Kategorien-Archiv 105-Studium

Studentinnen sehen sich seltener in einer Führungsposition

Sehen sich Studentinnen und Studenten zukünftig in einer Führungsposition? Das hat das CampusBarometer 2018 gefragt, eine große Online-Umfrage der Deutschen Bildung unter mehr als 6.900 Studentinnen und Studenten. Das Ergebnis fällt je nach Geschlecht sehr unterschiedlich aus: Während sich männliche Studenten zu 66 % in einer späteren Führungsposition sehen oder dies für gut möglich halten, sind es nur 46 % der Studentinnen, die das genauso sehen.

„Dass Frauen sich immer noch seltener in führenden Positionen sehen, ist ein alarmierendes Ergebnis“, sagt Anja Hofmann, Vorstandsmitglied der Deutschen Bildung. „Jeder und jede sollte frei in der Berufswahl sein und natürlich hat eine Absolventin jedes Recht, sich bewusst gegen eine gegen eine Führungsposition zu entscheiden. Gezieltes Coaching kann jedoch helfen, die Motivation dahinter genau zu hinterfragen und gegebenenfalls Mut zu machen“, sagt Hofmann.

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Nebenjobs in der IT sind am besten bezahlt

Immer mehr Menschen in Deutschland studieren – aktuell liegt die Zahl bei 2,9 Millionen immatrikulierten Studentinnen und Studenten. Viele von ihnen müssen oder wollen nebenbei Geld verdienen. Glücklich ist da, wer in der IT-Branche einen Studentenjob findet. Wie eine Auswertung der Jobplattform Studitemps zeigt, liegen die Stundenlöhne von Entwicklerinnen oder Programmierern bei durchschnittlich 15,23 €. Aber auch im sozialen Bereich lässt sich während des Studiums gutes Geld verdienen: Betreuerinnen und Betreuer verdienen im Schnitt 14,98 €. Geringer fällt die Bezahlung im klassischen Studentenjob in Cafés und Kneipen aus: Barkeeperinnen oder Kellnerinnen und Kellner verdienen mit 10,38 € deutlich weniger.

Entwickler/Programmierer 15,23 €
Sozialer Betreuer 14,98 €
Designer 12,33 €
Promoter 11,51 €
Verkaufshilfe 10,71 €
Barkeeper/Kellner 10,65 €
Inventurhilfe 10,38 €
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Wintersemester 2018/2019: 7 % mehr Studierende an privaten Hochschulen

Private Hochschulen werden in Deutschland immer beliebter: Im Wintersemester 2018/2019 waren 246.700 Studierende an privaten Hochschulen eingeschrieben. Das waren 7 % mehr als im Wintersemester 2017/2018 (230.200). Dagegen stieg die Gesamtzahl der Studierenden an allen Hochschulen in diesem Zeitraum lediglich um 1 % auf 2,87 Millionen.

Seit dem Wintersemester 2000/2001, als 24.600 Studentinnen und Studenten an privaten Hochschulen gezählt wurden, hat sich ihre Zahl verzehnfacht. Gefragt sind vor allem die privaten Fachhochschulen (FH): Knapp 9 von 10 Studierenden an privaten Hochschulen waren an einer privaten FH eingeschrieben.

Fokus auf Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Unter den privaten Hochschulen dominieren die Fachhochschulen und dort die Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften: Im Wintersemester 2018/2019 waren 217.100 Studierende und damit 88 % aller Studierenden an privaten Hochschulen an privaten FH immatrikuliert. Der Anteil aller FH-Studierenden an den Studierenden insgesamt lag dagegen bei 35 %. Mehr als zwei Drittel der Studierenden an privaten Hochschulen (171.400 bzw. 69 %) waren in der Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften eingeschrieben. Im Vergleich dazu belief sich der Anteil dieser Fächergruppe an allen Studierenden auf nur gut ein Drittel (37 %).

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Zahl der Studienberechtigten 2019 um 2,7 % gesunken

Im Jahr 2019 haben rund 421.000 Schülerinnen und Schüler in Deutschland die Hochschul- oder Fachhochschulreife erworben. Das waren nach vorläufigen Ergebnissen 2,7 % weniger Studienberechtigte als im Vorjahr (-11.800). Dieser Rückgang verläuft nahezu parallel zur demografischen Entwicklung. Zum 31.12.2018 sank die Zahl der Personen in der relevanten Altersgruppe (17-20 Jahre) um 2,1 % gegenüber dem Vorjahr.

Die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife erwarben knapp vier Fünftel der Studienberechtigten (79,2 %). Die restlichen 20,8 % erlangten die Fachhochschulreife. 66,1 % der Studienberechtigten erwarben ihre Hoch- beziehungsweise Fachhochschulreife an einer allgemeinbildenden Schule, 33,9 % an einer beruflichen Schule. Der Anteil der Personen, die ihre Studienberechtigung an einer beruflichen Schule erlangten, ging gegenüber 2018 um 0,8 Prozentpunkte zurück.

Im Jahr 2019 waren 53,7 % der Studienberechtigten Frauen, 46,3 % Männer. Bei den Studienberechtigten mit allgemeiner oder fachgebundener Hochschulreife war der Männeranteil mit 45,1 % niedriger als der Frauenanteil, während mehr Männer (50,8 %) die Fachhochschulreife erlangten als Frauen.

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Neuer Höchststand: Mehr als 62.000 Studierende ohne Abitur

Studieninteressierte können überall in Deutschland ein fehlendes Abiturzeugnis durch Berufserfahrung kompensieren. Aktuell machen rund 62.000 Menschen von dieser Möglichkeit Gebrauch. Darunter befinden sich viele beruflich hochqualifizierte Personen, die etwa bereits einen Meistertitel erworben haben. Zu diesem Ergebnis kommen aktuelle Berechnungen des CHE Centrum für Hochschulentwicklung. Die meisten Erstsemester ohne allgemeine Hochschul- und Fachhochschulreife schreiben sich anteilig in Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Hessen ein.

Die Nachfrage nach einem Studium ohne Abitur steigt seit Jahren konstant an. 2018 lag die Zahl der Studierenden ohne allgemeine Hochschul- und Fachhochschulreife in Deutschland auf dem bisherigen Höchstwert von rund 62.000. Das entspricht im Vergleich zum Jahr 2013 einem Plus von 35 % und einem aktuellen Gesamtanteil an allen Studierenden in Deutschland von 2,2 %.
Rekordwerte gab es 2018 auch bei den Studienanfängerinnen und Studienanfängern ohne Abitur. Sowohl die Gesamtzahl von 14.800 als auch ein Anteil von 2,9 % an allen Erstsemestern übertreffen die Werte des Vorjahres. Ebenfalls erneut gewachsen ist die Zahl der Absolventinnen und Absolventen, die über den beruflichen Weg ins Studium gelangt sind. Diese lag 2018 bei 8.700. Damit hat sich seit der deutschlandweiten Einführung des Studiums ohne Abitur im Jahr 2010 deren Anzahl nahezu verdreifacht.

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