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Die wichtigsten Versicherungen zum Start

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Im internationalen Vergleich sind die Deutschen (auch) beim ­Thema Versicherungen Spitze: Knapp 2.800 € zahlt jeder Haushalt durchschnittlich an Prämien im Jahr – Tendenz steigend. Richtig versichert ist allerdings nur eine Minderheit – die große Mehrheit ist über-, unter- oder schlicht falsch versichert.

Spätestens mit dem Beginn der Ausbildung gerät der hoffnungsvolle Berufs- oder Studienanfänger ins Visier der Versicherer. Zur Klarstellung vorab: Versicherungen sind wichtig und im Fall des Falles (über)lebensnotwendig. Aber jeder Vertreter kann nur so gut beraten, wie er über Ihren Bedarf informiert wird. Also: Versicherungen ja, nur: Die Richtigen müssen es eben sein – angepasst an die Bedürfnisse und Finanzkraft eines Auszubildenden oder Studenten. Grundsätzlich ist auch bei diesem Thema Wissen Macht: Wer sich zum Beispiel vor dem Gespräch mit dem Vertreter über Leistungen und Prämien im Internet informiert oder sich mehrere Angebote per Post kommen lässt, ist schon einmal nicht schlecht gewappnet. Vorsicht vor „Rundum-Sorglos-Paketen“: Sie enthalten oft lukrative, aber nicht wirklich notwendige Versicherungen und sind schlechter auf ihr Preis-/Leistungsverhältnis zu überprüfen. Und es macht keinen Sinn, alle Versicherungen über einen Makler oder eine Gesellschaft abzu­schließen – Mengenrabatte gibt es bei diesen Geschäften nicht; wer vergleicht und getrennt unterschreibt, kann viel Geld sparen.

Das muss einfach sein:

Die Krankenversicherung

shutterstock 230590297George Rudy/shutterstock.comIst für Auszubildende Pflicht – trotzdem besteht inzwischen die Möglichkeit, sich seine gesetzliche Kasse auszusuchen. Die Leistungen sind weitgehend gesetzlich festgeschrieben, aber die Beitragssätze variieren – ein Vergleich lohnt sich! Azubis müssen sich spätestens 14 Tage nach Beginn einer Ausbildung für eine Kasse entschieden haben. Nach dieser Frist meldet der Betrieb den Auszubildenden bei der Kasse an, bei der er zuletzt war. Studenten haben es da einfacher: Sie können problemlos über ihre Eltern mitversichert bleiben. Sind die Eltern in einer gesetzlichen Krankenversicherung, ist dies bis zum Alter von 25 Jahren (zzgl. der Zeit für Wehr- oder Ersatzdienst) möglich. Wer älter ist, kann bei den gesetzlichen Kassen einen einheitlichen Studententarif zum Preis von monatlich 64,77 € zzgl. Pflegeversicherung abschließen. Wichtig: Mit dem 30. Geburtstag oder dem 14. Fachsemester endet in der Regel die studentische Krankenversicherung.

Sind die Eltern privat versichert, muss entschieden werden, ob diese Versicherung für das gesamte Studium fortgesetzt wird; ein Wechsel zu einer gesetzlichen Kasse ist vor Ende des Studiums dann nicht möglich. Wichtig: Die Kasse unbedingt schriftlich über die Aufnahme eines Studiums informieren (generell sollten alle Mitteilungen schriftlich erfolgen – eine telefonische Absprache mit dem freundlichen Sachbearbeiter ist Jahre später in den wenigsten Fällen zu beweisen).

Globetrotter, die den Ausbildungsstart noch hinauszögern, oder Studenten, die ein paar Semester im Ausland studieren, sollten zusätzlich eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Denn die gesetzliche Krankenkasse zahlt nur für erforderliche Behandlungen in europäischen und einigen fernen Ländern. Die private Zusatzversicherung hingegen übernimmt die Kosten weltweit – und dann auch für den Rücktransport.

Die Privathaftpflichtversicherung

Lisa S./shutterstock.comEgal, ob Sie die antike Mingvase Ihrer Freundin zerdeppern, Ihnen bei der gut gemeinten Umzugshilfe der Plasmafernseher Ihres Nachbarn aus den Händen rutscht oder Sie als Radfahrer einen Verkehrsunfall verursachen – alles Fälle für die Privathaftpflicht, die immer dann einspringt, wenn Sie aus Versehen einen Schaden bei einer anderen Person verursachen. Da vor allem Personenschäden schnell in die Hunderttausende gehen können, ist diese Versicherung ein absolutes Muss für jeden! In der Regel sind sowohl Azubis während ihrer ersten Ausbildung als auch Studenten bei den Eltern mitversichert – fragen Sie zur Sicherheit (schriftlich!) bei Ihrer Versicherung nach, ob eine Familienversicherung besteht. Achtung: Wer nach dem Abitur eine mehrmonatige Auszeit nimmt und dann erst sein Studium beginnt, riskiert im Zweifel seinen Versicherungsschutz – das Studium schriftlich anzumelden, schützt davor. Die private Haftpflichtversicherung gilt übrigens auch für die Zeit des Bundesfreiwilligendienstes (BFD).

Die Berufsunfähigkeitsversicherung

shutterstock 139937551Stokkete/shutterstock.comRund 40 % der heute 20-Jährigen werden nach aktuellen Prognosen von Statista im Laufe ihrer Karriere berufsunfähig. Die Berufsunfähigkeit zählt zu den am meisten unterschätzten Risiken. Viele denken hier immer noch an die klassischen Arbeitsunfälle, dabei sind beispielsweise Depressionen, ein Burn-out-Syndrom oder Rücken- und Gelenkschmerzen viel häufigere Ursachen. Jeder vierte Berufstätige stellt im Laufe seines Lebens einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente – junge Leute in der Ausbildung oder zu Beginn des Berufslebens ohne oder mit nur sehr geringen Ansprüchen an die Rentenkasse sollten dieses Risiko also auf keinen Fall unterschätzen.

Wegen Krankheit oder Gebrechen nicht arbeiten zu können, ist also ein existenzielles Risiko für nahezu jeden (außer Paris Hilton vielleicht). Wie hoch das Risiko einer Berufsunfähigkeit ist, hängt unter anderem vom ausgeübten Beruf ab. Je jünger man in diese Versicherung einsteigt, umso günstiger sind die Beiträge – ausschlaggebend sind unter anderem Vorerkrankungen und der allgemeine Gesundheitszustand. Vorsicht: Wer bei diesen Angaben „schummelt“, riskiert seinen Versicherungsschutz – auch da kann es um Hunderttausende gehen! Wer auf Nummer Sicher gehen will, füllt die entsprechenden Formulare gemeinsam mit seinem Arzt aus.

Mit Beiträgen zwischen 300 und über 1.000 € pro Jahr ist diese Versicherung nicht billig. Und der Vertrag ist extrem komplex, da er sehr stark auf die individuellen Bedürfnisse und abzusichernden Risiken eingeht. Es lohnt sich, sich Angebote mehrerer Versicherungen machen zu lassen.

Aktuelle Muster-Tarife finden Sie im Internet zum Beispiel auf www.stiftung-warentest.de, die solche Versicherungen regelmäßig testet, Checklisten hält unter anderem www.finanztest.de bereit.

Wichtig beim Abschluss:

1. Frühzeitig absichern
Je jünger Versicherte beim Einstieg in die Versicherung sind, desto günstiger fällt in der Regel der Versicherungsbeitrag aus. Denn mit zunehmendem Alter steigt oft die Anzahl der diagnostizierten Krankheiten. Sind Erkrankungen bereits vorhanden, gestaltet sich eine Absicherung generell deutlich schwieriger. Dennoch ist hier Ehrlichkeit ratsam: Denn wer bisherige Erkrankungen nicht korrekt angibt, riskiert seinen Versicherungsschutz.
2. Nachversicherungsgarantie
Wer diese mit abschließt, kann seinen Berufsunfähigkeitsschutz ohne erneute Gesundheitsprüfung nachträglich aufstocken. Die Höhe des Versicherungsschutzes sollte jeweils an sich ändernde Lebens- und Finanzsituationen angeglichen werden.
3. Verzicht auf abstrakte Verweisungen
In diesem Fall kann der Versicherer die versicherte Person nicht auf eine andere Tätigkeit verweisen, wenn der aktuelle Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann.
4. „Sechs-Monate-Prognose“
Üblicherweise gilt jemand als berufsunfähig, der mindestens sechs Monate lang seinem Beruf zu mindestens 50 % nicht nachgehen kann. Bei einer vertraglich fixierten „Sechs-Monate-Prognose“ erfolgen die Rentenzahlungen bereits ab dem ersten Monat.
5. Nach Angeboten für junge Menschen fragen
Für Jugendliche und junge Erwachsene gibt es häufig spezielle Angebote – fragen Sie nach! Mit diesen Tarifen können sich Berufsanfänger ihre Risikoabsicherung bedarfsgerecht, zeitlich flexibel und vergünstigt zusammenstellen und gleichzeitig Vermögen für später aufbauen.

Nicht verwechseln sollten Sie die Berufsunfähigkeits- mit der Unfallversicherung. Die Unfallversicherung ist eine mögliche Ergänzung, aber kein Ersatz. Auch sie sollte nur nach eingehender persönlicher Beratung abgeschlossen werden – empfiehlt sich vor allem für Menschen, die z. B. Extremsportarten betreiben. Generell zahlt die Unfallversicherung nur bei dauerhafter Invalidität nach einem Unfall – über 90% aller Anträge auf Berufsunfähigkeit sind jedoch krankheitsbedingt.

Hier kommt es drauf an:

Die Hausratversicherung

shutterstock 173558135Shutter_M/shutterstock.comMit der ersten eigenen Wohnung kommt schnell das Thema „Hausratversicherung“ auf. Und eigentlich jeder hat sie. Nur: Welcher  Auszubildende hat in der ersten Wohnung schon Designer-Möbel, Perserteppiche und Hutschenreuther Porzellan? Andererseits kommt mit Laptop, Stereoanlage und der CD-Sammlung schnell ein nettes Sümmchen zusammen. Kurz gesagt: Das ist individuell unterschiedlich und muss jeder selbst entscheiden. Achtung: Wer in eine WG zieht, sollte sich informieren, ob bereits eine gemeinsame Hausratversicherung besteht. Wenn nämlich jeder Mitbewohner der Wohngemeinschaft über das heutzutage übliche Paket an Unterhaltungselektronik verfügt, lohnt sich die geteilte Prämie allemal. Wer die WG jedoch nur als Zweitwohnsitz anmeldet, ist weiterhin über seine Eltern versichert. Eine gute Entscheidungshilfe: Kann ich es mir finanziell leisten, meine gesamte Einrichtung (also nicht nur die Möbel, sondern auch den Schrankinhalt wie z.B. Klamotten und Geschirr) zu ersetzen? Wenn nicht, ist eine Hausratversicherung sinnvoll.

Kfz-Versicherung

shutterstock 94599049Everett Collection/shutterstock.comWer als Fahranfänger die Tarife der Kfz-Versicherung abfragt, bekommt oft einen Schock: Nicht selten übersteigt die Jahresprämie den Wert des ersten Autos. Günstiger wird es, wenn man das Auto (oder Motorrad) die ersten Jahre über Vater oder Mutter (ggfls. als Zweitfahrzeug) versichert – einfach einmal bei der Versicherung nachfragen. Nach einigen (hoffentlich schadensfreien) Jahren meldet man dann den Vertrag einfach um. Tipp: Einige Versicherungen bieten Rabatte für Absolventen eines Fahrsicherheitstrainings (bietet u.a. der ADAC an) – auch hier lohnt eine Nachfrage.

Alles andere kann warten!

Wenig BAföG oder geringes Gehalt als Auszubildender – trotzdem eigenes Geld! Studium und Ausbildung, zumal in Verbindung mit der ersten eigenen Wohnung, bedeuten auch Unabhängigkeit und Selbstständigkeit. Und natürlich möchten Sie das erste eigene Geld auch ausgeben – in der Regel nicht für weitere Versicherungsprämien oder Sparverträge.

Also: Die (private) Altersvorsorge kann warten! Eine Kapitallebensversicherung kann auch nach durchschnittlich drei Jahren Ausbildung noch abgeschlossen werden, ohne immense Einbußen zu riskieren. Generell ist diese Form der Altersvorsorge mit einigen Nachteilen behaftet: Man bindet sich vertraglich über 30 oder 40 Jahre – meist bis zum Eintritt ins Rentenalter. Bekommt man Probleme, die monatlichen   Beiträge zu zahlen, bleibt nur die Möglichkeit, die Versicherung beitragsfrei zu stellen – was sich natürlich negativ auf die Auszahlung auswirkt. Oder man muss sogar kündigen – und bekommt oft weniger heraus, als man eingezahlt hat. Insgesamt also ein unflexibles und inzwischen auch in Bezug auf die Verzinsung nicht sehr attraktives Produkt.

Und eine Risiko-Lebensversicherung ist sowieso nur sinnvoll, wenn bereits eine Familie zu versorgen ist. Besser also, dieses Geld für den Konsum zu nutzen, als sich bereits in jungen Jahren überzuversichern und dringend notwendige Ausgaben über Kredite zu finanzieren! Aber: Spätestens mit 30 ist es Zeit, an die private Vorsorge zu denken – danach wird es nämlich immer teurer, seinen Lebensstandard im Ruhestand sicherzustellen; Stichwort „Zinseszinseffekt“. Mit Riester-Rente und Sparplänen gibt es aber jede Menge auch staatlich geförderter Alternativen zur Lebensversicherung.

Eine sehr gute (allerdings nicht kostenlose) telefonische oder persönliche Beratung zu allen Fragen rund um das Thema Versicherungen bieten die Verbraucherzentralen – im Internet finden Sie unter www.verbraucherzentrale.de die Adressen und Kontaktdaten für jedes Bundesland.

Neues Orientierungstool der Agentur für Arbeit

Im letzten Schuljahr soll alles gleichzeitig passieren: Pauken für die Abschlussprüfungen, entscheiden wie’s nach der Schule weitergeht, neben dem Schul- und Prüfungsstress Bewerbungen schreiben, mit dem Führerschein anfangen, der für manche Arbeits- oder Ausbildungsstelle auch wichtig sein kann. Da kann man schnell den Überblick verlieren. Vor allem bei der Entscheidung für den künftigen Beruf ist die Unsicherheit bei jungen Menschen groß. Kein Wunder, angesichts der immer schneller stattfindenden Veränderungen in der Arbeitswelt. Hinzu kommt, dass Schülerinnen und Schüler nur ansatzweise einen Einblick in Arbeitswelt und Berufs- oder Tätigkeitsprofile haben. Wie kann man trotzdem zu einer guten Entscheidung kommen?

Experten für die Berufswahl sind die Studien- und Berufsberater/innen der Agenturen für Arbeit. Sie kennen alle wichtigen Bausteine für eine sinnvolle und zielführende Entscheidungsfindung. Carmen Gutierrez Gnam, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit Stuttgart, beschreibt den Sinn eines Beratungsgesprächs folgendermaßen: „Es gibt eine große Bandbreite an Möglichkeiten, um das Thema Berufswahl anzugehen. Nicht immer ist es sinnvoll, alle Instrumente auch einzusetzen. Welche im Einzelfall besonders gut passen, kann bei einem Beratungsgespräch schnell festgestellt werden.“ Denn die „Orientierungstools“ reichen von Self Assessment Verfahren über Entscheidungsworkshops oder Vorträge bis hin zu Praktika oder Schnupperstudium. „Dabei bleibt den meisten gerade mal Zeit, ein, höchstens zwei Praktika zu absolvieren oder auch mal eine Hochschule von innen zu sehen.“

Ob die Vorstellungen mit der Realität übereinstimmen, kann problemlos in einem Beratungsgespräch festgestellt werden. Die Studien- und Berufsberater/innen merken schnell, ob sich jemand schon im Vorfeld über Wunschberufe informiert hat und ob diese ehrlich mit den eigenen Interessen abgeglichen wurden. Wem nüchterne Beschreibungen im Internet nicht genügen, sollte so oft wie möglich das Gespräch mit Berufspraktikern oder Studierenden suchen, um von deren Erfahrungen und Erzählungen zu profitieren.

Wem das nicht reicht, der sollte die angedachte Entscheidung einfach mal „leben“; dabei setzt man sich der Echtsituation aus, d.h. man tut so, als hätte man sich bereits entschieden und geht – für einige Tage – an die Hochschule und nimmt an den Vorlesungen teil oder begibt sich in einen Betrieb und lernt dort seine Wunschausbildung kennen. Das nennt man „Schnupperstudium“ oder „Schnupperpraktikum“. Schnell merkt man, ob dieser Weg der richtige ist. Mittlerweile gibt es auch Plattformen, über die man ein Schnupperpraktikum oder -studium problemlos organisieren kann, z.B. www.oneweekexperience.de. Hier findet man zu seiner Wunschausbildung (One Week Azubi) oder seinem Wunschstudium (One Week Student) bundesweit passende Angebote.

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Auch sehr hilfreich ist es, Self Assessment Verfahren im Netz zu durchlaufen. Diese sind extrem gut als Einstiegs“tool“ in die Studien- bzw. Berufsorientierung geeignet. Besonders viel erfährt man anhand von Tests, die nicht nur die reinen Interessen und Vorlieben abfragen, sondern auch Aufschluss geben über Fähigkeiten und Kompetenzen. Der Orientierungstest www.was-studiere-ich.de und das neue Selbsterkundungstool der Bundesagentur für Arbeit, kurz SET – www.arbeitsagentur.de/selbsterkundungstool – gehören dazu. Diese Tests dauern zwischen ein und zwei Stunden. Man kann zwischendurch Pausen einlegen, sich jederzeit wieder einloggen und an derselben Stelle weitermachen. Die meisten Tests – sowohl allgemeine als auch studienfeldbezogene – findet man über das unabhängige Vergleichsportal www.osa-portal.de Wer mag, kann die Ergebnisse mit seinem/r Studien- und Berufsberater/in besprechen.

Noch ein paar allgemeine Tipps:

  • Mit Freund/innen, Eltern, Lehrer/innen zu sprechen, ist wichtig. Denn man erhält zusätzlich zu seiner Selbsteinschätzung auch Rückmeldungen, wie andere einen sehen. Aber Achtung: Trotzdem auf die innere Stimme hören und nicht jeden Ratschlag beherzigen, nur weil er vom besten Freund kommt. Denn letzten Endes weiß man selbst am besten, was zu einem passt.
  • Wer den Anspruch hat, sein (Berufs-) Leben bis zur Rente durchzuplanen, überfordert sich damit selbst. Entscheidungen müssen natürlich getroffen werden, aber sie sollten in erster Linie im Hier und Jetzt Bestand haben – denn wer kann schon mit Sicherheit sagen, was morgen oder übermorgen kommt?
  • Auch der Zeitfaktor ist wichtig. Manch einer braucht erst mal einen Perspektivenwechsel, um zu merken, wohin die berufliche Reise gehen soll. Nicht jeder kann dies aus dem laufenden Unterrichtsgeschehen heraus entscheiden. Ein gap year oder eine kürzere Auszeit (Freiwilliges Soziales Jahr, Au Pair, einfach mal nur Jobben u.ä.) kann wahre Wunder vollbringen.

 

Entwicklung der tariflichen Ausbildungsvergütungen 2017

Die tariflichen Ausbildungsvergütungen sind im Jahr 2017 im bundesweiten Durchschnitt um 2,6 % gestiegen. Der Vergütungsanstieg fiel damit deutlich schwächer aus als in den Jahren zuvor, denn im Zeitraum von 2012 bis 2016 lagen die jährlichen Zuwächse in einer Spanne von 3,4 % bis 4,5 %. Bundesweit kamen die Auszubildenden im Jahr 2017 auf eine Vergütung von durchschnittlich 876 € brutto im Monat. In Westdeutschland erhielten die Auszubildenden im vergangenen Jahr durchschnittlich 881 € und in Ostdeutschland 827 € im Monat. Die tariflichen Ausbildungsvergütungen stiegen damit prozentual fast gleich stark an: im Westen um 2,6 % und im Osten um 2,5 %. Der Abstand zum westlichen Tarifniveau blieb somit 2017 in Ostdeutschland unverändert: Es wurden wie im Vorjahr 94 % der westlichen Vergütungshöhe erreicht.

Zu diesen Ergebnissen kommt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in der Auswertung der tariflichen Ausbildungsvergütungen für das Jahr 2017. Ermittelt wurden die durchschnittlichen Vergütungen für 181 Berufe in West- und 152 Berufe in Ostdeutschland. Auf dieser Basis wurden auch gesamtdeutsche Durchschnittswerte berechnet. Auf die einbezogenen Berufe entfielen 89 % aller Ausbildungsverhältnisse. Das BIBB führt die Auswertung der tariflichen Ausbildungsvergütungen seit 1976 jährlich zum Stichtag 1. Oktober durch.

Zwischen den Ausbildungsberufen bestanden 2017 erhebliche Unterschiede in der Vergütungshöhe. Besonders hoch lagen die tariflichen Ausbildungsvergütungen im Handwerksberuf Maurer/Maurerin mit monatlich 1.095 € im gesamtdeutschen Durchschnitt. In Ostdeutschland fielen die Beträge allerdings mit 915 € deutlich niedriger aus als in Westdeutschland mit 1.110 €. Hohe tarifliche Vergütungen wurden beispielsweise auch in den Berufen Mechatroniker/Mechatronikerin (gesamt: 1.043 €, West: 1.047 €, Ost: 1.023 €), Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen (einheitlich: 1.028 €) und Industriekaufmann/-frau (gesamt: 1.004 €, West: 1.008 €, Ost: 942 €) gezahlt.

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Vergleichsweise niedrig waren die tariflichen Vergütungsdurchschnitte 2017 zum Beispiel in den Berufen Maler und Lackierer/Malerin und Lackiererin (einheitlich: 693 €), Bäcker/Bäckerin (einheitlich: 637 €), Florist/Floristin (gesamt: 617 €, West: 622 €, Ost: 587 €) sowie Schornsteinfeger/Schornsteinfegerin (einheitlich: 518 €).

Zwischen den Ausbildungsbereichen gab es 2017 ebenfalls deutliche Unterschiede im tariflichen Vergütungsniveau. Überdurchschnittlich hohe Ausbildungsvergütungen wurden im Öffentlichen Dienst (einheitlich: 958 €) sowie in Industrie und Handel (gesamt: 942 €, West: 950 €, Ost: 878 €) erreicht. Unter dem Gesamtdurchschnitt lagen dagegen die Vergütungen im Bereich der freien Berufe (gesamt: 809 €, West: 810 €, Ost: 773 €), in der Landwirtschaft (gesamt: 733 €, West: 753 €, Ost: 641 €) sowie im Handwerk (gesamt: 738 €, West: 743 €, Ost: 678 €).

Top: Hier rollt der Rubel

Stuckateur/-in

1.104 €

Beton- und Stahlbetonbauer/-in

1.097 €

Zimmerer/-in

1.096 €

Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/-in

1.095 €

Maurer/-in

1.095 €

Straßenbauer/-in

1.093 €

Trockenbaumonteur/-in

1.087 €

Binnenschiffer/-in

1.072 €

Technische/-r Systemplaner/-in

1.052 €

Elektroniker/-in für Geräte und Systeme

1.051 €

Technische/-r Modellbauer/-in

1.051 €

Fluggerätmechaniker/-in

1.050 €

Zerspanungsmechaniker/-in

1.050 €

Konstruktionsmechaniker/-in

1.048 €

Anlagenmechaniker/-in

1.045 €

Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik

1.045 €

Mechatroniker/-in

1.043 €

Industriemechaniker/-in

1.038 €

Elektroniker/-in für Betriebstechnik

1.036 €

Bankkaufmann/-frau

1.032 €

Industriekaufmann/-frau

1.004 €

Flop: Hier gibt‘s wenig

Schornsteinfeger/-in

518 €

Florist/-in

617 €

Bauten- und Objektbeschichter/-in

630 €

Raumausstatter/-in

635 €

Bäcker/-in

637 €

Landwirt/-in

648 €

Fachverkäufer/-in im Lebensmittelhandwerk

658 €

Tischler/-in

665 €

Tiermedizinische/-r Fachangestellte/-r

680 €

Maler/-in und Lackierer/-in

693 €

Fachkraft im Gastgewerbe

717 €

Systemelektroniker/-in

725 €

Metallbauer/-in (alle Fachrichtungen)

729 €

Fleischer/-in

736 €

Feinwerkmechaniker/-in

742 €

Automobilkaufmann/-frau

747 €

Fachkraft für Schutz und Sicherheit

747 €

Mediengestalter/-in Bild und Ton

750 €

Restaurantfachmann/-frau

758 €

Kaufmann/-frau für Büromanagement

763 €

Koch/Köchin

765 €

 

 

Wissenswertes über Freiwilligendienste im Ausland

Lernstress ade, Abitur in der Tasche: viele Schulabgänger planen, fernab touristischer Pfade die Welt zu erkunden. Vor allem Freiwilligenprojekte im sozialen oder ökologischen Bereich sowie im Tierschutz sind sehr beliebt – bei Abiturienten ebenso wie bei Studenten. Für den Einsatz in geförderten Projekten, wie etwa im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) im Ausland, gelten lange Bewerbungsfristen. Privat finanzierte Freiwilligenprojekte weltweit dagegen nehmen auch noch sehr kurzfristig engagierte Helfer aus Deutschland auf.

Als Alternative zur Suche auf eigene Faust bieten private Vermittler ihre Unterstützung an. Janna Pressentin, Expertin für Freiwilligendienste bei den gemeinnützigen Carl Duisberg Centren, informiert über die Vermittlung solcher Projekte durch private deutsche Organisationen.

Flexibilität für Kurzentschlossene

Wer sich mit seinen Wünschen an private Vermittler wendet, genießt dort in der Regel eine große Flexibilität bezüglich Beginn, Dauer und Ort seines Einsatzes. Anders als bei geförderten Aufenthalten ist auch die Art des Projekts frei wählbar. Ob einige Wochen, drei Monate oder gleich ein ganzes Jahr – junge Helfer unterrichten Grundschüler in Indien, engagieren sich im Umweltschutz in Nordamerika und sind in neuseeländischen Nationalparks aktiv. Ein beliebtes Reiseziel ist Südafrika, wo Exotik und die englische Landessprache für viele eine gute Kombination für einen Freiwilligendienst sind. Viele Volontäre kombinieren ihren Freiwilligeneinsatz auch mit anderen Programmen wie etwa einem Sprachkurs oder einem Praktikum. Denn die Einsatzzeiten variieren je nach Projekt und Kombination zwischen 10 und 40 Stunden wöchentlich.

Safety first – selbst bei Reklamation

Wer die professionelle Vermittlung über einen deutschen Anbieter wählt, genießt Sicherheit bei Organisation und Betreuung sowie Hilfe bei der Suche nach dem richtigen Projekt durch kompetente Reiseexperten. Diese übernehmen die Auswahl geeigneter und seriöser Partner weltweit und sind Vertragspartner nach deutschem Reiserecht. Die Organisation übernimmt die Zahlungsabwicklung mit dem Ausland genauso wie die Geltendmachung möglicher Reklamationsansprüche. Zahlungen an unbekannte Adressen im Ausland lassen sich so vermeiden.

Service vor Abreise

Mancher junge Erwachsene ist erstmals von zu Hause weg und entsprechend noch nicht so routiniert hinsichtlich einer komplett eigenständigen Reiseorganisation. Da ist es nicht zuletzt auch für Eltern hilfreich, einen direkten Ansprechpartner in Deutschland zu haben. Zusammen mit dem Vermittler legen die künftigen Helfer schon im Vorfeld alle wesentlichen Rahmendaten des Aufenthalts fest – Projekt und Reiseziel, die Abholung am Flughafen, Unterbringung und Versorgung vor Ort. Eltern und Projektteilnehmer erhalten außerdem vorab Informationen zum Tagesablauf oder zu Einreisebestimmungen und Visaformalitäten. Ein Zeitraum von drei Monaten vor der Abreise ist optimal für die Planung und Vorbereitung.

Warum Helfen im Ausland Geld kostet

Freiwilligendienst Thailand Rebecca K.

Viele Interessierte erwarten im Vorfeld kostenfreie Unterkunft und Verpflegung für ihren freiwilligen Einsatz. Im Gegensatz zu geförderten Projekten müssen Teilnehmer die Kosten für den Freiwilligendienst aber selbst tragen. Dazu zählen im Wesentlichen Kosten für Unterkunft, Verpflegung, Transfers, die Krankenversicherung sowie Taschengeld. Reisende zahlen zudem für den deutschen Vermittler und dessen ausländischen Partner eine Aufwandsgebühr. Gründe dafür liegen in den Projekten selbst, die keine staatliche Förderung erhalten, sich meist nur mühsam selbst über Wasser halten und somit keinerlei Kosten für die Volontäre tragen können. In der Regel fließt ein Teil der Gebühren auch als direkte Spende ins gewählte Projekt.

Betreuung vor Ort

Deutsche Vermittler kooperieren in der Regel nicht direkt mit den Projekten vor Ort, sondern mit einer Partnerorganisation, die mehrere Projekte sowie deren ausländische Helfer betreuen. Im direkten Austausch mit deren Mitarbeitern vor Ort lassen sich Anfangsschwierigkeiten oder ungewohnte Situationen gemeinsam meistern. Die Vermittlung spannender und effizienter Einsätze gelingt so sehr gut, denn nicht jedes Projekt, das auf Freiwillige angewiesen ist, verfügt über das Know-how, sie weltweit zu rekrutieren oder eine entsprechende Online-Präsenz einzurichten. Neben der Vermittlung in ein geeignetes Projekt, der Organisation von Unterkunft, Verpflegung und Abholung am Flughafen bieten die lokalen Partner verschiedene Möglichkeiten gemeinsamer Freizeitaktivitäten, helfen bei der Eingewöhnung und haben auch wenn einmal Heimweh aufkommt ein offenes Ohr.

Weitere Informationen zu möglichen Programmen gibt es unter www.carl-duisberg-auslandspraktikum.de

Alle Fotos: Carl Duisburg Centren

Welcher Auslandsaufenthalt passt zu wem?

Immer mehr Schüler nutzen die Zeit nach dem Abi für einen Auslandsaufenthalt. Doch wohin soll es gehen und zu welchem Zweck? Hilfe leisten oder doch lieber Uniluft schnuppern? Erste Berufserfahrung sammeln oder Sprachkenntnisse ausbauen? Gut ist es, sich zunächst klar zu machen, was den Antrieb gibt. Die Ansätze sind unterschiedlich, breit das Angebot. Julia Kirn, Expertin für Arbeitseinsätze und Praktika im Ausland bei den Carl Duisberg Centren, gibt eine Orientierung:

Gutes tun im Ausland

Steht der Wunsch nach sozialem Engagement im Vordergrund, bieten sich sogenannte Freiwilligendienste an. Projekte gibt es im sozialen oder ökologischen Bereich und im Tierschutz. Hier unterscheidet man finanziell geförderte und nicht geförderte Freiwilligeneinsätze. Die geförderten Programme – oft Freiwilliges Soziales Jahr genannt – dauern in der Regel sechs bis zwölf Monate und schonen den Geldbeutel. Flexibilität bei Einsatzort und Projekt sind gefragt sowie eine sehr frühzeitige Planung mindestens ein Jahr im Voraus. Wer einen Freiwilligeneinsatz plant, kann sich jetzt über einen privaten Anbieter für Einsätze in nicht-geförderte Projekte vermitteln lassen. Einsatzort, Projekt und Abreisedatum sind hier frei wählbar. Die Aufenthaltszeit liegt in der Regel bei zwei bis zwölf Wochen, je nach Laufzeit des Visums. Mit einer Vorlaufzeit von circa drei Monaten sind Aufenthalte hier auch kurzfristig möglich. Helfer zahlen eine Vermittlungsgebühr an die deutsche Organisation sowie Anreise, Kost und Logis. Denn die Projekte vor Ort erhalten keine Förderung und können somit die Kosten für die Volontäre nicht selbst tragen. Interessante Projekte warten weltweit auf engagierte Helfer: Die Spanne reicht vom Grundschulunterricht in Indien über Schildkrötenschutz auf Sri Lanka bis hin zu Umweltschutzaktivitäten in Nordamerika und in neuseeländischen Nationalparks. Beliebtes Reiseziel ist Südafrika. Exotik und die englische Landessprache sind für viele eine gute Kombi.

Auf Schnupperkurs im Berufsalltag

Australien Strassenschilder

Schüler, die den Berufsalltag kennenlernen und auch ihre Sprachkenntnisse verbessern möchten, planen am besten ein Arbeitspraktikum im Ausland. Für volljährige Schulabgänger ist dies auch ohne Vorkenntnisse möglich. Flexibilität ist aber gefragt: Bewerber geben in der Regel beim deutschen Vermittler mehrere Wahlbereiche an, von denen einer umgesetzt wird. Im Bereich Medizin, Forschung und Wissenschaft gibt es keine Praktika. Langzeitpraktika empfehlen sich im europäischen Ausland, Praktika in Übersee wie etwa Australien oder Neuseeland eignen sich für Aufenthalte von vier bis zwölf Wochen. Neben beliebten Ländern wie England oder Irland bieten sich auch Reiseziele wie etwa China an, die sich ebenfalls gut im Lebenslauf machen. In London und Dublin können bereits 17-Jährige ein Praktikum im Bereich Office Administration absolvieren.

Uni auf Probe

Abiturienten, die bereits über fortgeschrittene Englischkenntnisse verfügen und ihre berufliche Zukunft in Wirtschaft und Business Management sehen, können ein fachliches Kurzstudium in Kanada belegen. Sie erhalten so einen wertvollen Einblick in die gewünschte Studienrichtung. Kurzstudiengänge dauern in der Regel zwischen vier und 36 Wochen und schließen mit einem entsprechenden Diplom oder Zertifikat ab. Ideal ist die Kombination aus Kurzstudium und unmittelbar folgendem Praktikum. Der Einstieg ist in der Regel monatlich möglich. Für die Kombi mit einem Praktikum oder ab einer Aufenthaltsdauer von 24 Wochen ist anstelle eines Touristenvisums ein Studentenvisum erforderlich.

Jobben und Reisen für Abenteurer

Soziales Engagement Altenpflege

Für die Abenteuerlustigen und besonders Selbständigen unter den Abiturienten ist nach wie vor das Working Holiday Visum für Australien, Neuseeland oder Kanada die Empfehlung. Es ermöglicht jungen Menschen ab 18 Jahren, bis zu einem Jahr in diesen Ländern zu verbringen und vor Ort auch Geld zu verdienen. Die Teilnehmer sind flexibel und wechseln ganz nach Lust und Laune Aufenthaltsort und Job. Arbeitsmöglichkeiten finden sich vor allem in den Bereichen Gastronomie, Tourismus, Einzelhandel und Landwirtschaft. So lässt sich auch eine längere Reise mit geringeren finanziellen Mitteln planen. Wenig erfreulich für alle, die nach Kanada möchten: Das Working Holiday Visum wird seit Anfang 2016 nur noch in begrenzter Anzahl verlost – schlechte Voraussetzung für eine sichere Planung. Für alle Down Under Fans empfiehlt sich mittlerweile Neuseeland, da Australien vielerorts überlaufen ist. Auch in Neuseeland hat man sich auf die Arbeitsuchenden eingestellt – landschaftlich steht es Australien in nichts nach. Weiterer Vorteil: Das Visum ist günstiger. Während man für Australien circa 300 € zahlt, ist es für Neuseeland nur die Hälfte.

Schwerpunkt Land und Leute

Junge Frau in London Union Jack T shirt

Wer noch nicht auf eigene Faust losziehen möchte oder für Arbeitsaufenthalte oder Praktika noch zu jung ist, kann mit dem deutschen Schulabschluss in der Tasche im Ausland auch noch in die Schuluniform schlüpfen. Ohne Notenstress oder den Blick auf die Rückkehr ins deutsche Schulsystem besteht auch nach dem Abi die Möglichkeit eines High School Aufenthalts. In keinem Programm können Schüler besser in Land, Sprache und Kultur einzutauchen. Sie leben in Gastfamilien, haben einen geregelten Schulalltag und Zeit, sich auf ihre weitere Zukunft vorzubereiten. Motivation für die „Schule nach der Schule“ kann auch die Vorbereitung auf Universität und Beruf sein. Denn sogar Fächer wie Business, Videoproduktion, Schreinern oder Design stehen zur Auswahl. Gastfamilien- oder Internatsprogramme für Abiturienten gibt es in Neuseeland, Australien, Nordamerika oder Großbritannien. Anspruchsvolle Kurse, die auch der Univorbereitung dienen, kennzeichnen das Post Graduate Year, das in Verbindung mit einem Internatsaufenthalt an Schulen in den USA und Kanada möglich ist.

Sprachkenntnisse ausbauen

Wer vor allem seine Sprachkenntnisse systematisch ausbauen oder auffrischen möchte, sollte über einen Langzeitsprachkurs nachdenken. Die direkte Anwendung der Fremdsprache im Alltag tut ihr übriges: sei es im Gespräch mit der möglichen Gastfamilie, beim Bummel durch die City oder am Strand mit Einheimischen – das Gelernte wird gleich erprobt und gefestigt. Und wer am Ende seines Aufenthalts eine Prüfung ablegt, kann ein international anerkanntes Sprachzertifikat wie etwa IELTS oder TOEFL mit nach Hause nehmen. Sprachzertifikate sind eine gute Referenz für den Lebenslauf und Voraussetzung für viele internationale Studiengänge. Generell bietet es sich an, auch vor Auslandspraktika oder Freiwilligeneinsätzen einen Sprachkurs vorwegzuschalten. Er erleichtert das Ankommen im Gastland, sichert erste Kontakt und aktiviert die Sprachkenntnisse.

Rechtzeitige Planung ist für alle Programme notwendig: die Anmeldung sollte mindestens drei Monate, beim High School Aufenthalt sechs Monate vor Reisebeginn erfolgen.

Mehr zum Thema unter www.carl-duisberg-auslandspraktikum.de/nachdemabi

Alle Fotos: Carl-Duisburg-Centren