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Entschädigung für Bahnkunden online beantragen

Wer wegen einer Zugverspätung genervt ist, braucht sich nicht auch noch über die umständliche Rückerstattungspraxis der Bahn aufzuregen. Zwei Portale kümmern sich für Bahnkunden um die Entschädigungen. Die Stiftung Warentest hat sich beide einmal genauer angesehen und resümiert: eins ist bequem, eins ist schnell. Und beide sind eine interessante Alternative zum DB-Reisezentrum oder zum Servicecenter Fahrgastrechte.

„Wenn ich keine Lust habe, das Fahrgastrechte-Formular der Bahn zu besorgen, auszufüllen und per Post einzureichen, dann sind bahn-buddy.de oder zug-erstattung.de eine gute Möglichkeit, mein Geld zurück zu bekommen“, sagt Reiserecht-Experte Michael Sittig.

zug-erstattung.de verschickt den Antrag auf Entschädigung für den Bahnfahrer und ist damit bequem von unterwegs möglich. Einfach die Fahrkarte als Foto oder E-Ticket hochladen, Daten eingeben, fertig. Das Portal verschickt die Anträge gebündelt an die Bahn und fungiert damit wie eine Art Postbote. Es kann aber bis zu vier Wochen dauern, bis das Geld da ist, und manchmal gibt es auch Rückfragen an den Kunden. Der erste Antrag kostet nichts, ab dem zweiten sind pro Antrag 99 Cent fällig.

Anders bei bahn-buddy.de – hier kauft der Anbieter nach Prüfung der Erfolgschancen die Erstattungsansprüche des Kunden auf und holt sich das Geld selbst von der Bahn zurück. Vorteil: Der Kunde hat sofort Geld und kann die Sache abhaken. Dafür zieht bahn-buddy.de von der zurückgeholten Summe 10 bis 20 Prozent ab. Dafür ist das Geld innerhalb von 24 Stunden da.

Unter www.test.de/bahnentschaedigung werden alle Möglichkeiten, bei Zugverspätung an sein Geld zu kommen, ausführlich mit Vor- und Nachteilen sowie Links vorgestellt.

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Amokläufe in den USA

252 „Mass Shootings“ hat das Gun Violence Archive bislang 2019 in den USA gezählt – das sind 1,2 Vorfälle mit mindestens vier Verletzten und/oder Toten pro Tag. Dabei kamen 275 Menschen ums Leben. Damit ist indes nur ein Bruchteil der Schusswaffentoten in den USA erfasst. Insgesamt starben 2015 rund 15.700 Menschen durch Pistolen und Gewehre – hinzu kommen über 20.000 mit Schusswaffen durchgeführte Selbstmorde. Mit einer verschärften Regulierung ist dennoch nicht zu rechnen – einerseits, weil der Einfluss der Waffenlobby zu groß und andererseits der politische Wille, dem Problem wirkungsvoll zu begegnen, zu klein ist. Daran wird vermutlich auch nichts ändern, dass die Massaker von El Paso und Dayton nicht die letzten Vorfälle dieser Art im laufenden Jahr gewesen sein werden. Das jedenfalls legt der Blick auf die Statistiken der letzten Jahre nahe.

Amokläufe Todesopfer
2014 269 263
2015 335 368
2016 382 451
2017 346 437
2018 337 371
I 2019 395 452

 

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Branchenreport Einzelhandel

Der Einzelhandel gehört mit über 3 Millionen Mitarbeitern und rund 340.000 Betrieben zu den beschäftigungsstärksten Branchen in Deutschland. Seine Mitarbeiter stellen tagtäglich die Versorgung der Menschen mit Waren des täglichen Bedarfs und anderen Gütern sicher. Sie leisten dabei gute Arbeit. Und es werden jedes Jahr mehr, denn der Einzelhandel baut ständig weiter Arbeitsplätze auf.

Der Einzelhandel präsentiert sich den Kunden und Verbrauchern mit einem breiten, laufend erneuerten Warenangebot. Diese Waren – die Spanne reicht von modischen Artikeln (z. B. Bekleidung, Schuhe) über Glas, Porzellan, Keramik sowie Schmuck und Kosmetika, technischen Gebrauchsgütern einschließlich Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik, Lebensmitteln und Möbeln/Küchen bis hin zu Heimwerker- und Hobbybedarf – werden von Fachgeschäften, Discountern, SB-Warenhäusern, Supermärkten, Warenhäusern, Kaufhäusern, Verbrauchermärkten, Boutiquen, Versandhäusern, Online-Händlern u. a. angeboten, präsentiert, und verkauft.

Sowohl multinationale Konzerne als auch familiengeführte Fachgeschäfte prägen den Einzelhandel in Deutschland. Die Spanne reicht

  • beim Umsatz von rund 250.000 € bis zu rund 60 Mrd. € pro Jahr,
  • bei der Beschäftigtenzahl vom reinen inhabergeführten Geschäft mit nur wenigen Beschäftigten bis zu mehr als 200.000 Mitarbeitern
  • bei den Azubis von einem Auszubildenden je Unternehmen bis zu etwa 15.000 Auszubildende pro Betrieb

Was der Handel bietet:

  • Interessante, abwechslungsreiche und krisensichere Arbeitsplätze,
  • moderne Ausbildungsberufe, gute Ausbildungsqualität,
  • spezielle Qualifizierungswege für Abiturienten,
  • Karriere mit Lehre, auch ohne Studium,
  • bedarfsgerechte, intensive Weiterbildungsaktivitäten,
  • leistungsgerechte Bezahlung,
  • flexible Arbeitszeiten,
  • gute Einkommenschancen, insbesondere für Führungskräfte,
  • Chance auf berufliche Selbstständigkeit

Vergütung

Im Bereich der Vergütung gewährleistet der hohe Anwendungsgrad der Tarifverträge ein angemessenes Mindestvergütungsniveau:

  • Das tarifliche Monatsentgelt in der wichtigsten Tarifgruppe (Verkaufstätigkeiten) beläuft sich in allen Tarifregionen (2018) in der Endstufe auf mehr als 2.500 €.
    Gezahlt werden 13,25 Tarifgehälter (inkl. tarifliches Urlaubsgeld und tarifliches Weihnachtsgeld).
  • Die tarifliche Wochenarbeitszeit beträgt 37,5 Wochenstunden (West) bzw. 38,5 Wochenstunden (Ost). Arbeit ab 18:30 Uhr wird zusätzlich mit 20 % Zuschlag belohnt, ab 20:00 Uhr mit 50 % Zuschlag, Arbeit an verkaufsoffenen Sonntagen mit 100 % Zuschlag.
  • Die Tarifverträge des Einzelhandels sehen eine durch die Arbeitgeberseite finanzierte tarifliche Altersvorsorge in Höhe von 300 € jährlich vor. Hierdurch wird von den Handelsunternehmen der Aufbau einer betrieblichen Altersversorgung gefördert, mit der die Beschäftigten ihre gesetzlichen Rentenansprüche aufstocken können.

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag, 8:00 bis 20:00 Uhr…

Die Arbeitszeiten unterscheiden sich sehr deutlich von denen im industriellen Bereich oder in der Verwaltung. So sind die Geschäfte meist zwar an sechs Werktagen geöffnet. Die Arbeitszeitsysteme im Einzelhandel stellen jedoch im Regelfall sicher, dass eine Beschäftigung von Arbeitnehmern im Durchschnitt nur in Form einer 5-Tage-Woche erfolgt. Dies wird beispielsweise durch rollierende Arbeitszeitsysteme sichergestellt. Zwar sehen die Ladenöffnungsgesetze in den meisten Bundesländern auch die Möglichkeit einer Ladenöffnung während der Nachtzeit vor, doch werden diese Möglichkeiten nur ausnahmsweise genutzt. Für die Mitarbeiter in den Verkaufsstellen des Einzelhandels ist daher meistens zwischen 18 und 20 Uhr Arbeitsschluss. Anders als im industriellen Bereich gibt es somit im Regelfall weder (diskontinuierliche) Nachtschicht noch Sonntagsarbeit.

Ausbildung im Handel

Qualifizierung wird groß geschrieben im Einzelhandel. Insgesamt über 150.000 Auszubildende und intensive Weiterbildungsleistungen der Unternehmen unterstreichen dies. Und bei den vielfältigen Wandlungsprozessen im Einzelhandel muss es auch so sein, dass lebensbegleitendes Lernen hohe Bedeutung hat.

Grundlage für jede Karriere im Einzelhandel ist eine gute Ausbildung – entweder in einem der über 30 Ausbildungsberufe des dualen Ausbildungssystems oder in einem handelsorientierten Studiengang. Auch wenn aufgrund der zunehmenden Komplexität der Handelsprozesse und der wachsenden Internationalisierung vieler Handelsunternehmen der Akademikeranteil im Handel steigt, gilt nach wie vor, dass die praktische Berufserfahrung, die fundierte Kenntnis der Aufgaben am Point of Sale unerlässlich sind, um eine Karriere im Handel zu starten. Daher gehört der Handel nach wie vor zu den Wirtschaftsbereichen, in denen das Wort von der „Karriere mit Lehre“ absolut zutrifft: Viele Führungskräfte bis in die ganz hohen Positionen hinein und natürlich viele selbstständige Händler haben ihre Berufslaufbahn mit einer fundierten Berufsausbildung und anschließender Fortbildung im Handel begonnen.

Neue Ausbildungsverträge 2018 insgesamt in ausgewählten Berufen:

Männeranteil
Kaufmann im Einzelhandel 23.742 50 %
Verkäufer 22.947 48 %
Fachkraft für Lagerlogistik 11.028 88 %
Fachlagerist   6.228 92 %
Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk   5.703 21 %
Automobilkaufmann   5.454 63 %
Mediengestalterin Digital und Print   3.141 41 %
Fachmannfrau für Systemgastronomie   1.536 55 %
Drogistin   1.407 8 %
Pharmazeutisch-kaufmännischer Angestellter   1.347 8 %
Kaufmann im E-Commerce   1.284 62 %
Florist   1.080 6 %
Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice      567 99 %
Gestalter für visuelles Marketing      510 11 %
Buchhändler      441 16 %
Kosmetiker      351 1 %
Bodenleger      255 98 %
Fahrradmonteur      246 92 %
Fotomedienfachmann        57 42 %
Tankwart        51 98 %
Musikfachhändler        12 62 %

Kaufleute im Einzelhandel und Verkäufer/Innen stehen insgesamt für rund 10 % aller in Deutschland abgeschlossenen Ausbildungsverträge. Sie bereiten auf die vielfältigen Fach- und Führungsaufgaben in den Vertriebsbereichen des Einzelhandels vor. Verkauf und Kundenberatung, Anwendung und Auswertung von Warenwirtschaftssystemen, Warenpräsentation, Marketingaktivitäten, Bearbeitung des Wareneingangs, Weiterentwicklung der Warensortimente, kaufmännische Steuerung und Kontrolle sind wesentliche Handlungsbereiche für Verkäufer und Kaufleute im Einzelhandel.

Was erwarten die Unternehmen?

Schulische Vorbildung

Für keinen der Berufe im dualen Ausbildungssystem ist ein bestimmter Mindest-Schulabschluss vorgegeben: Jeder Ausbildungsberuf steht bei entsprechender Eignung grundsätzlich sämtlichen Schulabgängern offen. Dennoch haben sich gewisse Schwerpunkte herausgebildet: Die Anforderungen der Berufe und die Wünsche von Betrieben wie Jugendlichen haben Einfluss. In den zentralen Einzelhandelsberufen Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel und Verkäufer/-in werden vorwiegend Realschulabsolventen und Hauptschulabgänger ausgebildet. Wer den Hauptschulabschluss nicht geschafft hat, hat also nur in Ausnahmefällen eine Chance auf einen Ausbildungsplatz im Einzelhandel.

Im Beruf Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel werden recht häufig und gern auch Abiturienten bzw. Hochschulzugangsberechtigte zur Ausbildung eingestellt. Zudem gibt es mit den sog. Abiturientenqualifizierungsgängen besondere Qualifizierungswege, in denen auf dem Weg zum Fortbildungsabschluss Fachwirt für Vertrieb im Einzelhandel oder Handelsfachwirt auch der Ausbildungsabschluss Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel erworben wird.

Qualifikation und Interessen

Wichtig sind für die Unternehmen des Einzelhandels insbesondere folgende Qualifikationen bzw. Eigenschaften:

  • Kontaktfreude, freundliches Auftreten, Offenheit für Neues,
  • gepflegtes und umgängliches Auftreten,
  • Spaß an Kundenberatung, Kommunikationsfähigkeit,
  • Serviceorientierung, Teamorientierung,
  • Beherrschung der Grundrechenarten (inkl. Dreisatz und Prozentrechnen) und der deutschen Sprache,
  • Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit,
  • Mobilitätsbereitschaft,
  • Flexibilität, Denken in Zusammenhängen,
  • Bereitschaft zum lebensbegleitenden Lernen,
  • Freude am Umgang mit Waren der verschiedensten Art,
  • Leistungsorientierung,
  • körperliche Fitness,
  • je nach Standort und Kundenstruktur auch Fremdsprachenkenntnisse und vor allem auch
  • Interesse am Beruf, am Wirtschaftszweig und am Handelsunternehmen

Vielfach ist der persönliche Eindruck des Unternehmens vom Bewerber bzw. von der Bewerberin deutlich wichtiger als einzelne Schulnoten.

Abiturientenausbildungsgänge, Studium

Der Einzelhandel bietet leistungsorientierten jungen Leuten mit Hochschulreife sehr interessante Ausbildungswege an, die eine besonders interessante Alternative zum Hochschulstudium darstellen:

Berufsintegrierte Bildungsgänge

  • zum/zur Handelsfachwirt/zur Handelsfachwirtin oder
  • zum/zur Fachwirt/in für Vertrieb im Einzelhandel

Innerhalb von zweieinhalb bis drei Jahren kann man so ergänzend zum Ausbildungsabschluss und zur AEVO-Prüfung in einem einzigen Bildungsgang bereits auch den Fortbildungsabschluss als wichtige Eintrittskarte für Führungspositionen im Einzelhandel erwerben.

Berufsakademien, duale Studiengänge, Hochschulstudium

Zahlreiche Handelsunternehmen kooperieren auch mit Berufsakademien und Fachhochschulen, um in Bachelorstudiengängen Führungsnachwuchskräfte auszubilden. Ein sechs- bis achtsemestriges Studium wird im dualen Studium mit einer betrieblich-praxisorientierten Ausbildung kombiniert. Und für eine größer werdende Zahl an Arbeitsplätzen im Handel ist auch ein betriebswirtschaftliches Hochschulstudium zum Bachelor (an einer Universität oder Fachhochschule) besonders hilfreich.

So verzahnen Handelsunternehmen Ausbildungs- und Fortbildungsberufe zu Laufbahnmodellen, um klare Entwicklungsperspektiven zu markieren. Denn die Branche setzt traditionell sehr stark auf beruflich qualifizierte Mitarbeiter. Auch unter den Führungskräften finden sich trotz steigender Akademikerbeschäftigung weit mehr beruflich als hochschulisch Qualifizierte.

Der erste Baustein für die zukünftige Karriere kann im Rahmen der im Handel so beliebten Abiturientenprogramme, die in einem kompakten dreijährigen Qualifizierungsweg einen Ausbildungsabschluss (zumeist Kaufmann im Einzelhandel) und einen Fortbildungsabschluss (Handelsfachwirt oder Fachwirt für Vertrieb im Einzelhandel) sowie zumeist auch die Ausbildereignungsprüfung (AEVO) ermöglichen, gleich zu Beginn der beruflichen Entwicklung gelegt werden. Knapp 10.000 junge Menschen nutzen diesen Qualifizierungsweg, der von immer mehr Handelsunternehmen angeboten und zusammen mit Bildungszentren des Handels durchgeführt wird.

Es gibt aber noch einen zweiten Weg: Im Anschluss an die Ausbildung etwa im Beruf Kaufmann im Einzelhandel folgt zunächst eine Phase der beruflichen Praxis, begleitet von der sogenannten Anpassungsweiterbildung. Erst einige Zeit später folgt dann die Vorbereitung auf die Fortbildungsprüfung.

Weiterbildung und Karriere im Handel

Eine gute Ausbildung bietet zwar einen guten Start in das Berufsleben. Sie reicht aber schon lange nicht mehr aus, um 40 oder 45 Jahre lang beruflichen Erfolg zu haben. Lebensbegleitende Weiterbildung ist für jeden unumgänglich, um die schneller werdenden Veränderungen im Arbeitsleben bewältigen und gestalten zu können. Nur mit Weiterbildung wird die eigene Beschäftigungsfähigkeit erhalten und der berufliche Aufstieg vorbereitet.

Der Handel hat daher seine Weiterbildungsleistungen in den letzten Jahren deutlich ausgebaut. Gut die Hälfte der Handelsunternehmen führte 2014 Weiterbildungsmaßnahmen durch oder ermöglichte es Beschäftigten, sich weiterzubilden (IAB-Betriebspanel). So besagt eine aktuelle Studie über „Digitalisierung am Arbeitsplatz“:

  • 86 % der Beschäftigten im Handel setzen Informations- und Kommunikationstechnik am Arbeitsplatz ein.
  • Für 80 % der Beschäftigten im Handel hat sich in den letzten fünf Jahren die technologische Ausstattung am Arbeitsplatz geändert.
  • 52 % der Beschäftigten im Handel sagen, dass sich durch die technologischen Neuerungen die eigene Arbeitsleistung erhöht hat.
  • Nur 9 % der Handelsbeschäftigten glauben, dass ihr Arbeitsplatz in den nächsten zehn Jahren durch Maschinen überflüssig wird.

Im Handel können engagierte und leistungsorientierte junge Menschen bereits nach wenigen Jahren beruflicher Bildung und Praxis attraktive Karrierepositionen, zum Beispiel Abteilungsleiter/in oder Filialleiter/in, erreichen. Grundlage ist ein guter Ausbildungsabschluss, der durch einen Fortbildungsabschluss und betriebsinterne Weiterbildung ergänzt und erweitert wird.

Für aufstiegsorientierte Beschäftigte stehen im Handel verschiedene Fortbildungsberufe zur Verfügung, die gleichwertig zum hochschulischen Bachelor sind. Dies belegt die Zuordnung sowohl des Bachelors als auch der Fortbildungsberufe auf dem Niveau sechs des Deutschen und des Europäischen Qualifikationsrahmens (DQR bzw. EQR). In der Praxis, in der es weniger auf einen bestimmten Abschluss als vielmehr auf die berufliche Kompetenz ankommt, konkurrieren diese beiden Qualifizierungswege miteinander.

Wichtige Beispiele für Fortbildungsberufe im Handel sind:

  • Geprüfter Handelsfachwirt – die mit rund 6.000 Prüflingen im Jahr am stärksten nachgefragte Fortbildungsprüfung
  • Geprüfter Fachwirt für Vertrieb im Einzelhandel – die Fortbildungsprüfung für Führungskräfte in vertrieblichen Aufgabenfeldern des Einzelhandels
  • Geprüfter Fachwirt für E-Commerce – Fortbildungsprüfung für die Wahrnehmung gehobener kaufmännischer Fach- und Führungsaufgaben in E-Commerce-Bereichen
  • Stärker funktionsorientierte Fortbildungsprüfungen wie Personalfachwirt, Fachwirt für Marketing, Controller, Fachwirt für Einkauf, Meister für Lagerlogistik.

Karriereschritte nach der Ausbildung

Wichtige Karrierestationen im Einzelhandel sind (zwischen den unterschiedlichen Unternehmenstypen und -größen gibt es Abweichungen hinsichtlich der Bezeichnungen und Hierarchiestufen):

  • Erstverkäufer, Erstverkäuferin
  • Substitut, Substitutin (auch stellvertretende/r Abteilungsleiter/-in); Teamleiter/-in
  • Verkaufsstellenleiter, Verkaufsstellenleiterin
  • Filialleiter, Filialleiterin oder Marktmanager/-in
  • Abteilungsleiter, Abteilungsleiterin
  • Bezirksleiter, Bezirksleiterin
  • Gebietsverkaufsleiter/-in
  • Einkäufer, Einkäuferin; Werbeleiter, Werbeleiterin; Personalleiter, Personalleiterin
  • Geschäftsführer, Geschäftsführerin
  • selbstständige/r Unternehmer, Unternehmerin

Steckbriefe ausgewählte Studiengänge und Ausbildungen im Handel mit Videos:

Interessante Seiten zur Bildung im Handel:

 

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Jeder Deutsche bekommt 24 Pakete pro Jahr

Jeder Deutsche bekommt im Jahr 24 Pakete zugestellt. Das hat eine Untersuchung der Märkte in 17 Ländern durch die Unternehmensberatung McKinsey ergeben. Demnach bekommen nur die Chinesen mehr Pakete pro Kopf – allerdings ist der Wert für das Riesenreich wenig aussagekräftig, da nur die Megacitys Peking und Schanghai betrachtet wurden. Ähnlich oft klingelt der Zusteller bei Briten (22 Pakete) und US-Amerikanern (21 Pakete). Dagegen sind Österreicher (14 Pakete) und Schweizer (9 Pakete) vergleichsweise zurückhaltend was das nach Hause bestellen von Waren angeht.

Verantwortlich für das hohe Paketaufkommen hierzulande und andernorts ist der Boom des Online-Handels. Der macht demzufolge allerdings einen großen Bogen um den italienische Stiefel – pro Kopf werden dort jährlich nur zwei Pakete verschickt.

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Berufe live erleben auf der größten Ausbildungsmesse der Region Karlsruhe

370 Unternehmen und schulische Ausbildungsstätten aus der gesamten TechnologieRegion Karlsruhe präsentieren sich am Samstag, 18. Januar 2020 von 10 Uhr bis 15.30 Uhr auf der Messe „Einstieg Beruf“ in der Messe Karlsruhe. Bei kostenfreiem Eintritt informieren die Aussteller über 180 Ausbildungsberufe in Industrie, Handel, Gesundheit, Dienstleistung und Handwerk. Darüber hinaus geben Bildungseinrichtungen und -träger Einblicke in weiterführende Schulabschlüsse, Studiengänge und Weiterbildungsmöglichkeiten. Weitere Angebote wie beispielsweise der gern genutzte Bewerbungsmappencheck des BEO-Netzwerks runden das vielfältige Angebot der Ausbildungsmesse ab.

Eröffnung und Vorträge

Eröffnet wird die Messe um 10 Uhr gemeinsam von Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt, der Handwerkskammer Karlsruhe und der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe in der Aktionshalle Haupteingang West. Anschließend erfahren Besucher dort im Rahmen von wechselnden Vorträgen beispielsweise, wie man im Ausbildungsplatz-Dschungel den Überblick behält, was es bei Bewerbungen zu beachten gibt, und erhalten Informationen zu den Karrierechancen in unterschiedlichen Branchen. Zudem werden spezielle Ausbildungsvorträge für Eltern und Lehrer angeboten.

Beim Speed-Dating zum Ausbildungsplatz

Viele der Unternehmen haben zum Zeitpunkt der Messe noch nicht alle Ausbildungsplätze für 2020 besetzt. Daher bietet das Speed-Dating Jugendlichen die Möglichkeit, die Unternehmen in 10-minütigen Gesprächen mit Bewerbungsunterlagen von sich zu überzeugen. Ausbildungsleiter und Personalverantwortliche von mehr als 90 Unternehmen freuen sich auf interessierte Bewerber und geben direktes Feedback. Das Speed-Dating findet von 11 Uhr bis 12.30 Uhr sowie von 13 Uhr bis 14.30 Uhr bei Eingang Ost parallel zur Messe statt.

Job-Wall für Ausbildungsplätze und Praktika

Die Messebesucher erhalten auch in diesem Jahr wieder an der Job-Wall einen kompakten Überblick über offene Ausbildungs- oder Praktikumsplätze von Ausstellern. Diese bietet die Möglichkeit, via Smartphone mit einem Foto oder Scan des QR-Codes das Angebot im Nachgang zur Messe digital in Erinnerung zu behalten.

Handwerkswelten

Das über 300 m² große Handwerker-Areal informiert über 130 verschiedene Handwerksberufe. Egal ob duale Ausbildung, Bachelor oder Fachpraktiker – hier bekommen Fachkräfte von morgen erste Einblicke in die Berufswelt und können ihr Talent an zahlreichen Mitmachstationen unter Beweis stellen.

Berufe live erleben

Ueber 300 Unternehmen und schulische Ausbildungsstaetten aus der gesamten TechnologieRegion Karlsruhe haben sich auf der Messe -Einstieg Beruf- in der DM Arena praesentiert. Die Messe wurde von der IHK, der Agentur fuer Arbeit und der Handwerkskammer veranstaltet.<br /> FOTO: Gustavo ALABISO
[CREDIT/Copyright: (c) Gustavo Alabiso - Heckenweg 55 - 76199 Karlsruhe - Germany - Mobil: +49-0-170/2108004 - WEB: www.alabiso-archiv.de - e-mail: foto@alabiso.de - Veroeffentlichung nur gegen Honorar, gemaess derzeit gueltiger MFM Liste, Urhebervermerk und Belegexemplar. Verwendung des Bildes ausserhalb journalistischer Berichterstattung bedarf besonderer Vereinbarung.

In vielen Branchen macht sich der zunehmende Fachkräftemangel besonders bemerkbar. So zum Beispiel in Berufen der Metall- und Elektroindustrie (M+E), in der Pflege sowie in der Gastronomie. Auf der Ausbildungsmesse präsentieren sich daher diese Branchen mit speziellen Angeboten. Auf zwei Etagen mit rund 100 m² Präsentationsfläche erhalten die Besucher im M+E-Info-Truck Einblicke in branchentypische Arbeitsplätze, lernen technische Zusammenhänge kennen und erleben die Faszination Technik praxisnah und intuitiv. Multimedial umgebaut ist auch der BauBus der Bauwirtschaft Baden-Württemberg, ein Linienbus, der auf anschauliche Weise die zahlreichen Berufe am Bau präsentiert. Im EDEKA-Frische-Mobil gibt es zudem insgesamt neun Stationen, an denen Schüler typische Ausbildungsinhalte im Einzelhandel aufgezeigt bekommen. Hier können sie diese – mal interaktiv, mal analog – spielerisch erkunden.

Erfolg ohne Grenzen – Deine Chancen in Europa

Zudem präsentiert sich die Projektgruppe „Grenzüberschreitende Ausbildung am Oberrhein“ auf der diesjährigen Einstieg Beruf mit einem deutsch-französischen Ausbildungsstand. Dieses Projekt wird durchgeführt von einer Arbeitsgruppe bestehend aus Académie de Strasbourg, Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt, Eures-T Oberrhein, Eurodistrikt PAMINA, IHK Karlsruhe, Région Grand Est und Regierungspräsidium Karlsruhe. Auf der Messe können sich Jugendliche aus dem Elsass über Ausbildungschancen in Baden informieren. Und es gibt die Möglichkeit, sich über die berufliche Mobilität am Oberrhein und darüber hinaus zu erkundigen.

Erreichbarkeit der Messe

Am Messetag verkehrt ein kostenloser Bus-Shuttle im 10-Minuten-Takt zwischen Hauptbahnhof und Messe (Fahrplan S. 60). Parkplätze stehen auf dem Messegelände in ausreichender Zahl zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.einstiegberuf.de

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