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Duales Studium erleichtert den Berufseinstieg

Duale Studiengänge, die Praxis und Studium miteinander verbinden, erleichtern den Berufseinstieg nach dem Studium. Die Beschäftigungswahrscheinlichkeit liegt in den ersten Jahren nach einem Dualen Studium vier Prozentpunkte höher als nach einem Universitätsstudium. Im weiteren Erwerbsverlauf verschwindet dieser Beschäftigungsvorteil aber. Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Duale Studiengänge verbinden Theorie und Praxis, indem während des Studiums zugleich eine Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf absolviert wird oder Praxisphasen in Unternehmen in einem weit größeren Umfang als bei klassischen Studiengängen in der Studienordnung verankert sind.

Rund vier Prozent aller Studierenden absolvieren ein duales Studium. Die Zahl dual Studierender stieg in den letzten 15 Jahren von 40.000 auf mehr als 100.000. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich die Zahl der Kooperationsunternehmen von weniger als 20.000 auf rund 50.000.

Dual Studierende sind zumeist an Berufsakademien, dualen Hochschulen und Fachhochschulen eingeschrieben. In dualen Studiengängen gibt es im Vergleich zu Universitäten einen höheren Männeranteil und weniger Studierende mit ausländischer Staatsangehörigkeit.

Absolventen eines dualen Studiums arbeiten oft in den Bereichen Geschäftsadministration, Geschäftsleitung und Ingenieurswesen.

Laut der IAB-Studie verdienen Absolventen eines dualen Studiums im Durchschnitt ähnlich wie Fachhochschulabsolventen und damit weniger als Absolventen eines universitären Studiums.

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Branchenreport Einzelhandel

Der Einzelhandel gehört mit über 3 Millionen Mitarbeitern und rund 340.000 Betrieben zu den beschäftigungsstärksten Branchen in Deutschland. Seine Mitarbeiter stellen tagtäglich die Versorgung der Menschen mit Waren des täglichen Bedarfs und anderen Gütern sicher. Sie leisten dabei gute Arbeit. Und es werden jedes Jahr mehr, denn der Einzelhandel baut ständig weiter Arbeitsplätze auf.

Der Einzelhandel präsentiert sich den Kunden und Verbrauchern mit einem breiten, laufend erneuerten Warenangebot. Diese Waren – die Spanne reicht von modischen Artikeln (z. B. Bekleidung, Schuhe) über Glas, Porzellan, Keramik sowie Schmuck und Kosmetika, technischen Gebrauchsgütern einschließlich Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik, Lebensmitteln und Möbeln/Küchen bis hin zu Heimwerker- und Hobbybedarf – werden von Fachgeschäften, Discountern, SB-Warenhäusern, Supermärkten, Warenhäusern, Kaufhäusern, Verbrauchermärkten, Boutiquen, Versandhäusern, Online-Händlern u. a. angeboten, präsentiert, und verkauft.

Sowohl multinationale Konzerne als auch familiengeführte Fachgeschäfte prägen den Einzelhandel in Deutschland. Die Spanne reicht

  • beim Umsatz von rund 250.000 € bis zu rund 60 Mrd. € pro Jahr,
  • bei der Beschäftigtenzahl vom reinen inhabergeführten Geschäft mit nur wenigen Beschäftigten bis zu mehr als 200.000 Mitarbeitern
  • bei den Azubis von einem Auszubildenden je Unternehmen bis zu etwa 15.000 Auszubildende pro Betrieb

Was der Handel bietet:

  • Interessante, abwechslungsreiche und krisensichere Arbeitsplätze,
  • moderne Ausbildungsberufe, gute Ausbildungsqualität,
  • spezielle Qualifizierungswege für Abiturienten,
  • Karriere mit Lehre, auch ohne Studium,
  • bedarfsgerechte, intensive Weiterbildungsaktivitäten,
  • leistungsgerechte Bezahlung,
  • flexible Arbeitszeiten,
  • gute Einkommenschancen, insbesondere für Führungskräfte,
  • Chance auf berufliche Selbstständigkeit

Vergütung

Im Bereich der Vergütung gewährleistet der hohe Anwendungsgrad der Tarifverträge ein angemessenes Mindestvergütungsniveau:

  • Das tarifliche Monatsentgelt in der wichtigsten Tarifgruppe (Verkaufstätigkeiten) beläuft sich in allen Tarifregionen (2018) in der Endstufe auf mehr als 2.500 €.
    Gezahlt werden 13,25 Tarifgehälter (inkl. tarifliches Urlaubsgeld und tarifliches Weihnachtsgeld).
  • Die tarifliche Wochenarbeitszeit beträgt 37,5 Wochenstunden (West) bzw. 38,5 Wochenstunden (Ost). Arbeit ab 18:30 Uhr wird zusätzlich mit 20 % Zuschlag belohnt, ab 20:00 Uhr mit 50 % Zuschlag, Arbeit an verkaufsoffenen Sonntagen mit 100 % Zuschlag.
  • Die Tarifverträge des Einzelhandels sehen eine durch die Arbeitgeberseite finanzierte tarifliche Altersvorsorge in Höhe von 300 € jährlich vor. Hierdurch wird von den Handelsunternehmen der Aufbau einer betrieblichen Altersversorgung gefördert, mit der die Beschäftigten ihre gesetzlichen Rentenansprüche aufstocken können.

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag, 8:00 bis 20:00 Uhr…

Die Arbeitszeiten unterscheiden sich sehr deutlich von denen im industriellen Bereich oder in der Verwaltung. So sind die Geschäfte meist zwar an sechs Werktagen geöffnet. Die Arbeitszeitsysteme im Einzelhandel stellen jedoch im Regelfall sicher, dass eine Beschäftigung von Arbeitnehmern im Durchschnitt nur in Form einer 5-Tage-Woche erfolgt. Dies wird beispielsweise durch rollierende Arbeitszeitsysteme sichergestellt. Zwar sehen die Ladenöffnungsgesetze in den meisten Bundesländern auch die Möglichkeit einer Ladenöffnung während der Nachtzeit vor, doch werden diese Möglichkeiten nur ausnahmsweise genutzt. Für die Mitarbeiter in den Verkaufsstellen des Einzelhandels ist daher meistens zwischen 18 und 20 Uhr Arbeitsschluss. Anders als im industriellen Bereich gibt es somit im Regelfall weder (diskontinuierliche) Nachtschicht noch Sonntagsarbeit.

Ausbildung im Handel

Qualifizierung wird groß geschrieben im Einzelhandel. Insgesamt über 150.000 Auszubildende und intensive Weiterbildungsleistungen der Unternehmen unterstreichen dies. Und bei den vielfältigen Wandlungsprozessen im Einzelhandel muss es auch so sein, dass lebensbegleitendes Lernen hohe Bedeutung hat.

Grundlage für jede Karriere im Einzelhandel ist eine gute Ausbildung – entweder in einem der über 30 Ausbildungsberufe des dualen Ausbildungssystems oder in einem handelsorientierten Studiengang. Auch wenn aufgrund der zunehmenden Komplexität der Handelsprozesse und der wachsenden Internationalisierung vieler Handelsunternehmen der Akademikeranteil im Handel steigt, gilt nach wie vor, dass die praktische Berufserfahrung, die fundierte Kenntnis der Aufgaben am Point of Sale unerlässlich sind, um eine Karriere im Handel zu starten. Daher gehört der Handel nach wie vor zu den Wirtschaftsbereichen, in denen das Wort von der „Karriere mit Lehre“ absolut zutrifft: Viele Führungskräfte bis in die ganz hohen Positionen hinein und natürlich viele selbstständige Händler haben ihre Berufslaufbahn mit einer fundierten Berufsausbildung und anschließender Fortbildung im Handel begonnen.

Neue Ausbildungsverträge 2018 insgesamt in ausgewählten Berufen:

Männeranteil
Kaufmann im Einzelhandel 23.742 50 %
Verkäufer 22.947 48 %
Fachkraft für Lagerlogistik 11.028 88 %
Fachlagerist   6.228 92 %
Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk   5.703 21 %
Automobilkaufmann   5.454 63 %
Mediengestalterin Digital und Print   3.141 41 %
Fachmannfrau für Systemgastronomie   1.536 55 %
Drogistin   1.407 8 %
Pharmazeutisch-kaufmännischer Angestellter   1.347 8 %
Kaufmann im E-Commerce   1.284 62 %
Florist   1.080 6 %
Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice      567 99 %
Gestalter für visuelles Marketing      510 11 %
Buchhändler      441 16 %
Kosmetiker      351 1 %
Bodenleger      255 98 %
Fahrradmonteur      246 92 %
Fotomedienfachmann        57 42 %
Tankwart        51 98 %
Musikfachhändler        12 62 %

Kaufleute im Einzelhandel und Verkäufer/Innen stehen insgesamt für rund 10 % aller in Deutschland abgeschlossenen Ausbildungsverträge. Sie bereiten auf die vielfältigen Fach- und Führungsaufgaben in den Vertriebsbereichen des Einzelhandels vor. Verkauf und Kundenberatung, Anwendung und Auswertung von Warenwirtschaftssystemen, Warenpräsentation, Marketingaktivitäten, Bearbeitung des Wareneingangs, Weiterentwicklung der Warensortimente, kaufmännische Steuerung und Kontrolle sind wesentliche Handlungsbereiche für Verkäufer und Kaufleute im Einzelhandel.

Was erwarten die Unternehmen?

Schulische Vorbildung

Für keinen der Berufe im dualen Ausbildungssystem ist ein bestimmter Mindest-Schulabschluss vorgegeben: Jeder Ausbildungsberuf steht bei entsprechender Eignung grundsätzlich sämtlichen Schulabgängern offen. Dennoch haben sich gewisse Schwerpunkte herausgebildet: Die Anforderungen der Berufe und die Wünsche von Betrieben wie Jugendlichen haben Einfluss. In den zentralen Einzelhandelsberufen Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel und Verkäufer/-in werden vorwiegend Realschulabsolventen und Hauptschulabgänger ausgebildet. Wer den Hauptschulabschluss nicht geschafft hat, hat also nur in Ausnahmefällen eine Chance auf einen Ausbildungsplatz im Einzelhandel.

Im Beruf Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel werden recht häufig und gern auch Abiturienten bzw. Hochschulzugangsberechtigte zur Ausbildung eingestellt. Zudem gibt es mit den sog. Abiturientenqualifizierungsgängen besondere Qualifizierungswege, in denen auf dem Weg zum Fortbildungsabschluss Fachwirt für Vertrieb im Einzelhandel oder Handelsfachwirt auch der Ausbildungsabschluss Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel erworben wird.

Qualifikation und Interessen

Wichtig sind für die Unternehmen des Einzelhandels insbesondere folgende Qualifikationen bzw. Eigenschaften:

  • Kontaktfreude, freundliches Auftreten, Offenheit für Neues,
  • gepflegtes und umgängliches Auftreten,
  • Spaß an Kundenberatung, Kommunikationsfähigkeit,
  • Serviceorientierung, Teamorientierung,
  • Beherrschung der Grundrechenarten (inkl. Dreisatz und Prozentrechnen) und der deutschen Sprache,
  • Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit,
  • Mobilitätsbereitschaft,
  • Flexibilität, Denken in Zusammenhängen,
  • Bereitschaft zum lebensbegleitenden Lernen,
  • Freude am Umgang mit Waren der verschiedensten Art,
  • Leistungsorientierung,
  • körperliche Fitness,
  • je nach Standort und Kundenstruktur auch Fremdsprachenkenntnisse und vor allem auch
  • Interesse am Beruf, am Wirtschaftszweig und am Handelsunternehmen

Vielfach ist der persönliche Eindruck des Unternehmens vom Bewerber bzw. von der Bewerberin deutlich wichtiger als einzelne Schulnoten.

Abiturientenausbildungsgänge, Studium

Der Einzelhandel bietet leistungsorientierten jungen Leuten mit Hochschulreife sehr interessante Ausbildungswege an, die eine besonders interessante Alternative zum Hochschulstudium darstellen:

Berufsintegrierte Bildungsgänge

  • zum/zur Handelsfachwirt/zur Handelsfachwirtin oder
  • zum/zur Fachwirt/in für Vertrieb im Einzelhandel

Innerhalb von zweieinhalb bis drei Jahren kann man so ergänzend zum Ausbildungsabschluss und zur AEVO-Prüfung in einem einzigen Bildungsgang bereits auch den Fortbildungsabschluss als wichtige Eintrittskarte für Führungspositionen im Einzelhandel erwerben.

Berufsakademien, duale Studiengänge, Hochschulstudium

Zahlreiche Handelsunternehmen kooperieren auch mit Berufsakademien und Fachhochschulen, um in Bachelorstudiengängen Führungsnachwuchskräfte auszubilden. Ein sechs- bis achtsemestriges Studium wird im dualen Studium mit einer betrieblich-praxisorientierten Ausbildung kombiniert. Und für eine größer werdende Zahl an Arbeitsplätzen im Handel ist auch ein betriebswirtschaftliches Hochschulstudium zum Bachelor (an einer Universität oder Fachhochschule) besonders hilfreich.

So verzahnen Handelsunternehmen Ausbildungs- und Fortbildungsberufe zu Laufbahnmodellen, um klare Entwicklungsperspektiven zu markieren. Denn die Branche setzt traditionell sehr stark auf beruflich qualifizierte Mitarbeiter. Auch unter den Führungskräften finden sich trotz steigender Akademikerbeschäftigung weit mehr beruflich als hochschulisch Qualifizierte.

Der erste Baustein für die zukünftige Karriere kann im Rahmen der im Handel so beliebten Abiturientenprogramme, die in einem kompakten dreijährigen Qualifizierungsweg einen Ausbildungsabschluss (zumeist Kaufmann im Einzelhandel) und einen Fortbildungsabschluss (Handelsfachwirt oder Fachwirt für Vertrieb im Einzelhandel) sowie zumeist auch die Ausbildereignungsprüfung (AEVO) ermöglichen, gleich zu Beginn der beruflichen Entwicklung gelegt werden. Knapp 10.000 junge Menschen nutzen diesen Qualifizierungsweg, der von immer mehr Handelsunternehmen angeboten und zusammen mit Bildungszentren des Handels durchgeführt wird.

Es gibt aber noch einen zweiten Weg: Im Anschluss an die Ausbildung etwa im Beruf Kaufmann im Einzelhandel folgt zunächst eine Phase der beruflichen Praxis, begleitet von der sogenannten Anpassungsweiterbildung. Erst einige Zeit später folgt dann die Vorbereitung auf die Fortbildungsprüfung.

Weiterbildung und Karriere im Handel

Eine gute Ausbildung bietet zwar einen guten Start in das Berufsleben. Sie reicht aber schon lange nicht mehr aus, um 40 oder 45 Jahre lang beruflichen Erfolg zu haben. Lebensbegleitende Weiterbildung ist für jeden unumgänglich, um die schneller werdenden Veränderungen im Arbeitsleben bewältigen und gestalten zu können. Nur mit Weiterbildung wird die eigene Beschäftigungsfähigkeit erhalten und der berufliche Aufstieg vorbereitet.

Der Handel hat daher seine Weiterbildungsleistungen in den letzten Jahren deutlich ausgebaut. Gut die Hälfte der Handelsunternehmen führte 2014 Weiterbildungsmaßnahmen durch oder ermöglichte es Beschäftigten, sich weiterzubilden (IAB-Betriebspanel). So besagt eine aktuelle Studie über „Digitalisierung am Arbeitsplatz“:

  • 86 % der Beschäftigten im Handel setzen Informations- und Kommunikationstechnik am Arbeitsplatz ein.
  • Für 80 % der Beschäftigten im Handel hat sich in den letzten fünf Jahren die technologische Ausstattung am Arbeitsplatz geändert.
  • 52 % der Beschäftigten im Handel sagen, dass sich durch die technologischen Neuerungen die eigene Arbeitsleistung erhöht hat.
  • Nur 9 % der Handelsbeschäftigten glauben, dass ihr Arbeitsplatz in den nächsten zehn Jahren durch Maschinen überflüssig wird.

Im Handel können engagierte und leistungsorientierte junge Menschen bereits nach wenigen Jahren beruflicher Bildung und Praxis attraktive Karrierepositionen, zum Beispiel Abteilungsleiter/in oder Filialleiter/in, erreichen. Grundlage ist ein guter Ausbildungsabschluss, der durch einen Fortbildungsabschluss und betriebsinterne Weiterbildung ergänzt und erweitert wird.

Für aufstiegsorientierte Beschäftigte stehen im Handel verschiedene Fortbildungsberufe zur Verfügung, die gleichwertig zum hochschulischen Bachelor sind. Dies belegt die Zuordnung sowohl des Bachelors als auch der Fortbildungsberufe auf dem Niveau sechs des Deutschen und des Europäischen Qualifikationsrahmens (DQR bzw. EQR). In der Praxis, in der es weniger auf einen bestimmten Abschluss als vielmehr auf die berufliche Kompetenz ankommt, konkurrieren diese beiden Qualifizierungswege miteinander.

Wichtige Beispiele für Fortbildungsberufe im Handel sind:

  • Geprüfter Handelsfachwirt – die mit rund 6.000 Prüflingen im Jahr am stärksten nachgefragte Fortbildungsprüfung
  • Geprüfter Fachwirt für Vertrieb im Einzelhandel – die Fortbildungsprüfung für Führungskräfte in vertrieblichen Aufgabenfeldern des Einzelhandels
  • Geprüfter Fachwirt für E-Commerce – Fortbildungsprüfung für die Wahrnehmung gehobener kaufmännischer Fach- und Führungsaufgaben in E-Commerce-Bereichen
  • Stärker funktionsorientierte Fortbildungsprüfungen wie Personalfachwirt, Fachwirt für Marketing, Controller, Fachwirt für Einkauf, Meister für Lagerlogistik.

Karriereschritte nach der Ausbildung

Wichtige Karrierestationen im Einzelhandel sind (zwischen den unterschiedlichen Unternehmenstypen und -größen gibt es Abweichungen hinsichtlich der Bezeichnungen und Hierarchiestufen):

  • Erstverkäufer, Erstverkäuferin
  • Substitut, Substitutin (auch stellvertretende/r Abteilungsleiter/-in); Teamleiter/-in
  • Verkaufsstellenleiter, Verkaufsstellenleiterin
  • Filialleiter, Filialleiterin oder Marktmanager/-in
  • Abteilungsleiter, Abteilungsleiterin
  • Bezirksleiter, Bezirksleiterin
  • Gebietsverkaufsleiter/-in
  • Einkäufer, Einkäuferin; Werbeleiter, Werbeleiterin; Personalleiter, Personalleiterin
  • Geschäftsführer, Geschäftsführerin
  • selbstständige/r Unternehmer, Unternehmerin

Steckbriefe ausgewählte Studiengänge und Ausbildungen im Handel mit Videos:

Interessante Seiten zur Bildung im Handel:

 

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Verkäufer/in

Verkäufer/innen haben je nach Betrieb oder Abteilung z.B. mit Bekleidung, Nahrungsmitteln oder Unterhaltungselektronik zu tun. Sie nehmen Warenlieferungen an, sortieren Waren, räumen sie in Regale ein und zeichnen Preise aus. Regelmäßig führen sie Qualitätskontrollen durch, prüfen den Lagerbestand und bestellen Waren nach. Ihre Hauptaufgabe besteht in Verkaufs­ und Beratungsgesprächen mit Kunden. Beim Kassieren prüfen Verkäufer/innen die Echtheit der Geldscheine, achten auf die richtige Ausgabe des Wechselgeldes oder wickeln Zahlungen bargeldlos mit Kredit­ oder Geldkarten ab. Darüber hinaus wirken sie bei der Planung und Umsetzung von werbe­ und verkaufsfördernden Maßnahmen mit.

Wo arbeitet man?

Verkäufer/innen finden Beschäftigung

  • in Einzelhandelsunternehmen, z.B. in Modehäusern, Kaufhäusern, Supermärkten, Lebensmittelfachgeschäften, Baumärkten, Tankstellen oder im Versandhandel

Arbeitsorte:

Verkäufer/innen arbeiten in erster Linie

  • in Verkaufsräumen
  • in Lager­ und Kühlräumen

Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch

  • im Freien, z.B. an Verkaufsständen und auf Freiflächen
  • in Büroräumen

Schulabschluss:

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Bildungsabschluss ein.

Anforderungen:

  • Kundenorientierung, Kommunikationsfähigkeit und Kontaktbereitschaft (z.B. bei der Kundenberatung)
  • Kaufmännisches Denken und Sorgfalt (z.B. Mitwirken bei der Sortimentsplanung, Durchführen der Kassenabrechnungen)

Schulfächer:

  • Mathematik (z.B. für die Berechnung von Preisen und Rabatten und für die Durchführung von Kassenabrechnungen)
  • Deutsch (z.B. für die Kundenberatung)

Stand: 01.08.2019

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Pharmazeutisch-kaufmännische/r Angestellte/r

Pharmazeutisch­kaufmännische Angestellte verwalten und pflegen den Bestand an Arzneimitteln bzw. Medizinprodukten und anderen apothekenüblichen Waren. Sie bestellen Artikel, nehmen Lieferungen an, kontrollieren und erfassen sie z.B. nach Beschaffenheit, Art, Menge und Preis. Bei der Lagerung beachten sie die apotheken­, arzneimittel­ und gefahrstoffrechtlichen Vorschriften. Sie zeichnen Waren aus und sortieren sie in Regale oder Schubladen ein. Zudem erstellen sie Rechnungen, erfassen die Belege für die Finanzbuchhaltung und bereiten die Abrechnung der Apothekenleistungen über zentrale Rechenzentren vor. Sie wirken bei Marketingmaßnahmen und der Sortimentsgestaltung mit, präsentieren das Warenangebot im Verkaufsbereich, beraten ihre Kunden und verkaufen z.B. Kosmetika, Babynahrung oder Verbandsmaterialien, jedoch keine Arzneimittel.

Wo arbeitet man?

Pharmazeutisch­kaufmännische Angestellte finden Beschäftigung

  • in Apotheken
  • im pharmazeutischen Großhandel
  • in der pharmazeutischen Industrie
  • in Drogerien

Arbeitsorte:

Pharmazeutisch­kaufmännische Angestellte arbeiten in erster Linie

  • in Büro­ und Verkaufsräumen
  • in Lagerräumen

Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Labors.

Schulabschluss:

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Anforderungen:

  • Kundenorientierung, Kommunikationsfähigkeit und Kontaktbereitschaft (z.B. für das Beraten von Kunden)
  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. korrektes Auszeichnen von Waren, Einhalten der Vorschriften im Umgang mit Arzneimitteln)
  • Geschicklichkeit (z.B. für das präzise Abwiegen von Zutaten)

Schulfächer:

  • Mathematik (z.B. für die Überprüfung von Rechnungen und Lieferscheinen)
  • Deutsch (z.B. für die Kommunikation mit Kunden und Geschäftspartnern)
  • Chemie (z.B. für den fachgerechten und sicheren Umgang mit Chemikalien)
  • Wirtschaft (z.B. bei der Rechnungsstellung, Buchhaltung und Abrechnung mit Krankenkassen)

Stand: 01.08.2019

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Fachmann/-frau für Systemgastronomie

Fachleute für Systemgastronomie organisieren alle Bereiche eines Restaurants nach einem zentral festgelegten Gastronomiekonzept und sorgen für die Einhaltung der vorgegebenen Standards. Sie regeln die Arbeitsabläufe im Einkauf, in der Lagerhaltung, der Küche, im Service, in der Gästebetreuung bzw. im Verkauf und übernehmen auch die Personalplanung. Außerdem überwachen sie die Qualität der Produkte, kontrollieren die Kostenentwicklung, planen und realisieren Marketingmaßnahmen. Sie betreuen die Gäste, bearbeiten Reklamationen und achten auf die Einhaltung von Hygiene­ und Sicherheitsvorschriften.

Wo arbeitet man?

Fachleute für Systemgastronomie finden Beschäftigung in erster Linie

  • in Selbstbedienungsrestaurants
  • bei Fast­Food­Ketten
  • in Raststätten
  • in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung, z.B. Kantinen und Mensen
  • bei Cateringunternehmen

Arbeitsorte:

Fachleute für Systemgastronomie arbeiten in erster Linie

  • in Gast­- und Verkaufsräumen
  • in Büroräumen

Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Lagerräumen oder in der Küche.

Schulabschluss:

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hauptschulabschluss ein.

Anforderungen:

  • Kontaktbereitschaft, Kunden­ und Serviceorientierung (z.B. für den Aufbau von Kontakten zu Kunden und Gästen, beim Eingehen auf Wünsche und Bedürfnisse der Gäste)
  • Kaufmännisches Denken und organisatorische Fähigkeiten (z.B. beim Durchführen von Marketingmaßnahmen, bei der Organisation von Veranstaltungen)
  • Flexibilität (z.B. beim schnellen Wechseln zwischen Tätigkeiten)
  • Sorgfalt (z.B. hinsichtlich der Einhaltung von Hygiene­, Umweltschutz­ und Sicherheitsvorschriften)
  • Gute körperliche Konstitution (beim Arbeiten im Gehen und Stehen)

Schulfächer:

  • Mathematik (z.B. für die Rechnungserstellung und das Kassieren)
  • Deutsch (z.B. für die Korrespondenz und den Kontakt mit Kunden)
  • Englisch und weitere Fremdsprachen (z.B. für den Kontakt mit ausländischen Gästen)
  • Wirtschaft (z.B. für die Planung von Ein­ und Verkauf, Lagerung oder Marketingmaßnahmen)
  • Hauswirtschaftslehre (z.B. um Speisen zuzubereiten und anzurichten)

Stand: 01.08.2019

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