Kategorien-Archiv Studium

Berlin und Hamburg bei Studienanfängern 2017 besonders beliebt

Im Studienjahr 2017 hatten insgesamt 10 Bundesländer bei den Studienanfängerinnen und -anfängern einen positiven Wanderungssaldo im Vergleich zu den anderen Bundesländern. Das bedeutet, dass mehr junge Menschen mit einer Hochschulzugangsberechtigung eines anderen Bundeslandes zur erstmaligen Studienaufnahme zugewandert als mit der Berechtigung des eigenen Bundeslandes abgewandert sind. Der Wanderungsgewinn bei Studienanfängerinnen und -anfängern war in Berlin mit gut 4.100 Personen und Hamburg (+3.800) am höchsten. Dahinter folgten Hessen (+2.300) und Sachsen (+2.100).

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68 % der deutschen Studierenden im Ausland studierten 2016 in der EU

Von den rund 144.900 deutschen Studierenden im Ausland im Jahr 2016 waren 68 % an einer Hochschule in der Europäischen Union (EU) eingeschrieben. Die drei beliebtesten Zielstaaten der deutschen Auslandsstudierenden waren Österreich (19 %), die Niederlande (15 %) sowie das Vereinigte Königreich (11 %).

Zwischen 2015 und 2016 stieg die Zahl der Deutschen, die im Ausland studierten, um knapp 4 %, während die Zahl der deutschen Studierenden im Inland um 2 % zunahm. Auf 1.000 deutsche Studierende an inländischen Hochschulen im Jahr 2016 kamen 55 deutsche Studierende im Ausland (2015: 54).

Die Wahl des Studienortes hängt oft eng mit der Wahl des Studienfachs zusammen. Nach der internationalen Klassifikation der Studienfächer (ISCED-F 2013) war bei den deutschen Studierenden in Österreich die Fächergruppe „Sozialwissenschaften, Journalismus und Informationswesen“ mit 28 % am beliebtesten. In den Niederlanden (35 %) sowie im Vereinigten Königreich (27 %) war es „Wirtschaft, Verwaltung und Recht“. Bei den deutschen Studierenden im Inland rangiert diese Fächergruppe mit 23 % ebenfalls auf Platz eins.

Vor allem wegen des Numerus clausus für Medizin an deutschen Hochschulen weisen einige Staaten schon über Jahre hinweg einen überdurchschnittlich hohen Anteil an deutschen Studierenden der Fächergruppe „Gesundheit und Sozialwesen“ auf. So sind 67 % der deutschen Studierenden in Ungarn in einem Studiengang der Fächergruppe „Gesundheit und Sozialwesen“ eingeschrieben, in der Tschechischen Republik waren es 56 % und in Litauen 53 %. Bei den deutschen Studierenden im Inland lag der Anteil der Fächergruppe „Gesundheit und Sozialwesen“ bei 8 %.

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Die Anzahl der BaföG-Empfänger sinkt weiter

Immer weniger Schülerinnen und Schüler und Studierende in Deutschland beziehen Bafög. Laut Daten des Statistischen Bundesamts ging die Zahl der vom Staat Geförderten im Jahr 2017 weiter zurück – von gut 820.000 auf 780.000. Davon waren 225.000 Schülerinnen und Schüler und 557.000 Studentinnen und Studenten. Damit sank die Zahl innerhalb von vier Jahren um knapp 180.000.

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Studie: Fernstudium-Anbieter 2019

Studium und Weiterbildung neben dem Beruf? Durch Kinder oder Familie gebunden und damit tagsüber keine freie Zeit für ein Studium? Ein Umzug ist nicht möglich, aber die Uni vor Ort bietet den Wunschstudiengang nicht an? Fernhochschulen bieten Qualifizierung mit der nötigen Flexibilität: ohne feste Starttermine oder fixe Vorlesungszeiten, ohne Anwesenheitspflicht und lange Anfahrtswege. Welche Institute ein attraktives Lehrangebot sowie eine kompetente und individuelle Beratung bieten, zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität, das 13 große private Anbieter getestet hat.

Gutes Angebot – positive Rahmenbedingungen

Sowohl die Anbieter von Fernstudiengängen als auch von Fernkursen erreichen im Schnitt gute Gesamtergebnisse. Groß ist der Angebotsumfang: Die privaten Fernhochschulen haben zwischen 13 und 47 Studiengänge im Programm, zumeist mit staatlich anerkannten Bachelor- oder Master-Abschlüssen. Im Bereich Fort- und Weiterbildung bietet ein Viertel der Fernschulen Kurse und Lehrgänge in imposanter Zahl – mehr als 300 – an.

Im Vordergrund des Angebots stehen wirtschaftliche und technische Fächer. Doch auch für speziellere Interessenlagen, etwa in Bereichen wie Psychologie oder Gesundheit, gibt es eine Reihe von Anbietern. Markus Hamer, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Service-Qualität, empfiehlt, sich vor Beginn eines Studiums mit den Bedingungen vertraut zu machen: „Die meisten Hochschulen offerieren einen kostenlosen Testzugang für einen Monat. Wer ein Studium aufnehmen möchte, kann so prüfen, ob das Konzept des Fernlernens und die Studieninhalte passen.“
Ob Studium oder Weiterbildung – bei allen Instituten im Test erhalten die Teilnehmer während der Laufzeit eine persönliche Betreuung. Auch eine Online-Lernplattform und ein virtueller Campus gehören zum Standard. Ein Wermutstropfen: Die Standorte für Präsenzveranstaltungen oder Prüfungen sind bei vielen Anbietern ausbaufähig.

Service per Telefon und E-Mail durchwachsen

Auch beim Service fällt das Branchenergebnis insgesamt gut aus, allerdings gibt es auch Schwachstellen. Die Internetseiten informieren gründlich – alle Institute stellen Inhalte von Studien- und Lehrgängen per Video vor und klären über Zulassungsvoraussetzungen und Studiengebühren auf. Beratungen am Telefon gestalten sich freundlich und gut verständlich, aber teils oberflächlich, da der eigentliche Bedarf der Interessenten zu kurz kommt. Auch der Service per E-Mail zeigt Schwächen: Anfragen beantworten die Institute häufig zu knapp und in fast drei Viertel der Fälle wenig individuell.

Die besten Anbieter für Fernstudium und Fernkurse

Testsieger im Bereich Fernstudium ist IUBH mit dem Qualitätsurteil „sehr gut“. Das Institut bietet den besten Service, das beste Angebot und überzeugt auch in puncto Vertragsbedingungen. Anfragen per Telefon und E-Mail beantworten die Mitarbeiter kompetent und verständlich. Die Website präsentiert sich ansprechend und informativ. Das Angebot überzeugt mit einer Vielzahl an Studiengängen, von Wirtschaft über Medien und Recht bis hin zu kreativen Berufen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen AKAD vor Euro-FH, beide mit einem guten Gesamtergebnis.

Gesamtergebnis Fernstudium mindestens „gut“

Rang Unternehmen Punkte Qualitätsurteil
1 IUBH 80,6 sehr gut
2 AKAD 76,0 gut
3 Euro-FH 75,6 gut
4 Wilhelm Büchner 75,0 gut
5 IST 74,6 gut
6 HFH 73,1 gut
7 Diploma 71,4 gut

Service Fernstudium mindestens „gut“

Rang Unternehmen Punkte Qualitätsurteil
1 IUBH 76,8 gut
2 IST 75,0 gut
3 AKAD 72,5 gut
4 PFH Private Hochschule Göttingen 72,1 gut
5 HFH 71,4 gut
6 Wilhelm Büchner 70,5 gut
7 SGD 70,4 gut

Angebot Fernstudium mindestens „gut“

Rang Unternehmen Punkte Qualitätsurteil
1 IUBH 88,0 sehr gut
2 Euro-FH 83,0 sehr gut
3 AKAD 80,0 sehr gut
3 Wilhelm Büchner 80,0 sehr gut
5 Diploma 78,0 gut
6 PFH Private Hochschule Göttingen 74,0 gut
7 HFH 72,0 gut
8 IST 71,0 gut

Das Deutsche Institut für Service-Qualität testete bundesweit 13 große Institute in privater Trägerschaft mit einem umfangreichen und staatlich geprüften Studien- und Weiterbildungsangebot. Die Servicequalität wurde bei jedem Unternehmen anhand von je zehn verdeckten Telefon- und E-Mail-Tests (Mystery-Calls und -Mails) ermittelt. Zudem erfolgten je zehn Prüfungen der Internetauftritte durch geschulte Testnutzer sowie eine detaillierte Inhaltsanalyse der einzelnen Websites. Im Fokus standen unter anderem die Beratungskompetenz und Freundlichkeit der Mitarbeiter, Wartezeiten am Telefon und bei E-Mail-Anfragen sowie der Informationswert und die Bedienungsfreundlichkeit des Internetauftritts. Es flossen insgesamt 363 Servicekontakte mit den Instituten in die Auswertung ein. In einem weiteren Schritt erfolgte eine umfassende Bewertung des Angebots und der Vertragsbedingungen der Fernstudium-Anbieter sowie des Angebots der Fernkurs-Institute.

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Wie wohnen Studenten?

Hotel Mama, WG oder eine eigene Bude? Wie wohnt der deutsche Student? Gibt es regionale Unterschiede? Oder hat sich in den letzten Jahren etwas verändert? Auf Basis der Studierendenbefragungen 2003 bis 2018 für das CHE Hochschulranking, an der sich rund 150.000 Studierende beteiligt haben, hat das CHE die Wohnsituation unter die Lupe genommen. Das bemerkenswerteste Ergebnis der Analyse ist der deutliche Rückgang des Anteils an Studierenden, die in Privatwohnungen leben und der damit verbundene deutliche Anstieg an in Wohngemeinschaften wohnenden Studierenden. Darüber hinaus ist auch eine Zunahme an Studierenden zu verzeichnen, die bei ihren Eltern wohnhaft sind. Im Jahr 2003 wohnte noch über ein Drittel aller Studierenden in einer privat gemieteten Wohnung. Im Jahr 2018 ist dieser Anteil auf ein knappes Viertel geschrumpft. Dieser Gesamttrend zeigt sich auch anhand einzelner Hochschulorte wie beispielsweise Flensburg, wo der Anteil der alleinlebenden Studierenden um 15,9% sank, während der Anteil der Studierenden, der in Wohngemeinschaften lebt, um 19,3% zunahm.

Ein Grund für die Veränderungen könnte in der allgemein angespannten Wohnungsmarktlage nicht zuletzt aufgrund der starken Zunahme der Zahl der Studierenden in Beobachtungszeitraum liegen. Die Mietpreise und die gleichzeitig nicht überall ausreichende Versorgung mit Wohnheimplätzen könnten die Studierende vermehrt zur Gründung von Wohngemeinschaften zwingen. Das aufgrund weggefallener Wehrpflicht und G8-Einführung gesunkene Durchschnittsalter der Studierenden könnte darüber hinaus die Bereitschaft zum Leben in einer Wohngemeinschaft oder auch im Elternhaus beigetragen haben. Letzteres könnte auch durch die mittlerweile flächendeckendere Verteilung von Hochschulstandorten in Deutschland und damit verbundene Erreichbarkeit der Hochschulen von der elterlichen Wohnung aus bedingt sein.

Weg von Mutti, rein in die WG

Wohnform 2003 2018
Eltern 22,42 % 5,2 %
Privat 35,8 % 26,9 %
Wohnheim 14,7 % 13,9 %
WG 21,9 % 30,8 %
Eigentumswohnung 2,9 % 1,7 %
Untermiete 2,2 % 1,5 %

Der Anteil der bei den Eltern wohnenden Studierenden ist zwischen 2003 (22,4%) und2018 (25,2%) leicht angestiegen. Gleichzeitig sank der Anteil derjenigen Studierenden deutlich, die privat leben. So gab 2003 noch rund jeder Dritte an, allein oder mit Partner(in) und/oder Kind in einer Mietwohnung zu leben, während 2018 nur knapp ein Viertel der Studierenden in solchen Wohnverhältnissen lebte. Darüber hinaus stieg der Anteil derjenigen, die in einer Wohngemeinschaft (in einer Mietwohnung, nicht im Wohnheim) wohnen von 21,9% im Jahr 2003 auf 30,8% im Jahr 2018. Die Anteile derjenigen, die in Eigentumswohnungen oder zur Untermiete wohnen, sanken ebenfalls geringfügig. Die WG hat demnach die Privatwohnung als im Verhältnis häufigste Wohnform bei Studierenden abgelöst, auch der Anteil der Studierenden, die bei ihren Eltern wohnen, ist gestiegen. Verschiedene Erklärungen kommen dafür in Betracht: So ist die Anzahl der Studierenden zwischen 2003 und 2008 deutlich gestiegen. Studierten 2003 noch rund 2 Millionen Personen an deutschen Hochschulen, so lag diese Zahl im WS 2017/18 bei rund 2,8 Millionen.

Gleichzeitig sank, insbesondere durch die Aussetzung der Wehrpflicht und die Umstellung in vielen Bundesländer auf eine achtjährige Oberstufe, das Eintrittsalter der Studierenden in das Studium. Lag das Durchschnittsalter der Studienanfänger 2003 noch bei 22,1 Jahren, so lag es zum WS 2017/18 bei nur 19,7 Jahren. Die Studierenden sind also zum einen mehr und zum anderen jünger geworden. Der Ausbau der Wohnheimplätze und das Angebot an auch als Einzelperson bezahlbarem und verfügbarem Wohnraum hat mit dem Anstieg der Studierendenzahlen offenbar nicht ganz Schritt halten können, so dass Studierende gezwungen sind, in Wohngemeinschaften „zusammenzurücken“. WG-Zimmer sind möglicherweise auch kurzfristiger verfügbar als günstige Privatwohnungen und über einschlägige Internetportale auch leicht zu finden. Letzteres kann insbesondere dann wichtig sein, wenn man von außerhalb an den Hochschulort zieht. Auch scheint es aufgrund der allgemeinen Mietpreisentwicklungen im Zusammenspiel mitdemografischen Veränderungen einen generellen Trend zur Nutzung kleinerer Wohnungen zu geben, die dann ggf. eher an berufstätige mit geregeltem Einkommen als an Studierende vermietet werden. Möglicherweise sind die im Schnitt jüngeren Studierenden heutzutage auch eher als die etwas älteren Studierenden früher gewillt, mit anderen (zunächst) in einer Wohngemeinschaft zu leben, als gleich den Schritt in einen eigenständigen Haushalt zu machen.

Wo die meisten Studierenden bei den Eltern wohnen

Brühl 67,9 %
Wetzlar 66,7 %
Neunkirchen 64,4 %
Weiden 64,3 %
Minden 58,0 %
Saarbrücken 58,0 %
Aschaffenburg 57,6 %
Bad Homburg 57,1 %
Meschede 56,5 %
Ansbach 54,2 %

Wo die meisten Studierenden allein oder mit Partner in einer privaten Unterkunft wohnen

Riedlingen 60,6 %
Neubrandenburg 55,0 %
Oestrich-Winkel 51,2 %
Mittweida 50,0 %
Vallendar 50,0 %
Görlitz 47,4 %
Wismar 46,5 %
Bernburg 45,5 %
Merseburg 44,8 %
Witten 44,3 %

Wo die meisten Studierenden in Studentenwohnheimen wohnen

Elsfleth 48,2 %
Freiberg 47,9 %
Frankfurt / Oder 36,2 %
Potsdam 34,2 %
Zittau 32,1 %
Eichstätt 30,8 %
Bremen 30,7 %
Stralsund 30,4 %
Deggendorf 30,1 %
Ilmenau 29,9 %

Wo die meisten Studierenden in Wohngemeinschaften wohnen

Friedrichshafen 58,7 %
Künzelsau 51,9 %
Marburg 49,1 %
Flensburg 48,0 %
Karlsruhe 47,9 %
Villingen-Schwenningen 47,8 %
Witten 47,1 %
Wilhelmshaven 46,9 %
Holzminden 46,9 %
Diepholz 45,8 %

 

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