
Der Beruf der/des Medizinischen Fachangestellten bietet eine Menge Pluspunkte: Hohes Berufsimage, eigenverantwortliches Arbeiten, abwechslungsreiches Aufgabengebiet, langfristige
Berufsperspektiven. Wichtige Voraussetzungen der Bewerberin/des Bewerbers sind persönliches Engagement, Leistungsbereitschaft, Konzentrationsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Die Arbeit in der Praxis ist Teamarbeit. Deshalb sind Eigenschaften wie Flexibilität, rasche Auffassungsgabe und Zuverlässigkeit ebenfalls von Bedeutung. Auch sind Verschwiegenheit und persönliche Hygiene der Bewerberin/des Bewerbers notwendig.
Eine wichtige Aufgabe der Medizinischen Fachangestellten liegt in der Vermittlung zwischen Arzt und Patienten. Die/Der Medizinische Fachangestellte ist erste Ansprechperson für die Patienten. Oft müssen Medikamente und Dosierungen erklärt oder Termine vereinbart werden. Voraussetzung ist hierbei unbedingt die Freude am Umgang mit anderen Menschen und die Bereitschaft, sich auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten einzustellen.
Die Ausbildung hat zwei Schwerpunkte: Medizin und Verwaltung. Die/der Medizinische Fachangestellte ist die „rechte Hand“ des Arztes, sie/er assistiert bei Behandlungen. Dafür sind gute medizinische Kenntnisse notwendig. Sie/Er begleitet diagnostische und therapeutische Maßnahmen des Arztes, z. B. Hand-habung verschiedener medizinischer Geräte und Apparaturen, Umgang mit wertvollen Seren und Impfstoffen, Laborarbeiten und Anlegen von Verbänden. Schließlich leistet sie/er Hilfe bei Notfällen. Zur kompetenten Unterstützung des Arztes sind außerdem Kenntnisse im medizinischen Fachvokabular notwendig.
Zum Bereich Verwaltung gehört die Praxisverwaltung und das Praxismanagement sowie das Abrechnen der ärztlichen Leistungen mit gesetzlichen Krankenkassen und sonstigen Kostenträgern.
Wer sich für den Beruf der/des Medizinischen Fachangestellten entscheidet, kann aus einer breiten Palette von Möglichkeiten wählen. Es gibt Fachärzte für die unterschiedlichsten Bereiche, insgesamt ca. 40 medizinische Fachrichtungen, für die sich der Bewerber/die Bewerberin entscheiden kann. Abhängig von
persönlichen und medizinischen Interessen kann man z. B. in einer Kinderarztpraxis oder einer Hals-Nasen-Ohrenarztpraxis lernen.
Die/der examinierte Medizinische Fachangestellte findet seinen Aufgabenbereich auch in Krankenhäusern und Kliniken, Kureinrichtungen und Sanatorien, bei Gesundheitsämtern und in Rehabilitationszentren sowie bei Krankenkassen, Krankenversicherungen, Kassenärztlichen Vereinigungen und Ärztekammern.
Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet im dualen Ausbildungssystem abwechseln in einer Arztpraxis mit einer Fachrichtung deiner Wahl und in der Berufsschule statt.