • Formulieren Sie aktiv und positiv.
  • Kurze Sätze sind besser als lange.
  • Strukturieren und gewichten Sie, was Sie aussagen wollen – und bringen Sie dann einen Gedanken nach dem anderen. Und ein neuer Gedanke, eine neue Aussage oder Information bedeutet auch ein neuer Absatz.
  • Vermeiden Sie den Konjunktiv (könnte / würde / dürfte / hätte).
  • Seien Sie selbstbewusst! Sie haben ja Fähigkeiten, Sie haben dem Unternehmen etwas zu bieten. Also bitten Sie (gedanklich) – aber betteln Sie nicht.

Und wenn Sie vor dem Verfassen Ihrer Bewerbung eine Minute Ihr Spiegelbild anlächeln, wird der ganze Stil Ihres Briefes gleich optimistischer und freundlicher (das funktioniert tatsächlich!).

Auffallen um jeden Preis?

Seien Sie sehr vorsichtig, was eine vermeintlich kreative Bewerbung angeht. Selbst in eher aufgeschlossenen Unternehmen wie Werbe- oder Eventagenturen reagieren die Personalverantwortlichen zurückhaltend auf Ihrer Meinung nach witzige Formulierungen, völlig überraschende Bewerbungsfotos oder die Idee, die gesamte Bewerbung auf eine Schiefertafel zu gravieren. Sie wollen vor allem über sich informieren, nicht unterhalten oder gar Irritationen auslösen. Eine strukturierte und fehlerfreie Bewerbungsmappe mit direktem Bezug zum Unternehmen bzw. der freien Stelle überzeugt auf jeden Fall mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit als der witzigste Einfall. Und eine schwache Mappe können Sie auch mit der ungewöhnlichsten Verpackung nicht ausgleichen – WERBEN Sie für sich, aber machen Sie keine REKLAME!

Eine Checkliste als PDF zum Download gibt es hier.

Keiner mag Sie? Der Absagen-Survival-Guide

Da haben Sie viel Zeit und Mühe in Ihre Bewerbungsunterlagen gesteckt, genau geprüft, ob das Unternehmen für Sie in Frage kommt, das Anschreiben ist natürlich exakt auf den angestrebten Ausbildungsplatz abgestimmt und dann das: Eine Absage – was nun?

Ganz wichtig: Kopf hoch! Eine oder mehrere Absagen sind heutzutage die Regel – aber das muss gar nicht an Ihnen liegen. Liest man sich die Absage nach dem ersten Frust genauer durch, fällt schnell auf, dass eigentlich nichts drinsteht. Ein paar Floskeln, gute Wünsche für das weitere Berufsleben und das war’s – nicht gerade hilfreich. Kann sich die Personal- oder Ausbildungsabteilung nicht etwas mehr Mühe geben? Eine individuelle Bewerbung verdient doch eine individuelle Absage, oder nicht? Grundsätzlich haben Sie Recht – aber das AAG steht dem im Weg. Das Allgemeine Gleichstellungsgesetz (AAG) trat 2006 in Kraft – als Gesetz gegen die Diskriminierung sollte es verhindern, dass Bewerber/Innen z.B. wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Religion oder Ihres Geschlechts oder Alters pauschal, also ohne weitergehende Beurteilung nicht berücksichtigt werden. Aus Angst, verklagt zu werden, nennen Unternehmen seitdem in der Regel überhaupt keine Gründe mehr für eine Absage. Die Chance, direkt aus Fehlern zu lernen, weil die Bewerbungsmappe vielleicht doch Mängel hatte oder die Qualifikation einfach nicht ausreicht, besteht also nicht mehr. Natürlich können Sie nach einer Absage schriftlich oder telefonisch nach den Gründen forschen – Erfolg werden Sie allerdings kaum haben. Ein Rechtsanspruch auf Offenlegung der Gründe für die Absage besteht übrigens auch nicht.

Und jetzt?

Also ab damit in die Mülltonne? Im Prinzip ja – aber: Schauen Sie sich Ihre Unterlagen noch einmal besonders kritisch an. Keine Fehler erkennbar? Überzeugendes Anschreiben? Vollständige und saubere Mappe mit vernünftigem Foto? Wurde Ihnen bereits vor einem persönlichen Vorstellungsgespräch abgesagt, bedeutet dies in der Regel: Entweder, Sie erfüllen die geforderte Qualifikation nicht – Schulabschluss, Prüfungsfächer, Noten usw. Oder das Unternehmen ist der Meinung, dass Sie einfach nicht „passen“. Klingt platt, ist aber enorm wichtig: Unternehmen suchen in der Regel nämlich nicht die besten Bewerber/Innen aus, sondern diejenigen, die (vermeintlich) am besten zum Unternehmen passen! Und das ist ein Riesenunterschied: Wer eine Absage bekommt, ist nämlich nicht automatisch schlechter, sondern nur anders als die Konkurrenz. Dazu kommt: In Personalabteilungen arbeiten auch nur Menschen. Natürlich ist der Auswahlprozess in der Regel strukturiert – trotzdem kommt es natürlich vor, dass eine Bewerbung „durch den Rost fällt“. Letztendlich ist die Auswahl immer auch subjektiv – niemand kann immer allen gefallen.

Häufen sich die Absagen, sollten Sie allerdings, z.B. mit Hilfe der Berufsberater der Arbeitsagentur, Ihren Berufswunsch prüfen – nur weil viele Freunde und Klassenkameraden die gleiche Ausbildung anstreben, muss das nicht auch für Sie die erste Wahl sein. Im Gegenteil: Wenn schon 5 Klassenkameraden in den gleichen Job drängen, was meinen Sie, wie groß die Konkurrenz insgesamt ist?

Nicht viel anders verhält es sich, wenn Ihnen erst nach einem Vorstellungsgespräch oder einem Assessment-Center abgesagt wird: Entweder, andere Bewerber waren einfach besser – das passiert im Leben und lässt sich nicht ändern. Viel wahrscheinlicher: Andere Bewerber haben besser oder anders überzeugt. Auch hier gilt: Damit müssen Sie leben. Aber Sie müssen nicht resignieren – eine Absage sagt nichts über Sie als Person, Ihren Charakter, Ihre menschlichen Stärken und Schwächen aus. Auch die Gründe für eine Absage nach dem Vorstellungsgespräch wird man Ihnen nicht mitteilen. Versuchen Sie, sich noch einmal genau an das Gespräch zu erinnern: Wie war die Atmosphäre insgesamt? Waren Ihnen der oder die Gesprächspartner sofort sympathisch oder nicht? Waren Ihnen bestimmte Fragen unangenehm oder wurden sie überrascht und hatten nicht gleich eine Antwort parat? Das können Indikatoren für die Absage sein – müssen es aber nicht.

Rückt der traditionelle Ausbildungsbeginn August/September mit Riesenschritten näher und Sie haben zwar einen ganzen Stapel Absagen, aber nicht einen einzigen Termin für eine persönliche Vorstellung in Aussicht, hilft nur eines: Blick nach vorn! Jetzt ist es spätestens Zeit, sich zügig Gedanken über eine Alternative zu machen – Stichwort Freiwilliges Soziale Jahr, Stichwort Praktikum, Stichwort Berufsvorbereitendes Jahr, Stichwort Auslandsaufenthalt, Stichwort Einstiegsqualifizierung. Auch hier helfen die Berater der Agentur für Arbeit. Denn ein „vergammeltes“ Jahr im Lebenslauf verbessert Ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz im nächsten Jahr auf keinen Fall. Achtung: Das „Jobben“ in der Kneipe, im Getränkemarkt oder wo auch immer bringt zwar Geld in die Kasse, kann aber im Vergleich mit den o.a. Alternativen nur die schlechtere Wahl sein – damit überzeugen Sie nämlich keinen Personaler bei der Bewerbung im nächsten Jahr. Noch schlechter ist nur, gar nichts zu tun.

Der Absagen-Survival-Guide:

  • Absagen sind das Normalste der Welt – suchen Sie in Ihrem Umfeld mal jemand, der noch keine Absage bekommen hat.
  • Absagen sind nicht persönlich gemeint- ein kurzer Blick in Ihre Mappe reicht manchmal schon. Das ist unfair, aber nicht zu ändern.
  • Absagen sagen nichts über Ihre Person aus – schließlich kennt das Unternehmen Sie ja gar nicht.
  • Absagen sagen nicht immer etwas über Ihre Qualifikation aus – Unternehmen suchen die am besten Passenden, nicht die besten Bewerber.
  • Selbstkritik hilft: Passt mein Berufswunsch? Waren die Bewerbung und das Vorstellungsgespräch wirklich überzeugend?
  • Selbstzweifel sind aber nicht angebracht – kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken!
  • Wenn die Absagen sich häufen: Rechtzeitig Alternativen prüfen – ein Jahr lässt sich auch ohne Ausbildung sinnvoll oder weniger sinnvoll nutzen.

Kleiner Tipp fürs Ego:

Ist das wirklich die Firma, in der Sie unbedingt arbeiten wollen? Immerhin haben die Ihnen abgesagt. Ohne überhaupt zu wissen, was Ihnen jetzt entgeht…

Die wichtigsten Versicherungen zum Start

Laborant/shutterstock.com

Im internationalen Vergleich sind die Deutschen (auch) beim ­Thema Versicherungen Spitze: Knapp 2.800 € zahlt jeder Haushalt durchschnittlich an Prämien im Jahr – Tendenz steigend. Richtig versichert ist allerdings nur eine Minderheit – die große Mehrheit ist über-, unter- oder schlicht falsch versichert.

Spätestens mit dem Beginn der Ausbildung gerät der hoffnungsvolle Berufs- oder Studienanfänger ins Visier der Versicherer. Zur Klarstellung vorab: Versicherungen sind wichtig und im Fall des Falles (über)lebensnotwendig. Aber jeder Vertreter kann nur so gut beraten, wie er über Ihren Bedarf informiert wird. Also: Versicherungen ja, nur: Die Richtigen müssen es eben sein – angepasst an die Bedürfnisse und Finanzkraft eines Auszubildenden oder Studenten. Grundsätzlich ist auch bei diesem Thema Wissen Macht: Wer sich zum Beispiel vor dem Gespräch mit dem Vertreter über Leistungen und Prämien im Internet informiert oder sich mehrere Angebote per Post kommen lässt, ist schon einmal nicht schlecht gewappnet. Vorsicht vor „Rundum-Sorglos-Paketen“: Sie enthalten oft lukrative, aber nicht wirklich notwendige Versicherungen und sind schlechter auf ihr Preis-/Leistungsverhältnis zu überprüfen. Und es macht keinen Sinn, alle Versicherungen über einen Makler oder eine Gesellschaft abzu­schließen – Mengenrabatte gibt es bei diesen Geschäften nicht; wer vergleicht und getrennt unterschreibt, kann viel Geld sparen.

Das muss einfach sein:

Die Krankenversicherung

shutterstock 230590297George Rudy/shutterstock.comIst für Auszubildende Pflicht – trotzdem besteht inzwischen die Möglichkeit, sich seine gesetzliche Kasse auszusuchen. Die Leistungen sind weitgehend gesetzlich festgeschrieben, aber die Beitragssätze variieren – ein Vergleich lohnt sich! Azubis müssen sich spätestens 14 Tage nach Beginn einer Ausbildung für eine Kasse entschieden haben. Nach dieser Frist meldet der Betrieb den Auszubildenden bei der Kasse an, bei der er zuletzt war. Studenten haben es da einfacher: Sie können problemlos über ihre Eltern mitversichert bleiben. Sind die Eltern in einer gesetzlichen Krankenversicherung, ist dies bis zum Alter von 25 Jahren (zzgl. der Zeit für Wehr- oder Ersatzdienst) möglich. Wer älter ist, kann bei den gesetzlichen Kassen einen einheitlichen Studententarif zum Preis von monatlich 64,77 € zzgl. Pflegeversicherung abschließen. Wichtig: Mit dem 30. Geburtstag oder dem 14. Fachsemester endet in der Regel die studentische Krankenversicherung.

Sind die Eltern privat versichert, muss entschieden werden, ob diese Versicherung für das gesamte Studium fortgesetzt wird; ein Wechsel zu einer gesetzlichen Kasse ist vor Ende des Studiums dann nicht möglich. Wichtig: Die Kasse unbedingt schriftlich über die Aufnahme eines Studiums informieren (generell sollten alle Mitteilungen schriftlich erfolgen – eine telefonische Absprache mit dem freundlichen Sachbearbeiter ist Jahre später in den wenigsten Fällen zu beweisen).

Globetrotter, die den Ausbildungsstart noch hinauszögern, oder Studenten, die ein paar Semester im Ausland studieren, sollten zusätzlich eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Denn die gesetzliche Krankenkasse zahlt nur für erforderliche Behandlungen in europäischen und einigen fernen Ländern. Die private Zusatzversicherung hingegen übernimmt die Kosten weltweit – und dann auch für den Rücktransport.

Die Privathaftpflichtversicherung

Lisa S./shutterstock.comEgal, ob Sie die antike Mingvase Ihrer Freundin zerdeppern, Ihnen bei der gut gemeinten Umzugshilfe der Plasmafernseher Ihres Nachbarn aus den Händen rutscht oder Sie als Radfahrer einen Verkehrsunfall verursachen – alles Fälle für die Privathaftpflicht, die immer dann einspringt, wenn Sie aus Versehen einen Schaden bei einer anderen Person verursachen. Da vor allem Personenschäden schnell in die Hunderttausende gehen können, ist diese Versicherung ein absolutes Muss für jeden! In der Regel sind sowohl Azubis während ihrer ersten Ausbildung als auch Studenten bei den Eltern mitversichert – fragen Sie zur Sicherheit (schriftlich!) bei Ihrer Versicherung nach, ob eine Familienversicherung besteht. Achtung: Wer nach dem Abitur eine mehrmonatige Auszeit nimmt und dann erst sein Studium beginnt, riskiert im Zweifel seinen Versicherungsschutz – das Studium schriftlich anzumelden, schützt davor. Die private Haftpflichtversicherung gilt übrigens auch für die Zeit des Bundesfreiwilligendienstes (BFD).

Die Berufsunfähigkeitsversicherung

shutterstock 139937551Stokkete/shutterstock.comRund 40 % der heute 20-Jährigen werden nach aktuellen Prognosen von Statista im Laufe ihrer Karriere berufsunfähig. Die Berufsunfähigkeit zählt zu den am meisten unterschätzten Risiken. Viele denken hier immer noch an die klassischen Arbeitsunfälle, dabei sind beispielsweise Depressionen, ein Burn-out-Syndrom oder Rücken- und Gelenkschmerzen viel häufigere Ursachen. Jeder vierte Berufstätige stellt im Laufe seines Lebens einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente – junge Leute in der Ausbildung oder zu Beginn des Berufslebens ohne oder mit nur sehr geringen Ansprüchen an die Rentenkasse sollten dieses Risiko also auf keinen Fall unterschätzen.

Wegen Krankheit oder Gebrechen nicht arbeiten zu können, ist also ein existenzielles Risiko für nahezu jeden (außer Paris Hilton vielleicht). Wie hoch das Risiko einer Berufsunfähigkeit ist, hängt unter anderem vom ausgeübten Beruf ab. Je jünger man in diese Versicherung einsteigt, umso günstiger sind die Beiträge – ausschlaggebend sind unter anderem Vorerkrankungen und der allgemeine Gesundheitszustand. Vorsicht: Wer bei diesen Angaben „schummelt“, riskiert seinen Versicherungsschutz – auch da kann es um Hunderttausende gehen! Wer auf Nummer Sicher gehen will, füllt die entsprechenden Formulare gemeinsam mit seinem Arzt aus.

Mit Beiträgen zwischen 300 und über 1.000 € pro Jahr ist diese Versicherung nicht billig. Und der Vertrag ist extrem komplex, da er sehr stark auf die individuellen Bedürfnisse und abzusichernden Risiken eingeht. Es lohnt sich, sich Angebote mehrerer Versicherungen machen zu lassen.

Aktuelle Muster-Tarife finden Sie im Internet zum Beispiel auf www.stiftung-warentest.de, die solche Versicherungen regelmäßig testet, Checklisten hält unter anderem www.finanztest.de bereit.

Wichtig beim Abschluss:

1. Frühzeitig absichern
Je jünger Versicherte beim Einstieg in die Versicherung sind, desto günstiger fällt in der Regel der Versicherungsbeitrag aus. Denn mit zunehmendem Alter steigt oft die Anzahl der diagnostizierten Krankheiten. Sind Erkrankungen bereits vorhanden, gestaltet sich eine Absicherung generell deutlich schwieriger. Dennoch ist hier Ehrlichkeit ratsam: Denn wer bisherige Erkrankungen nicht korrekt angibt, riskiert seinen Versicherungsschutz.
2. Nachversicherungsgarantie
Wer diese mit abschließt, kann seinen Berufsunfähigkeitsschutz ohne erneute Gesundheitsprüfung nachträglich aufstocken. Die Höhe des Versicherungsschutzes sollte jeweils an sich ändernde Lebens- und Finanzsituationen angeglichen werden.
3. Verzicht auf abstrakte Verweisungen
In diesem Fall kann der Versicherer die versicherte Person nicht auf eine andere Tätigkeit verweisen, wenn der aktuelle Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann.
4. „Sechs-Monate-Prognose“
Üblicherweise gilt jemand als berufsunfähig, der mindestens sechs Monate lang seinem Beruf zu mindestens 50 % nicht nachgehen kann. Bei einer vertraglich fixierten „Sechs-Monate-Prognose“ erfolgen die Rentenzahlungen bereits ab dem ersten Monat.
5. Nach Angeboten für junge Menschen fragen
Für Jugendliche und junge Erwachsene gibt es häufig spezielle Angebote – fragen Sie nach! Mit diesen Tarifen können sich Berufsanfänger ihre Risikoabsicherung bedarfsgerecht, zeitlich flexibel und vergünstigt zusammenstellen und gleichzeitig Vermögen für später aufbauen.

Nicht verwechseln sollten Sie die Berufsunfähigkeits- mit der Unfallversicherung. Die Unfallversicherung ist eine mögliche Ergänzung, aber kein Ersatz. Auch sie sollte nur nach eingehender persönlicher Beratung abgeschlossen werden – empfiehlt sich vor allem für Menschen, die z. B. Extremsportarten betreiben. Generell zahlt die Unfallversicherung nur bei dauerhafter Invalidität nach einem Unfall – über 90% aller Anträge auf Berufsunfähigkeit sind jedoch krankheitsbedingt.

Hier kommt es drauf an:

Die Hausratversicherung

shutterstock 173558135Shutter_M/shutterstock.comMit der ersten eigenen Wohnung kommt schnell das Thema „Hausratversicherung“ auf. Und eigentlich jeder hat sie. Nur: Welcher  Auszubildende hat in der ersten Wohnung schon Designer-Möbel, Perserteppiche und Hutschenreuther Porzellan? Andererseits kommt mit Laptop, Stereoanlage und der CD-Sammlung schnell ein nettes Sümmchen zusammen. Kurz gesagt: Das ist individuell unterschiedlich und muss jeder selbst entscheiden. Achtung: Wer in eine WG zieht, sollte sich informieren, ob bereits eine gemeinsame Hausratversicherung besteht. Wenn nämlich jeder Mitbewohner der Wohngemeinschaft über das heutzutage übliche Paket an Unterhaltungselektronik verfügt, lohnt sich die geteilte Prämie allemal. Wer die WG jedoch nur als Zweitwohnsitz anmeldet, ist weiterhin über seine Eltern versichert. Eine gute Entscheidungshilfe: Kann ich es mir finanziell leisten, meine gesamte Einrichtung (also nicht nur die Möbel, sondern auch den Schrankinhalt wie z.B. Klamotten und Geschirr) zu ersetzen? Wenn nicht, ist eine Hausratversicherung sinnvoll.

Kfz-Versicherung

shutterstock 94599049Everett Collection/shutterstock.comWer als Fahranfänger die Tarife der Kfz-Versicherung abfragt, bekommt oft einen Schock: Nicht selten übersteigt die Jahresprämie den Wert des ersten Autos. Günstiger wird es, wenn man das Auto (oder Motorrad) die ersten Jahre über Vater oder Mutter (ggfls. als Zweitfahrzeug) versichert – einfach einmal bei der Versicherung nachfragen. Nach einigen (hoffentlich schadensfreien) Jahren meldet man dann den Vertrag einfach um. Tipp: Einige Versicherungen bieten Rabatte für Absolventen eines Fahrsicherheitstrainings (bietet u.a. der ADAC an) – auch hier lohnt eine Nachfrage.

Alles andere kann warten!

Wenig BAföG oder geringes Gehalt als Auszubildender – trotzdem eigenes Geld! Studium und Ausbildung, zumal in Verbindung mit der ersten eigenen Wohnung, bedeuten auch Unabhängigkeit und Selbstständigkeit. Und natürlich möchten Sie das erste eigene Geld auch ausgeben – in der Regel nicht für weitere Versicherungsprämien oder Sparverträge.

Also: Die (private) Altersvorsorge kann warten! Eine Kapitallebensversicherung kann auch nach durchschnittlich drei Jahren Ausbildung noch abgeschlossen werden, ohne immense Einbußen zu riskieren. Generell ist diese Form der Altersvorsorge mit einigen Nachteilen behaftet: Man bindet sich vertraglich über 30 oder 40 Jahre – meist bis zum Eintritt ins Rentenalter. Bekommt man Probleme, die monatlichen   Beiträge zu zahlen, bleibt nur die Möglichkeit, die Versicherung beitragsfrei zu stellen – was sich natürlich negativ auf die Auszahlung auswirkt. Oder man muss sogar kündigen – und bekommt oft weniger heraus, als man eingezahlt hat. Insgesamt also ein unflexibles und inzwischen auch in Bezug auf die Verzinsung nicht sehr attraktives Produkt.

Und eine Risiko-Lebensversicherung ist sowieso nur sinnvoll, wenn bereits eine Familie zu versorgen ist. Besser also, dieses Geld für den Konsum zu nutzen, als sich bereits in jungen Jahren überzuversichern und dringend notwendige Ausgaben über Kredite zu finanzieren! Aber: Spätestens mit 30 ist es Zeit, an die private Vorsorge zu denken – danach wird es nämlich immer teurer, seinen Lebensstandard im Ruhestand sicherzustellen; Stichwort „Zinseszinseffekt“. Mit Riester-Rente und Sparplänen gibt es aber jede Menge auch staatlich geförderter Alternativen zur Lebensversicherung.

Eine sehr gute (allerdings nicht kostenlose) telefonische oder persönliche Beratung zu allen Fragen rund um das Thema Versicherungen bieten die Verbraucherzentralen – im Internet finden Sie unter www.verbraucherzentrale.de die Adressen und Kontaktdaten für jedes Bundesland.

Universität, Fachhochschule und Duales Studium im Vergleich

Umsonst ist der Tod… und der kostet bekanntlich das Leben. Wenn Sie studieren möchten, dann muss Ihnen klar sein, dass Sie dafür gehörig „in die Hände spucken“ müssen: Das ist nichts für trübe Tassen. Jeder Traumberuf ist zunächst einmal mit viel Arbeit verbunden – ohne den festen Willen, eine getroffene Entscheidung durchzuziehen, kommen Sie nicht weit.

Ein Tipp: Wenn Sie trotz aller Tests und Beratungsgespräche aufgrund Ihrer vielen Interessen Schwierigkeiten haben, eine klare Auswahl zu treffen, dann entscheiden Sie sich am besten für eines der inhaltlich breiter angelegten Studienfächer, das mehrere Ihrer Begabungen und Interessensgebiete umfasst – damit haben Sie dann auch bei der späteren Jobsuche eine größere Auswahl. Nicht zu vergessen: Ein Studium kostet richtig Geld – das kann sich über die Dauer des Studiums auf einen sechsstelligen Betrag summieren.

Eine Rolle sollten bei Ihrer Entscheidung auch die späteren Beschäftigungsaussichten spielen: Was nützt Ihnen ein hervorragend abgeschlossenes Studium z.B. in Sinologie, wenn es für Sinologen in ganz Deutschland nur eine Handvoll Arbeitsplätze gibt?

Uni, FH oder Duales Studium?

Sobald die Frage nach dem Studienfach geklärt ist, lautet die nächste Frage: Wie wollen Sie denn studieren? Viele Fächer können Sie nämlich sowohl an einer Fachhochschule, als auch an einer Universität studieren. Und welchen Abschluss streben Sie an?

Das Universitäts-Studium

shutterstock 261769193Universitäten kennzeichnet ihre wissenschaftliche und forschungsorientierte Ausrichtung. Es gibt zwar keinen bis ins letzte geregelten Studienablauf, so dass Sie als Student ein wenig mehr Freiraum bei der Studienorganisation haben. Trotzdem sind die organisatorischen Vorgaben seit der Einführung der Bachelor-/Master-Studiengänge heute sehr viel straffer als früher. Zugangsvoraussetzung ist in der Regel die allgemeine Hochschulreife (Abitur). Mit guten oder sehr guten Noten können Sie grundsätzlich alle Studiengänge belegen; mit einer fachgebundenen Hochschulreife nur die der entsprechenden Fachrichtung. Daneben gibt es für viele Studiengänge bundesweite und/oder hochschulspezifische Zulassungsvoraussetzungen und -Tests.

Vorteile eines Universitäts-Studiums

Profundes Wissen: Wenn es ein Sachgebiet gibt, dass Sie so richtig interessiert, dann sind Sie an einer Universität richtig. Hintergründe, Geschichte, Theorien, Forschung, aktuelle Entwicklungen – an einer Universität wird mit wissenschaftlichem Anspruch gelehrt, und das merkt man.
Freiheit: Auch wenn es mit der „Akademischen Freiheit“ zu Zeiten von Bachelor und Master nicht mehr wirklich weit her ist – das Studium ist ziemlich verschult geworden – haben Sie an einer Uni immer noch die größten Freiheiten, in welche Richtung Sie Ihr Wissen erweitern möchten. Und sein Leben in einer fremden Unistadt selbst in die Hand zu nehmen, ist ja auch ein faszinierendes Stück Freiheit, nicht?
Praktika: Sind das A und O eines Studiums, denn nur so erfahren Sie jenseits der vielen Theorie, welche Richtung Ihnen am besten gefällt.
Karriere: Ein Studium wird auch in Zukunft ein Karrieresprungbrett sein, nirgends sonst sind die Aufstiegsmöglichkeiten besser. Und Akademiker werden seltener arbeitslos.
Gehalt: Wer ein Studium vorweisen kann, steigt mit einem deutlich höheren Gehalt in den Berufsmarkt ein, als etwa mit einer Berufsausbildung. Da lohnt es sich schon, während des Studiums ein paar Jahre lang den Gürtel enger zu schnallen.
Status: Ein akademischer Grad ist nicht allein eine Sache der persönlichen Eitelkeit, sondern ist (siehe oben) neben beruflichen Aspekten auch gesellschaftlich vorteilhaft, denn der persönliche Status steigt. Das wird schon relevant, wenn man eine Wohnung sucht: Vermietern sind Akademiker als Mieter oft lieber.

Nachteile eines Universitätsstudiums

Disziplin und Wille: Ein Studium dauert lange und ist anstrengend. Das hält nur durch, wer neben dem nötigen Grips auch den Willen und die Disziplin mitbringt, das Studium bis zum Abschluss durchzuziehen.
Kosten: Mehrere Jahre lang ist Schmalhans Küchenmeister, denn schließlich muss ein Student neben allerlei Gebühren auch seinen Lebensunterhalt bezahlen. Bei monatlichen Kosten zwischen 600 und 1.000 € läppern sich schnell gehörige Kosten zusammen und nebenher zu jobben ist nur eingeschränkt möglich. Auch BAföG und Studienkredite sind nur ein kleiner Trost, denn beides muss man schließlich nach Studienende zurückzahlen.
Wenig Praxis: Universitäten vermitteln sehr viel Theorie. Wie diese dann in die Praxis umzusetzen ist, steht allerdings nicht auf dem Lehrplan. Hier sind Praktika sehr wichtig.

Das Fachhochschul-Studium

shutterstock 105763097Fachhochschulen bilden mit einem stärkeren Praxisbezug aus und bieten hauptsächlich Studiengänge in den Bereichen Wirtschaft, Technik, Design und Sozialwesen an. Der Ablauf des Studiums ist klar in der Studienordnung definiert. Oft muss vor Studienbeginn auch ein fachspezifisches Praktikum absolviert werden. Zugangsvoraussetzung ist die Fachhochschulreife.

Vorteile eines Fachhochschul-Studiums

Mehr Praxis: Allein schon durch vorgeschriebene Pflichtpraktika ist der Praxisbezug deutlich größer. Und auch der Stoff wird weniger theorielastig vermittelt.
Unternehmenskontakte: Pflichtpraktika sorgen frühzeitig für Kontakte zu Firmen, die nach Studienende für den Berufseinstieg sehr nützlich sind; auch Diplomarbeiten entstehen häufig im Rahmen von Kooperationen.
Struktur: Wer Probleme hat, sich selbst effizient zu organisieren, ist an einer FH goldrichtig, denn das Studium ist stark verschult. Feste Stundenpläne und klar strukturierte Abläufe sorgen dafür, dass auch schlechter organisierte Studenten nicht den Anschluß verlieren.
Nur Fachabi: An einer FH ist keine allgemeine Hochschulreife erforderlich, die Fachhochschulreife tut´s auch.

Nachteile eines Fachhochschul-Studiums

Image: Noch immer haben FH-Abschlüssen bei vielen Unternehmen nicht den gleichen guten Ruf wie Universitätsabschlüsse. Das spiegelt sich auch im Einstiegsgehalt wieder, dass bei FH-Absolventen etwas unter denen von Uni-Absolventen liegt.
Kosten: Hier ist kein großer Unterschied zu einer Uni festzustellen, die Kosten liegen praktisch gleichauf.

Das Duale Studium

shutterstock 96602242Das Duale Studium bezeichnet eine Sonderform, nämlich das berufsbegleitende Studium an der Dualen Hochschule (DH). Die Besonderheit: An einer Dualen Hochschule kann nur studieren, wer einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen vorweisen kann. Duale Studiengänge werden jedoch nicht in allen Fachrichtungen angeboten; am häufigsten sind Ingenieurwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Informatik und Wirtschaftsinformatik.

Vorteile eines Dualen Studiums

Gehalt: Ein Duales Studium beinhaltet immer auch ein Gehalt, das vom ausbildenden Betrieb bezahlt wird. Das bedeutet deutlich mehr finanzielle Spielräume als bei jeder anderen Art zu studieren.
Theorie und Praxis: Durch die konkrete Einbindung in ein bestimmtes Unternehmen und sich abwechselnde Theorie- und Praxisphasen besteht ständig ein konkreter Bezug zur realen Arbeitswelt, was Vieles verständlicher, sinnvoller und nachvollziehbarer wirken lässt.
Zwei für eines: „Dual“ bedeutet, dass nicht nur eine Ausbildung, sondern gleichzeitig ein akademisches Studium absolviert wird. Das heißt: In relativ kurzer Zeit hat man nicht nur einen Berufsabschluss, sondern auch einen Studienabschluss in der Tasche.
Übernahme: Das Unternehmen, bei dem Sie ein Duales Studium absolvieren, übernimmt Sie mit höchster Wahrscheinlichkeit – nur aus diesem Grund trägt der Betrieb schließlich die hohen Kosten.
Kein Abitur: Aber die Fachhochschulreife sollte es zumindest sein. Damit kommt ein Duales Studium auch für begabte und engagierte Realschulabsolventen in Frage.
Aufstiegschancen: Wer sein Duales Studium mit Erfolg abschließt, kann mit besten Karriereperspektiven rechnen; Gehalt und Aufstiegschancen sind  überdurchschnittlich gut, vor allem, wenn dann noch ein Master angehängt wird.

Nachteile eines Dualen Studiums

Freizeit: Gibt es nur sehr wenig, Ausbildung und Studium zugleich bedeutet eine Doppelbelastung, die kaum Raum für anderes lässt. Fleiß und Durchhaltevermögen sind unverzichtbar.
Festlegung: Das Unternehmen, bei dem Sie ein Duales Studium absolvieren, prägt Sie auf die eigenen Anforderungen und bildet vorrangig für die eigenen Bedürfnisse aus. Das kann ggfls. einen späteren Wechsel erschweren.
Nur Bachelor: Der Erwerb eines Masters (oder gar eine Promotion) sind nicht vorgesehen. Für den Start ins Berufsleben muss also ein Bachelor reichen.

Fazit:

Berufsausbildung, Studium an Uni, FH oder ein Duales Studium – die Wahl fällt nicht leicht. Neben Interessensfragen sind auch berufliche Perspektiven, finanzielle Aspekte, Arbeitsplatz-Sicherheit und die eigene Persönlichkeit wichtige Entscheidungsgrößen: Brauche ich (stark) strukturierte Abläufe? Oder kann ich mich über mehrere Jahre selbst motivieren, um laufend am Ball zu bleiben? Der erste Schritt sollte also eine gründliche Selbstanalyse darstellen; erst wenn Sie sich ein ungeschminktes Bild ihrer eigenen Persönlichkeit und ihrer Fähigkeiten gemacht haben, können Sie eine fundierte Entscheidung über Ihre weiteren beruflichen Schritte treffen.

Und danach holen Sie sich auf jeden Fall professionelle Hilfe bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur oder der Studienberatung Ihrer Wunschuniversität! Die Abbrecherquoten an den Universitäten steigen seit Jahren – nicht zuletzt deshalb, weil jedes Jahr mehr Schüler ein Studium beginnen (und nicht jeder wirklich für ein Studium geeignet ist) und immer mehr Studenten nach ein, zwei oder noch mehr Semestern feststellen, dass sie sich für ein falsches Studienfach entschieden haben. Diese Verschwendung von Zeit und Energie können Sie durch eine fundierte Entscheidung verhindern!

Links rund ums Studium finden Sie hier.

Die Suche nach Ausbildungs- und Studienplätzen im Internet

Das Thema Stellen(anzeigen), Jobsuche, Aus- und Weiterbildung ist einer der größten Bereiche im Internet. Entsprechend groß ist das Angebot zu nahezu jedem Problem. In den letzten Jahren haben sich im www einige marktbeherrschende Jobbörsen durchgesetzt, die eine echte Hilfe sind. Die wesentlichen Vorteile dieser großen Börsen: Die schiere Menge an Angeboten kann keine noch so große Tageszeitung bieten. In der Regel ist eine Auswahl nach Branche oder sogar Beruf, Ort, Art der Tätigkeit bzw. Ausbildung und weiteren Kriterien möglich. Dies ermöglicht eine maßgeschneiderte Suche. Aber suchen Sie erst mal eher grob, wer gleich eine Ausbildung zum Hubschrauberpilot auf der Insel Rügen sucht, wird eventuell nicht fündig. Viele Inserate verfügen über einen direkten Link zur Homepage des jeweiligen Unternehmens – so können Sie sich gleich einen ersten Eindruck verschaffen. Außerdem werden die großen Börsen regelmäßig gepflegt – die Angebote sind also aktuell.

Einige Börsen bieten außerdem die Möglichkeit, ein persönliches Suchprofil anzulegen. Sie bekommen dann per Email alle auf Ihre Anforderungen zutreffenden neuen Angebote; bequemer und schneller geht es nicht! Aber auch hier gilt: Fassen Sie Ihr Raster nicht zu eng; lieber täglich zehn Angebote durchsehen und neun nicht wirklich passende löschen als jeden Tag eine eigentlich auch attraktive Alternative zu verpassen! Außerdem haben die großen Börsen eine Vielzahl von interessanten Artikeln, Hinweisen und Tipps auf ihren Seiten – unter Stichworten wie „Karriere-Journal“, „Karriere-Tipps“ oder auch „Für Bewerber“ finden sich häufig Informationen zu nahezu jedem Thema, dass die Jobsuche, Bewerbung und manchmal sogar das Vorstellungsgespräch betrifft.

Neben den allgemeinen Börsen gibt es jede Menge auf Ausbildung, Studium, bestimmte Industriezweige sogar bestimmte Berufe spezialisierte Seiten im Netz. Hier helfen Suchmaschinen – eine kombinierte Suche nach Stichworten wie „Ausbildung“ und „Verkäufer“ und z. B. „Reutlingen“ führt zu entsprechenden Übersichten oder sogar direkt zu passenden Ausbildungsplätzen. Eine gute Möglichkeit der Suche bieten auch Branchenverzeichnisse wie www.branchen-info.net, www.gelbeseiten.de oder www.dbvz.de

Achtung „Trittbrettfahrer“:

Leider sind in letzter Zeit etliche neue Anbieter hinzugekommen, die die Idee einer Börse „verwässern“: Statt die im Original auf der eigenen Website von den suchenden Unternehmen eingestellten Angebote auszuweisen, suchen diese Metabörsen automatisiert durch Programme wie „Crawler“ oder „Spyder“ andere Websites im Internet nach Inseraten ab – mal besser, mal schlechter. Vermeintlicher Vorteil: Die Auswahl an Stellen ist natürlich auf den ersten Blick viel größer. Und man spart sich selbst die Suche auf unterschiedlichen Plattformen.

Allerdings überwiegen die Nachteile:

Links auf Stellenanzeigen oder direkt auf die Karriereportale der Unternehmen sind oft veraltet oder funktionieren gar nicht (immer mehr Stellenportale schützen sich durch technische Maßnahmen gegen diese automatisierten Suchen). Die Suche ist nicht intelligent – wo immer in einer Stellenanzeige das Wort „Ausbildung“ auftaucht, wird ein Treffer angezeigt. Und im dümmsten Fall bewirbt man sich mit Bezug auf eine Börse, auf der das ausbildende Unternehmen gar keine Stellenanzeige geschaltet hat.Generell empfehlenswert sind die Internetangebote von Kammern und Verbänden wie den Industrie- und Handelskammern – jede Mene Links finden Sie am Ende des Artikels. Diese Angebote sind immer vertrauenswürdig und in der Regel auch einigermaßen aktuell, da sie in der Regel von den Firmen gepflegt werden, die die freien Stellen auch anbieten. Dazu kommt, dass immer mehr Ausbildungsplatzbörsen auf diesen Seiten angeboten werden – häufig mit kompletten Kontaktadressen und fast immer mit einem direkten Link auf das jeweilige Unternehmen. Also: einfach einmal „Verband Chemische Industrie“ googeln – mit wenigen Klicks landen Sie auf einer Datenbank mit Ausbildungsplätzen; selektierbar nach Berufen oder Bundesländern.

Gute Seiten, schlechte Seiten…

shutterstock 306286838Andrey_Popov/shutterstock.com

Natürlich finden sich unter all den Angeboten im wäwäwä auch eine ganze Menge schwarzer Schafe im Netz. Generell sollten Sie sich bei allen Angeboten, bei denen Sie unsicher sind, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ansehen. Die sind häufig ganz unten und ganz klein auf der Seite versteckt, extrem klein gedruckt und ziemlich lang(weilig). Sind diese AGB versteckt oder gar nicht vorhanden: Finger weg von der Seite! Wichtig außerdem: Von wem kommt die Seite eigentlich? Unter „Impressum“, „Kontakt“, manchmal auch „Über uns“ sollte klar erkenntlich sein, wer das Angebot ins Netz gestellt hat. Verbände, Behörden, große Unternehmen oder z.B. Medien wie SPIEGEL oder Süddeutsche Zeitung sind einfach vertrauenswürdiger als andere Quellen. Können Sie nicht zweifelsfrei erkennen, wer der Absender der Seite ist oder kommt Ihnen etwas dubios vor: Finger weg!

Generell gilt:

Nur die Angaben machen, die auch notwendig sind – freie Lehrstellen können auch ohne Speicherung Ihrer Handynummer gesucht werden. Die Emailadresse sollten Sie nur angeben, wenn klar ist, was Sie per Email bekommen. Wo Sie wohnen und wie alt Sie sind, ist unwichtig, wenn Sie nicht ausdrücklich etwas kostenpflichtig bestellt haben, was per Post verschickt wird. Ihre Kontoverbindung sollten Sie überhaupt nicht angeben – seriöse Angebote sind entweder kostenlos oder Sie bekommen die Möglichkeit, eine Bestellung per Überweisung oder z.B. Paypal zu zahlen.

Auch wichtig:

Die Aktualität spielt gerade bei Stellenanzeigen eine große Rolle! Ist nicht klar erkennbar, von wann die vermeintlich freien Ausbildungsplätze eigentlich sind, gilt ebenfalls:  Finger weg!

Wir haben Seiten gefunden, auf denen zum Beispiel so genannte Lehrstellenprofile bereits um 24:00 Uhr des Tages der Anmeldung automatisch zu einem 24monatigen Abo für insgesamt 168,– € führten. Diese Informationen gibt es besser und umsonst auf der Seite der Agentur für Arbeit (www.arbeitsagentur.de).

Wir halten auch nichts davon, sich per kostenpflichtiger SMS über freie Lehrstellen informieren zu lassen, zumal wenn nicht ersichtlich wird, wie aktuell die Angebote eigentlich sind. Und können Sie sich vorstellen, wie eine Bewerbung per SMS überzeugen soll?

Auch der kostenpflichtige Download so genannter elektronischer Bewerbungsmappen hat uns nicht überzeugt. Zum einen sind die Preise für eine Handvoll Musterbriefe und Formatvorlagen recht happig, zum anderen sollte eine Bewerbung ja gerade durch eine individuelle Gestaltung überzeugen und nicht wie eine unpersönliche Massensendung aussehen. Der ebenfalls im Netz angebotene Scanservice, also das Scannen bzw. Digitalisieren von Vorlagen wie Zeugnissen oder Fotos für elektronische Bewerbungen ist teuer – besser und günstiger bekommen Sie das in der Regel z.B. im CopyShop oder manchen Fotostudios vor Ort. Und richtig ärgerlich wird es, wenn Angebote dieser Art eine (unkündbare) Vertragslaufzeit von 12 oder sogar 24 Monaten haben bzw. sich automatisch verlängern.

Jede Menge Links zu Behörden, Verbänden und nach Branchen finden Sie hier.