„Ich möchte etwas Farbe ins Leben der Leute bringen“

„Ich möchte etwas Farbe ins Leben der Leute bringen“

Am 25. September erschien der neue Song „Land of Fantasy“ von Tiram auf allen bekannten Plattformen wie Spotify, Youtube, Instagram, Google Play usw. Wir haben uns mit Helena (17) unterhalten, die hinter dem Künstlernamen Tiram steckt.

Was machst Du außer Musik?

„Ich habe im Sommer mein Abi gemacht. Als nächstes plane ich einen Freiwilligendienst, wenn Corona es zulässt, in Italien. Und 2021 werde ich ein Studium beginnen. Den Rest dieses Jahres will ich mich mehr auf meine Musik konzentrieren. Ich tanze auch gern (Dance Hall) und bin ganz gern im Stuttgarter Nachtleben unterwegs. Freunde und Familie sind mir natürlich sehr wichtig und außerdem muss auch noch der Führerschein gemacht werden.“

Um was geht es in dem Song?

„Ich habe den Song im letzten Winter geschrieben, da war alles grau, die Bäume hatten keine Blätter, kurz gesagt: die Farbe fehlte. Und das ließ sich auch auf meine Stimmung übertragen. „Land of Fantasy“ soll etwas Farbe ins Leben bringen, etwas Schwung, wenn man mal nicht so gut drauf ist. Ich möchte, dass es den Leuten nach dem Hören ein klein wenig besser geht, dass sie etwas runterkommen oder, wenn die Laune nicht so gut ist, danach alles etwas bunter und heller erscheint.

Ich würde den Titel als Alternative Pop beschreiben mit Down Beats und jazzigen Chillvibes – also 4,5 Minuten Wärme, Ablenkung, Abwechslung“.

Was ist von Dir und wobei hattest Du Hilfe?

„Ich habe den Song komponiert, die Lyrics sind von mir und natürlich der Gesang. Ich habe am Keyboard quasi eine “Rohfassung“ eingespielt und bin damit in ein Tonstudio gegangen.

Im Studio hat mir Sebastian Specht sehr geholfen: Wir haben gemeinsam den Song überarbeitet und am Arrangement und der Komposition insgesamt geschliffen. Freunde von ihm haben auch z.B. Gitarre und Trompete eingespielt. Und natürlich wurde der Song in Sebastians Studio aufgenommen und von ihm professionell abgemischt.“

Wie und wann bist Du zur Musik gekommen?

„Über meine Eltern, wir haben schon immer eine sehr kreative Atmosphäre in der Familie. Ich habe mit einem Jahr das erste Mal am Klavier gesessen, mit 5 Jahren habe ich Klavierunterricht bekommen und in einem Chor gesungen. Mit 7 oder 8 Jahren bekam ich mein erstes eigenes Klavier und in dem Alter habe ich auch begonnen, eigene Stücke zu schreiben. Und mit 15 habe ich Sebastian kennengelernt, von dem ich sehr viel Unterstützung bekommen habe und jede Menge Tipps, die mich deutlich weitergebracht haben.“

Hast Du musikalische Vorbilder?

„Vorbilder wäre zu viel gesagt. Ich mag die Musik von Joy Crookes und FKA twigs als „Paket“ – also ihre Musik, ihre Projekte, ihren Stil und ihre Einstellung insgesamt.“

Was bringt Dir die Musik? Warum machst Du das?

1. mache ich Musik für mich. Wenn es mir mal nicht gut geht, setze ich mich ans Klavier – das hilft. Ich bin allein mit mir, auf mich selbst fokussiert und ohne Einfluss von außen, so baue ich Stress ab.

2. mag ich das Gefühl in der Gemeinschaft z.B. bei Livekonzerten oder im Club – diese Verbundenheit mit allen, die sich dann einstellt, gefällt mir sehr. Auf Partys greife ich irgendwann zur Gitarre oder setze mich ans Klavier und die Stimmung, die dann entsteht, ist etwas ganz Besonderes.

Und 3. mache ich Musik für Freunde und meine Familie, ein „Ständchen“ auf einem Geburtstag ist ein sehr persönliches Geschenk, dass jeden erfreut und berührt und das mache ich sehr gern.“

Bleibt Musik ein Hobby? Reichen Dir möglichst viele Downloads bzw. Abrufe oder strebst Du eine Karriere als Musikerin an?

„Nicht als Beruf. Ich brauche Inspiration und muss in der richtigen Stimmung sein, um einen Song zu schreiben – das kann und will ich nicht jeden Tag. Beruflich ist das Studium (ohne Bezug zur Musik) auf jeden Fall die bessere Wahl.

Ich möchte natürlich mehr Reichweite bekommen, mir eine Fanbase aufbauen und viele Downloads sind da sicher hilfreich, um überhaupt die potenziellen Hörer zu erreichen. Aber dabei geht es mir nicht um Geld – ich möchte den Leuten mit meiner Musik etwas geben, dass ihnen ermöglicht, ein paar Minuten aus dem vollen Alltagsleben in eine privatere, buntere Welt einzutauchen.

Und viele Abrufe sind sicher auch eine tolle Bestätigung für mich und für das, was ich mache.

Aber vor allem möchte ich Kontakte bekommen, eine Community aufbauen mit anderen Leuten, die auch in der Musikszene aktiv sind. Es wäre toll, wenn sich daraus dann z.B. die Möglichkeit ergibt, einmal gemeinsam aufzutreten, ein eigenes Konzert zu geben.“

Wie soll es in Zukunft musikalisch weitergehen?

„Bis zum Beginn des Studiums steht die Musik im Vordergrund: Ich werde mehr musikalische Projekte von mir veröffentlichen und werde Saxophon und Schlagzeug lernen, damit ich flexibler bin und musikalisch mehr ausprobieren kann. Ich werde mich schlauer machen in Sachen Urheberrecht und mich mehr mit Musiktheorie beschäftigen. Ich werde auch verschiedene Stils ausprobieren um bald ein facettenreiches Album veröffentlichen zu können.

Du hast einen Wunsch frei:

„Mit anderen Musikern regelmäßig auf der Bühne stehen. Und irgendwann einmal auf Tournee gehen.“

Möchtest Du Dich bei jemand besonders bedanken?

„Ja, bei Sebastian Specht vom Bodega Studio – ohne seine Hilfe wäre „Land of Fantasy“ nicht der Song geworden, der er ist. Er hat mich von Anfang an in jeder Hinsicht sehr unterstützt.

Helena, wir bedanken uns für das Gespräch, drücken Land of Fantasy die Daumen und wünsche Dir für die Zukunft alles Gute!

 

Und hier geht’s zum Song bzw. zum Account von Tiram:

Youtube

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