Immer weniger junge Frauen nehmen die Pille

Immer weniger junge Frauen nehmen die Pille

Die Antibabypille wird in diesem Jahr 60 Jahre alt. Das Verhütungsmedikament hat Frauen unabhängiger gemacht, steht seit einiger Zeit wegen der vielen Nebenwirkungen aber auch in der Kritik.

In Deutschland ist der Anteil der jungen Frauen, die mit der Pille verhüten, seit einigen Jahren rückläufig. Das hat eine aktuelle Analyse der AOK ergeben. Im Jahr 2010 wurden noch 46 Prozent der gesetzlich versicherten Frauen bis 20 Jahren die Pille verschrieben. Bis 2019 ist der Anteil auf 31 % gesunken.

„Das kann mit einem stärkeren Bewusstsein dafür zu tun haben, dass die Pille kein Lifestyle-Präparat ist, sondern in den Hormonhaushalt eingreift und auch Nebenwirkungen haben kann. So hat eine dänische Studie kürzlich auch auf ein höheres Risiko für Depressionen gerade bei jungen Erstanwenderinnen hingewiesen“, sagte Dr. Eike Eymers, Ärztin im Stab Medizin des AOK-Bundesverbandes.

Seit Juli 2019 ist die Pille für Frauen bis 22 Jahren auf Rezept kostenlos erhältlich, vorher lag die Altersgrenze hierfür bei 20 Jahren.

Gefällt Ihnen diese Seite?

Bitte bewerten Sie uns!

Durchschnitt 4 / 5. Bewertungen: 1

✉ Beitrag per Email versenden

Auch interessant: