Kategorien-Archiv Studium

Der NC nach Bundesländern, Städten, Fächergruppen und Hochschultypen

Die Ergebnisse des CHE Numerus Clausus-Check 2017/18 basieren auf den Einträgen im Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz mit Stand vom Mai 2017 und gelten für das Wintersemester 2017/18. Der Anteil der Studiengänge mit Numerus Clausus wird nach Bundesländern, den vier wichtigsten Fächergruppen sowie Abschlussart und Hochschultyp dargestellt.

Bundesweit sind zum WS 2017/18 genau 42,4 % der Studiengänge zulassungsbeschränkt, was einen leichten Anstieg von 0,9 Prozentpunkten gegenüber dem WS 2016/17 bedeutet. An Universitäten ist weiterhin ein geringerer Prozentsatz (41,2 %) der Studiengänge zulassungsbeschränkt als an Fachhochschulen (46,0 %), im Bereich der Masterstudiengänge (39,3 %) ist es ebenso ein deutlich geringerer Anteil als unter den Bachelorstudiengängen (46,0 %). Es zeigen sich außerdem große Unterschiede zwischen den verschiedenen Bundesländern. Insbesondere in den Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen sowie im Saarland sind vergleichsweise hohe NC-Quoten von z.T. deutlich über 60 % zu finden, wohingegen in Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Thüringen jeweils unter 30 % der Studiengänge zulassungsbeschränkt sind.

NC-Quote in % nach Fächergruppen und Bundesländern

InsgesamtIngenieur-wissen-schaftenMathematik & Naturwissen-schaftenRWGSW*Sprach und Kultur-wissen-schaften
Mecklenburg-Vorpommern20.17.623.322.810.1
Rheinland-Pfalz23.517.115.846.715
Thüringen28.217.736.634.144.2
Schleswig-Holstein3144.632.656.918
Sachsen-Anhalt31.119.529.442.518.2
Hessen33.423.122.548.58.8
Brandenburg33.52426.250.437.5
Bayern33.642.743.344.115.5
Sachsen35.719.124.255.136.6
Nordrhein-Westfalen36.227.340.445.732
Niedersachsen57.863.860.574.152.7
Baden-Württemberg59.263.55966.736.3
Bremen62.253.758.986.365.4
Berlin62.469.660.855.677.2
Saarland62.573.940.981.826.4
Hamburg75.549.592.256.391.4
Deutschland42.439.742.553.332.6
Universitäten41.234.543.256.130.4
Fachhochschulen4642.540.850.953.5
Bachelor4639.839.757.735.5
Master39.34144.351.330.3
  Insgesamt Ingenieur- Mathematik & RWGSW* Sprach und
wissen- Naturwissen- Kulturwissen-
schaften schaften schaften
Mecklenburg-Vorpommern 20,1 7,6 23,3 22,8 10,1
Rheinland-Pfalz 23,5 17,1 15,8 46,7 15,0
Thüringen 28,2 17,7 36,6 34,1 44,2
Schleswig-Holstein 31,0 44,6 32,6 56,9 18,0
Sachsen-Anhalt 31,1 19,5 29,4 42,5 18,2
Hessen 33,4 23,1 22,5 48,5 8,8
Brandenburg 33,5 24,0 26,2 50,4 37,5
Bayern 33,6 42,7 43,3 44,1 15,5
Sachsen 35,7 19,1 24,2 55,1 36,6
Nordrhein-Westfalen 36,2 27,3 40,4 45,7 32,0
Niedersachsen 57,8 63,8 60,5 74,1 52,7
Baden-Württemberg 59,2 63,5 59,0 66,7 36,3
Bremen 62,2 53,7 58,9 86,3 65,4
Berlin 62,4 69,6 60,8 55,6 77,2
Saarland 62,5 73,9 40,9 81,8 26,4
Hamburg 75,5 49,5 92,2 56,3 91,4
Deutschland 42,4 39,7 42,5 53,3 32,6
Universitäten 41,2 34,5 43,2 56,1 30,4
Fachhochschulen 46,0 42,5 40,8 50,9 53,5
Bachelor 46,0 39,8 39,7 57,7 35,5
Master 39,3 41,0 44,3 51,3 30,3

*Rechts-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften

NC-Quote in % nach Hochschultypen und Bundesländern

  Insgesamt Universitäten Fachhochschulen
Mecklenburg-Vorpommern 20,1 29,8 5,6
Rheinland-Pfalz 23,5 19,4 32,6
Thüringen 28,2 35,9 18,6
Schleswig-Holstein 31,0 26,1 48,1
Sachsen-Anhalt 31,1 30,8 38,3
Hessen 33,4 31,7 38,1
Brandenburg 33,5 28,8 50,0
Bayern 33,6 29,9 44,6
Sachsen 35,7 36,6 42,5
Nordrhein-Westfalen 36,2 37,0 33,6
Deutschland 42,4 41,2 46,0
Niedersachsen 57,8 51,7 69,7
Baden-Württemberg 59,2 57,5 65,7
Bremen 62,2 54,9 64,1
Berlin 62,4 73,1 48,5
Saarland 62,5 55,1 92,3
Hamburg 75,5 85,4 53,4

NC-Quote in % nach Abschlussart und Bundesländern

  Insgesamt Bachelor Master
Mecklenburg-Vorpommern 20,1 16,6 9,0
Rheinland-Pfalz 23,5 29,8 17,1
Thüringen 28,2 12,8 47,4
Schleswig-Holstein 31,0 52,7 14,4
Sachsen-Anhalt 31,1 23,4 30,9
Hessen 33,4 36,1 21,9
Brandenburg 33,5 39,8 26,5
Bayern 33,6 34,0 39,0
Sachsen 35,7 35,1 34,8
Nordrhein-Westfalen 36,2 43,7 28,0
Deutschland 42,4 46,0 39,3
Niedersachsen 57,8 59,5 55,4
Baden-Württemberg 59,2 62,3 55,3
Bremen 62,2 62,4 61,1
Berlin 62,4 58,6 64,8
Saarland 62,5 51,9 59,1
Hamburg 75,5 77,5 73,4

NC-Quote in % für ausgewählte Städte, nach Abschlussart und Hochschultyp

  Studierende insgesamt Bachelor Master Uni FH
Aachen 54.589 33,6 54,1 15,2 24,4 47,9
Berlin 176.326 58,5 53,3 62,1 72,2 42,6
Bielefeld 37.043 29,4 35,7 21,9 32,0 23,8
Bochum 56.908 53,9 60,5 46,9 53,7 52,3
Bonn 37.119 46,9 59,3 35,1 47,6 20,0
Bremen 33.103 60,2 59,9 59,7 54,9 58,8
Darmstadt 46.823 28,6 51,3 9,2 19,1 44,6
Dortmund 51.037 25,4 39,2 12,2 14,7 46,0
Dresden 44.162 38,8 44,0 36,3 38,7 46,7
Düsseldorf 48.982 31,7 39,7 20,6 35,4 37,5
Frankfurt/Main 63.747 53,9 49,2 43,7 54,7 68,4
Freiburg i.Br. 32.943 42,6 50,9 30,7 33,5 52,2
Gießen 37.855 21,9 16,1 6,5 24,5 8,9
Göttingen 34.573 47,0 43,7 49,2 47,7 42,9
Hamburg 91.194 68,7 69,3 67,5 85,3 45,5
Hannover 45.243 75,5 59,4 91,5 78,4 67,7
Heidelberg 37.600 37,2 41,9 37,6 32,2 0,0
Karlsruhe 44.828 60,9 67,5 46,7 40,4 94,3
Kiel 33.411 28,2 49,1 9,4 24,5 58,8
Köln 98.504 65,7 69,1 61,9 88,6 35,3
Leipzig 37.257 43,3 40,7 38,5 52,2 56,3
Mainz 37.821 31,5 36,7 26,0 26,4 55,3
Mannheim 32.684 59,1 62,8 53,8 84,1 73,0
München 117.971 49,3 40,2 61,8 49,6 44,6
Münster 56.719 45,0 52,7 39,4 46,6 44,8
Saarbrücken 30.838 60,6 48,7 58,7 52,0 92,3
Stuttgart 55.599 33,7 37,0 31,7 46,9 43,6

Wer es ganz genau wissen will: Hier gibt es kostenlos ein 25seitiges PDF mit allen Infos zum NC von A bis Z.

Quelle: CHE Centrum für Hochschulentwicklung

 

 

 

 

Die wichtigsten Versicherungen zum Start

Laborant/shutterstock.com

Im internationalen Vergleich sind die Deutschen (auch) beim ­Thema Versicherungen Spitze: Knapp 2.800 € zahlt jeder Haushalt durchschnittlich an Prämien im Jahr – Tendenz steigend. Richtig versichert ist allerdings nur eine Minderheit – die große Mehrheit ist über-, unter- oder schlicht falsch versichert.

Spätestens mit dem Beginn der Ausbildung gerät der hoffnungsvolle Berufs- oder Studienanfänger ins Visier der Versicherer. Zur Klarstellung vorab: Versicherungen sind wichtig und im Fall des Falles (über)lebensnotwendig. Aber jeder Vertreter kann nur so gut beraten, wie er über Ihren Bedarf informiert wird. Also: Versicherungen ja, nur: Die Richtigen müssen es eben sein – angepasst an die Bedürfnisse und Finanzkraft eines Auszubildenden oder Studenten. Grundsätzlich ist auch bei diesem Thema Wissen Macht: Wer sich zum Beispiel vor dem Gespräch mit dem Vertreter über Leistungen und Prämien im Internet informiert oder sich mehrere Angebote per Post kommen lässt, ist schon einmal nicht schlecht gewappnet. Vorsicht vor „Rundum-Sorglos-Paketen“: Sie enthalten oft lukrative, aber nicht wirklich notwendige Versicherungen und sind schlechter auf ihr Preis-/Leistungsverhältnis zu überprüfen. Und es macht keinen Sinn, alle Versicherungen über einen Makler oder eine Gesellschaft abzu­schließen – Mengenrabatte gibt es bei diesen Geschäften nicht; wer vergleicht und getrennt unterschreibt, kann viel Geld sparen.

Das muss einfach sein:

Die Krankenversicherung

shutterstock 230590297George Rudy/shutterstock.comIst für Auszubildende Pflicht – trotzdem besteht inzwischen die Möglichkeit, sich seine gesetzliche Kasse auszusuchen. Die Leistungen sind weitgehend gesetzlich festgeschrieben, aber die Beitragssätze variieren – ein Vergleich lohnt sich! Azubis müssen sich spätestens 14 Tage nach Beginn einer Ausbildung für eine Kasse entschieden haben. Nach dieser Frist meldet der Betrieb den Auszubildenden bei der Kasse an, bei der er zuletzt war. Studenten haben es da einfacher: Sie können problemlos über ihre Eltern mitversichert bleiben. Sind die Eltern in einer gesetzlichen Krankenversicherung, ist dies bis zum Alter von 25 Jahren (zzgl. der Zeit für Wehr- oder Ersatzdienst) möglich. Wer älter ist, kann bei den gesetzlichen Kassen einen einheitlichen Studententarif zum Preis von monatlich 64,77 € zzgl. Pflegeversicherung abschließen. Wichtig: Mit dem 30. Geburtstag oder dem 14. Fachsemester endet in der Regel die studentische Krankenversicherung.

Sind die Eltern privat versichert, muss entschieden werden, ob diese Versicherung für das gesamte Studium fortgesetzt wird; ein Wechsel zu einer gesetzlichen Kasse ist vor Ende des Studiums dann nicht möglich. Wichtig: Die Kasse unbedingt schriftlich über die Aufnahme eines Studiums informieren (generell sollten alle Mitteilungen schriftlich erfolgen – eine telefonische Absprache mit dem freundlichen Sachbearbeiter ist Jahre später in den wenigsten Fällen zu beweisen).

Globetrotter, die den Ausbildungsstart noch hinauszögern, oder Studenten, die ein paar Semester im Ausland studieren, sollten zusätzlich eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Denn die gesetzliche Krankenkasse zahlt nur für erforderliche Behandlungen in europäischen und einigen fernen Ländern. Die private Zusatzversicherung hingegen übernimmt die Kosten weltweit – und dann auch für den Rücktransport.

Die Privathaftpflichtversicherung

Lisa S./shutterstock.comEgal, ob Sie die antike Mingvase Ihrer Freundin zerdeppern, Ihnen bei der gut gemeinten Umzugshilfe der Plasmafernseher Ihres Nachbarn aus den Händen rutscht oder Sie als Radfahrer einen Verkehrsunfall verursachen – alles Fälle für die Privathaftpflicht, die immer dann einspringt, wenn Sie aus Versehen einen Schaden bei einer anderen Person verursachen. Da vor allem Personenschäden schnell in die Hunderttausende gehen können, ist diese Versicherung ein absolutes Muss für jeden! In der Regel sind sowohl Azubis während ihrer ersten Ausbildung als auch Studenten bei den Eltern mitversichert – fragen Sie zur Sicherheit (schriftlich!) bei Ihrer Versicherung nach, ob eine Familienversicherung besteht. Achtung: Wer nach dem Abitur eine mehrmonatige Auszeit nimmt und dann erst sein Studium beginnt, riskiert im Zweifel seinen Versicherungsschutz – das Studium schriftlich anzumelden, schützt davor. Die private Haftpflichtversicherung gilt übrigens auch für die Zeit des Bundesfreiwilligendienstes (BFD).

Die Berufsunfähigkeitsversicherung

shutterstock 139937551Stokkete/shutterstock.comRund 40 % der heute 20-Jährigen werden nach aktuellen Prognosen von Statista im Laufe ihrer Karriere berufsunfähig. Die Berufsunfähigkeit zählt zu den am meisten unterschätzten Risiken. Viele denken hier immer noch an die klassischen Arbeitsunfälle, dabei sind beispielsweise Depressionen, ein Burn-out-Syndrom oder Rücken- und Gelenkschmerzen viel häufigere Ursachen. Jeder vierte Berufstätige stellt im Laufe seines Lebens einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente – junge Leute in der Ausbildung oder zu Beginn des Berufslebens ohne oder mit nur sehr geringen Ansprüchen an die Rentenkasse sollten dieses Risiko also auf keinen Fall unterschätzen.

Wegen Krankheit oder Gebrechen nicht arbeiten zu können, ist also ein existenzielles Risiko für nahezu jeden (außer Paris Hilton vielleicht). Wie hoch das Risiko einer Berufsunfähigkeit ist, hängt unter anderem vom ausgeübten Beruf ab. Je jünger man in diese Versicherung einsteigt, umso günstiger sind die Beiträge – ausschlaggebend sind unter anderem Vorerkrankungen und der allgemeine Gesundheitszustand. Vorsicht: Wer bei diesen Angaben „schummelt“, riskiert seinen Versicherungsschutz – auch da kann es um Hunderttausende gehen! Wer auf Nummer Sicher gehen will, füllt die entsprechenden Formulare gemeinsam mit seinem Arzt aus.

Mit Beiträgen zwischen 300 und über 1.000 € pro Jahr ist diese Versicherung nicht billig. Und der Vertrag ist extrem komplex, da er sehr stark auf die individuellen Bedürfnisse und abzusichernden Risiken eingeht. Es lohnt sich, sich Angebote mehrerer Versicherungen machen zu lassen.

Aktuelle Muster-Tarife finden Sie im Internet zum Beispiel auf www.stiftung-warentest.de, die solche Versicherungen regelmäßig testet, Checklisten hält unter anderem www.finanztest.de bereit.

Wichtig beim Abschluss:

1. Frühzeitig absichern
Je jünger Versicherte beim Einstieg in die Versicherung sind, desto günstiger fällt in der Regel der Versicherungsbeitrag aus. Denn mit zunehmendem Alter steigt oft die Anzahl der diagnostizierten Krankheiten. Sind Erkrankungen bereits vorhanden, gestaltet sich eine Absicherung generell deutlich schwieriger. Dennoch ist hier Ehrlichkeit ratsam: Denn wer bisherige Erkrankungen nicht korrekt angibt, riskiert seinen Versicherungsschutz.
2. Nachversicherungsgarantie
Wer diese mit abschließt, kann seinen Berufsunfähigkeitsschutz ohne erneute Gesundheitsprüfung nachträglich aufstocken. Die Höhe des Versicherungsschutzes sollte jeweils an sich ändernde Lebens- und Finanzsituationen angeglichen werden.
3. Verzicht auf abstrakte Verweisungen
In diesem Fall kann der Versicherer die versicherte Person nicht auf eine andere Tätigkeit verweisen, wenn der aktuelle Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann.
4. „Sechs-Monate-Prognose“
Üblicherweise gilt jemand als berufsunfähig, der mindestens sechs Monate lang seinem Beruf zu mindestens 50 % nicht nachgehen kann. Bei einer vertraglich fixierten „Sechs-Monate-Prognose“ erfolgen die Rentenzahlungen bereits ab dem ersten Monat.
5. Nach Angeboten für junge Menschen fragen
Für Jugendliche und junge Erwachsene gibt es häufig spezielle Angebote – fragen Sie nach! Mit diesen Tarifen können sich Berufsanfänger ihre Risikoabsicherung bedarfsgerecht, zeitlich flexibel und vergünstigt zusammenstellen und gleichzeitig Vermögen für später aufbauen.

Nicht verwechseln sollten Sie die Berufsunfähigkeits- mit der Unfallversicherung. Die Unfallversicherung ist eine mögliche Ergänzung, aber kein Ersatz. Auch sie sollte nur nach eingehender persönlicher Beratung abgeschlossen werden – empfiehlt sich vor allem für Menschen, die z. B. Extremsportarten betreiben. Generell zahlt die Unfallversicherung nur bei dauerhafter Invalidität nach einem Unfall – über 90% aller Anträge auf Berufsunfähigkeit sind jedoch krankheitsbedingt.

Hier kommt es drauf an:

Die Hausratversicherung

shutterstock 173558135Shutter_M/shutterstock.comMit der ersten eigenen Wohnung kommt schnell das Thema „Hausratversicherung“ auf. Und eigentlich jeder hat sie. Nur: Welcher  Auszubildende hat in der ersten Wohnung schon Designer-Möbel, Perserteppiche und Hutschenreuther Porzellan? Andererseits kommt mit Laptop, Stereoanlage und der CD-Sammlung schnell ein nettes Sümmchen zusammen. Kurz gesagt: Das ist individuell unterschiedlich und muss jeder selbst entscheiden. Achtung: Wer in eine WG zieht, sollte sich informieren, ob bereits eine gemeinsame Hausratversicherung besteht. Wenn nämlich jeder Mitbewohner der Wohngemeinschaft über das heutzutage übliche Paket an Unterhaltungselektronik verfügt, lohnt sich die geteilte Prämie allemal. Wer die WG jedoch nur als Zweitwohnsitz anmeldet, ist weiterhin über seine Eltern versichert. Eine gute Entscheidungshilfe: Kann ich es mir finanziell leisten, meine gesamte Einrichtung (also nicht nur die Möbel, sondern auch den Schrankinhalt wie z.B. Klamotten und Geschirr) zu ersetzen? Wenn nicht, ist eine Hausratversicherung sinnvoll.

Kfz-Versicherung

shutterstock 94599049Everett Collection/shutterstock.comWer als Fahranfänger die Tarife der Kfz-Versicherung abfragt, bekommt oft einen Schock: Nicht selten übersteigt die Jahresprämie den Wert des ersten Autos. Günstiger wird es, wenn man das Auto (oder Motorrad) die ersten Jahre über Vater oder Mutter (ggfls. als Zweitfahrzeug) versichert – einfach einmal bei der Versicherung nachfragen. Nach einigen (hoffentlich schadensfreien) Jahren meldet man dann den Vertrag einfach um. Tipp: Einige Versicherungen bieten Rabatte für Absolventen eines Fahrsicherheitstrainings (bietet u.a. der ADAC an) – auch hier lohnt eine Nachfrage.

Alles andere kann warten!

Wenig BAföG oder geringes Gehalt als Auszubildender – trotzdem eigenes Geld! Studium und Ausbildung, zumal in Verbindung mit der ersten eigenen Wohnung, bedeuten auch Unabhängigkeit und Selbstständigkeit. Und natürlich möchten Sie das erste eigene Geld auch ausgeben – in der Regel nicht für weitere Versicherungsprämien oder Sparverträge.

Also: Die (private) Altersvorsorge kann warten! Eine Kapitallebensversicherung kann auch nach durchschnittlich drei Jahren Ausbildung noch abgeschlossen werden, ohne immense Einbußen zu riskieren. Generell ist diese Form der Altersvorsorge mit einigen Nachteilen behaftet: Man bindet sich vertraglich über 30 oder 40 Jahre – meist bis zum Eintritt ins Rentenalter. Bekommt man Probleme, die monatlichen   Beiträge zu zahlen, bleibt nur die Möglichkeit, die Versicherung beitragsfrei zu stellen – was sich natürlich negativ auf die Auszahlung auswirkt. Oder man muss sogar kündigen – und bekommt oft weniger heraus, als man eingezahlt hat. Insgesamt also ein unflexibles und inzwischen auch in Bezug auf die Verzinsung nicht sehr attraktives Produkt.

Und eine Risiko-Lebensversicherung ist sowieso nur sinnvoll, wenn bereits eine Familie zu versorgen ist. Besser also, dieses Geld für den Konsum zu nutzen, als sich bereits in jungen Jahren überzuversichern und dringend notwendige Ausgaben über Kredite zu finanzieren! Aber: Spätestens mit 30 ist es Zeit, an die private Vorsorge zu denken – danach wird es nämlich immer teurer, seinen Lebensstandard im Ruhestand sicherzustellen; Stichwort „Zinseszinseffekt“. Mit Riester-Rente und Sparplänen gibt es aber jede Menge auch staatlich geförderter Alternativen zur Lebensversicherung.

Eine sehr gute (allerdings nicht kostenlose) telefonische oder persönliche Beratung zu allen Fragen rund um das Thema Versicherungen bieten die Verbraucherzentralen – im Internet finden Sie unter www.verbraucherzentrale.de die Adressen und Kontaktdaten für jedes Bundesland.

Was erwarten Berufseinsteiger nach dem Studium?

Was soll er bieten, der erste Job nach dem Studium? Deutschlands Studierende haben genaue Vorstellungen davon: Für rund Dreiviertel aller Nachwuchstalente ist ein attraktives Grundgehalt der mit Abstand wichtigste Aspekt bei der Wahl des ersten Arbeitgebers.

Doch was verstehen Berufsstarter unter einem attraktiven Gehalt? Zweifünftel der Befragten stellen sich ein erstes Jahresgehalt zwischen 36.000 und 45.000 € brutto vor, 38 % erwarten unter 35.000 € jährlich. Das zeigt der neue StepStone Report „Startklar für den ersten Job“. Die Online-Jobplattform hat dafür 3.500 Studierende befragt, die aktuell an einer Hochschule in Deutschland immatrikuliert sind. Dabei wird klar: Je höher der Abschluss, desto höher sind auch die Erwartungen an das Einstiegsgehalt. Vier von zehn Masterstudenten stellen sich für den ersten Job ein Jahresgehalt von mindestens 46.000 € vor, jeder fünfte Promovierende erwartet sogar mehr als 55.000 € vom ersten Arbeitgeber. Weitere Ergebnisse:

Nachwuchstalente wollen Grundstein für späteren Berufserfolg legen

  • Neben dem Gehalt zählt die persönliche Entwicklung im Job zum wichtigsten Aspekt für junge Fachkräfte. 44 % schauen bei der Wahl des ersten Arbeitgebers daher ganz genau hin, ob das Unternehmen auch eine gute Referenz für die zukünftige Karriere ist.
  • Auch die persönliche Weiterbildung ist für neun von zehn Studierenden ein essenzieller Faktor bei der Entscheidung für den ersten Arbeitgeber. Hierbei legen 77 % Wert auf die Erstellung einer langfristigen Laufbahnplanung. Knapp Dreiviertel wünschen sich, zur Führungskraft entwickelt zu werden.

Wunsch nach Freiheit bei der Arbeit

  • Studierende haben genaue Vorstellungen davon, wie sie arbeiten wollen: Acht von zehn Befragten möchten gern Teil eines selbstverantwortlichen Teams sein. 78 % ist es wichtig, selbstbestimmt zu arbeiten.
  • Fast exakt genauso viele bevorzugen ein Unternehmen mit flachen Hierarchien.
  • Ein straff organisiertes Unternehmen wünscht sich hingegen nicht mal jeder zweite Berufsstarter.

Ein mittelgroßes Unternehmen für den Start

Für den Großteil der Befragten (66 %) soll der erste Arbeitgeber zunächst ein Unternehmen mit maximal 500 Mitarbeitern sein. Bei der weiteren Planung nach dem Studium haben Männer und Frauen teils unterschiedliche Vorstellungen. Die Gründung eines eigenen Unternehmens sowie eine Tätigkeit für ein Start-Up werden von männlichen Studierenden eher präferiert als von Studentinnen. Die Letztgenannten finden hingegen häufiger eine Tätigkeit im öffentlichen Dienst und die Fortsetzung des Studiums attraktiver.

Standortgebunden sind nur die wenigsten

  • Der Großteil der Berufseinsteiger ist räumlich flexibel und würde für den ersten Arbeitgeber auch in eine andere Region ziehen.
  • Sechs von zehn Nachwuchstalenten freuen sich bei der Wahl eines Arbeitsstandortes auf eine neue Umgebung.
  • 37 % geben an, bis zu 50 Kilometer außerhalb des Wohnortes nach einem Job zu suchen, 19 % sind bundesweit offen für eine andere Stadt.
  • Lediglich 7 % behaupten, standortgebunden zu sein – wären allerdings bereit, am Wochenende zum Wohnort zu pendeln.

Arbeitgeber soll Mobilität erleichtern

  • Für die Bereitschaft, in eine andere Stadt zu ziehen oder zu pendeln, wünschen sich Berufsstarter allerdings ein Entgegenkommen der Unternehmen: 83 % geben an, dass ihnen flexible Arbeitszeiten wichtig seien.
  • Fast genauso viele legen Wert darauf, Übernachtungskosten am Arbeitsort (bei Wochenendpendlern oder wechselnden Projekttätigkeiten) erstattet zu bekommen; 81 % wünschen sich ein Jobticket.
  • 2/3 der Befragten erwarten die Möglichkeit, 1 bis 3 Tage pro Woche im Home-Office zu arbeiten.

Endstation Geisteswissenschaften?

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – die MINT-Studiengänge sind gefragter denn je. Dennoch entscheiden sich entgegen dieses Trends Jahr für Jahr junge Menschen für ein Studium in den Geisteswissenschaften. Brotlose Kunst und schlechte Jobaussichten werden diesem Segment immer wieder nachgesagt.

Geisteswissenschaftliche Fächer sind jedoch nach wie vor gefragt. Beispielsweise der Studiengang Germanistik, der es regelmäßig auf die Liste der beliebtesten Studiengänge an deutschen Universitäten schafft. Doch kann man mit Geisteswissenschaften nun etwas erreichen oder endet der Studiengang in einer beruflichen Sackgasse? Susanne Glück, Geschäftsführerin des Karrieremessen-Veranstalters IQB beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wer Geisteswissenschaften studiert, hat auf dem Arbeitsmarkt keine Chance oder geht sowieso in die Lehre – stimmt das?
„Ja und Nein. Tatsächlich geht ein großer Teil der geisteswissenschaftlichen Studierenden nach dem Abschluss an die Schulen und Universitäten. Wer aber denkt, Geisteswissenschaftler finden neben dem Lehrberuf keinen guten Job, der wird sich wundern. Absolventinnen und Absolventen arbeiten in Verlagen, bei Zeitungen, beim Radio und bei TV-Sendern, in Bibliotheken, in Kultureinrichtungen und in der Kulturwirtschaft, in Archiven, in der Unternehmenskommunikation und PR, in der Politik, in Sozialeinrichtungen, im Bereich der Eventorganisation, bei Stiftungen, in der Beratung, bei der Sprachvermittlung und so weiter …“

Eine große Auswahl an Berufen also. Warum heißt es dann oft, die Geisteswissenschaften wären eine brotlose Kunst?
„Wer auf Bachelor oder Master studiert, muss sich nach dem Studium der Herausforderung stellen, einen Job zu finden. Das Feld der Berufe ist groß und vielfältig. Hier ist schon frühzeitiges Engagement gefragt. Wer bereits während des Studiums Praktika macht und sich thematisch auf ein Berufsfeld spezialisiert, hat später gute Chancen, auch schnell einen guten Job zu finden. Das Einstiegsgehalt ist bei Geisteswissenschaftlern jedoch meist niedriger als in technischen Berufen. Darüber muss man sich im Klaren sein.“

Halten Sie es für sinnvoll, auch heute noch ein Studium der Geisteswissenschaften zu absolvieren?
„Ich halte es für sinnvoll, seinen eigenen Interessen und Fähigkeiten nachzugehen. Liegen diese in den Geisteswissenschaften, dann ist auch ein Studium sinnvoll. Wer sich mit Fächern abmüht, die ihm nicht liegen, verliert schnell die Lust und Motivation am Studium. Ich habe beispielsweise Germanistik und Altphilologie studiert und bin heute Geschäftsführerin – auch das ist möglich. Denn es sind ja nicht nur die Inhalte, die ein Studium ausmachen. Gerade in den Geisteswissenschaften sind es beispielsweise Techniken der Wissensbeschaffung und -aufbereitung, die das Erschließen neuer Arbeitsfelder erleichtern.“

Macht ein Studium glücklicher?

Immer mehr Menschen entscheiden sich nach der Schule für ein Studium. Die Unis werden voller, Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt – Fachkräfteengpässe sind die Folge. Doch zahlt sich ein Studium wirklich in mehr Lebensglück aus? Eine aktuelle Studie vergleicht die Sichtweisen von Akademikern und Nicht-Akademikern: Wer fühlt sich besser auf den Job vorbereitet, wer ist mit der eigenen Arbeit glücklicher? Wer bereut seinen Berufsweg? Und welche Faktoren beeinflussen die Wahl von Ausbildung und Studium?

Nicht-Akademiker fast genauso zufrieden wie Akademiker

Die Arbeitszufriedenheit ist auf einem hohen Niveau: 63,2 % der Akademiker stimmen der Aussage, dass ihr Job “alles in allem gut sei” mit mindestens 8 von 11 Punkten zu, unter den Nicht-Akademikern sind es 61,7 %. Schaut man sich bei der Bewertung der Arbeitszufriedenheit die Spitzenwerte 10 und 11 an, schneiden Nicht-Akademiker (33,3 %) sogar etwas besser ab als Akademiker (28,7 %). Auch im Hinblick auf Einzelaspekte, wie Tätigkeiten oder Kollegen, verteilen Nicht-Akademiker im Vergleich häufiger die Bestnote.

Ausbildung als gute Vorbereitung auf den Job

60,8 % der Nicht-Akademiker fühlen sich gut bis sehr gut auf den Job vorbereitet. Unter den Akademikern sind es mit 34,2 % nur knapp die Hälfte. Während Nicht-Akademiker durch den hohen praktischen Anteil und den genauen Zuschnitt auf das Berufsprofil gute Startbedingungen haben, müssen sich Akademiker nach dem Studium oft noch orientieren und in die Arbeitswelt einfinden.

Mobilität unter Nicht-Akademikern wesentlich geringer

shutterstock 1614232

Bei Akademikern ist die Bereitschaft, für einen neuen Job in eine andere Stadt zu ziehen, höher als bei Nicht-Akademikern: 31,7 % der akademischen Studienteilnehmer würden für einen spannenden Job umziehen, für ein höheres Gehalt nur 18,2 %. Bei den Nicht-Akademikern verhält es sich quasi entgegengesetzt: Fast jede fünfte Fachkraft mit Berufsausbildung kann sich einen Stadtwechsel mit der Aussicht auf mehr Gehalt vorstellen. Für einen spannenden Job würden in diesen Berufsgruppen nur 17,0 % umziehen. Mit 52,9 % ist die Anzahl der Nicht-Akademiker, die sich einen Umzug gar nicht oder eher nicht vorstellen kann, insgesamt hoch. Hier zeigt sich der stark ausgeprägte regionale Bezug von Fachkräften mit Berufsausbildung.

Wer bereut seine Berufswahl?

36,0 % der Fachkräfte mit Berufsausbildung bereuen es, den Weg der Ausbildung gewählt zu haben. Bei den Akademikern bereuen nur 13,6 %, dass sie studiert haben. Wenn Fachkräfte ihre Ausbildung bereuen, liegt es bei vielen Befragten an der fehlenden gesellschaftlichen Anerkennung der Ausbildung oder an dem Umstand, dass Uni-Absolventen bei gewissen Positionen Vorteile haben. Die Befragten, die mit ihrer Ausbildung zufrieden sind, freuen sich vor allem über den praktischen Anteil und den frühen Einstieg ins Berufsleben.

Diese Faktoren beeinflussen die Berufswahl

Welche Aspekte entscheiden über die Berufswahl beider Gruppen? Hier zeigen sich deutliche Unterschiede. Während 41,6 % der Nicht-Akademiker “Sicherheit” hoch priorisieren, liegt der Anteil bei den Akademikern lediglich bei 15,8 %. Die eigenen Interessen spielen für die Berufswahl bei 70,0 % der Akademiker eine sehr große Rolle, bei Nicht-Akademikern trifft das hingegen nur auf 54,2 % zu. 27,0 % der nicht-akademischen Befragten hören bei dieser Entscheidung auf den Rat der Eltern, bei Akademikern sind es mit 12,0 % nicht mal halb so viele.

Macht ein Studium also glücklicher?

“Im Hinblick auf Glück und Zufriedenheit der Befragten schneidet die Ausbildung gegenüber einem Studium sehr gut ab.“ so Wolfgang Weber, Geschäftsführer des Auftraggebers www.meinestadt.de