Kategorien-Archiv 105-Studium

Gaststudierende an Hochschulen 2018: + 2 % gegenüber Vorjahr

37.400 Gasthörerinnen und Gasthörer haben im Wintersemester 2018/2019 Lehrveranstaltungen an deutschen Hochschulen besucht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 2,2 % mehr Gaststudierende als im Wintersemester 2017/2018. Dabei stieg die Zahl der deutschen Gaststudierenden um 4 % auf 33.400, während die Zahl der ausländischen Gaststudierenden um 13 % auf 4.000 zurückging.

✉ Beitrag per Email versenden

Wo studieren deutsche Studierende am liebsten?

Seit mittlerweile 10 Jahren ist Österreich unter deutschen Studierenden der beliebteste Zielstaat für ein Auslandsstudium. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, studierten 28.700 Deutsche im Jahr 2017 an österreichischen Hochschulen. Auf den Plätzen zwei und drei der beliebtesten Zielstaaten folgten die Niederlande mit 21.900 sowie das Vereinigte Königreich mit 15.700 deutschen Studierenden. Knapp die Hälfte der deutschen Auslandsstudierenden studierte 2017 in diesen drei Staaten.

Insgesamt waren 140.400 Deutsche an ausländischen Hochschulen eingeschrieben und damit 1 % weniger als 2016. Auf 1.000 deutsche Studierende an deutschen Hochschulen kamen 55 deutsche Studierende im Ausland.

✉ Beitrag per Email versenden

Die Top 10-Studiengänge 2019

1. Betriebswirtschaftslehre (240.572 Studierende, 38.294 Studienanfänger)

Der Studiengang Betriebswirtschaftslehre – kurz BWL – ist der mit Abstand am meisten gewählte Studiengang an deutschen Hochschulen. In einem BWL-Studium werden den Studierenden die grundlegenden Abläufe in Unternehmen vermittelt. Der Vorteil des Studiums ist, dass es durch viele mögliche Vertiefungs-richtungen wie Personal, Marketing oder Controlling sehr breit aufgestellt ist und so viele berufliche Möglichkeiten eröffnet.

2. Rechtswissenschaft (116.217 Studierende, 16.526 Studienanfänger)

Auch ein Studium der Rechtswissenschaft ist unter den Studiengängen sehr beliebt. Die Studierenden erhalten einen Einblick in die verschiedenen Rechtsgebiete und haben im Verlauf des Studiums die Möglichkeit sich in unterschiedlichen Schwerpunktbereichen wie beispielsweise Arbeits-, Sozial- und Verbraucherrecht oder Unternehmensrecht zu spezialisieren. Die beruflichen Perspektiven reichen von Richter, Rechtsanwalt, Staatsanwalt oder Notar bis hin zu einer Tätigkeit in der freien Wirtschaft, zum Beispiel in einem Konzern oder einer Behörde.

3. Informatik (115.005 Studierende, 17.483 Studienanfänger)

Platz 3 in dieser Rangliste belegt das Informatikstudium, in dem den Studierenden nicht nur verschiedene Programmiersprachen, sondern auch das Wissen über Rechenprozesse verschiedener EDV-gesteuerter Geräte vermittelt wird. Da die Digitalisierung weiter voranschreitet, steigt der Bedarf an gut ausgebildeten Informatikern, wodurch nach einem abgeschlossenen Informatikstudium sehr gute berufliche Perspektiven bestehen.

4. Maschinenbau/-wesen (113.491 Studierende, 17.319 Studienanfänger)

Auch ein Maschinenbaustudium erfreut sich an deutschen Hochschulen ungebrochener Beliebtheit. Im Grundstudium werden die Grundlagen in unterschiedlichen Fächern wie Mathematik, Physik, technische Mechanik, Elektrotechnik oder Fertigungstechnik gelehrt. Der große Vorteil des Studiums ist die Möglichkeit, nach dem Grundstudium aus vielen verschiedenen Vertiefungsrichtungen wie beispielweise Konstruktion und Entwicklung, Produktionstechnik, Luft- und Raumfahrttechnik oder Verfahrenstechnik zu wählen. So können sich die Studierenden im Laufe des Studiums entsprechend ihrer individuellen Stärken spezialisieren.

5. Allgemein-Medizin (93.946 Studierende, 9.660 Studienanfänger)

In dieser Rangliste fehlen darf natürlich das Medizin-Studium nicht. Aufgrund der hohen Zulassungsanforderungen ist es schwierig, einen Studienplatz zu bekommen. Allerdings sind die beruflichen Perspektiven nach Abschluss des Studiums hervor-ragend. Hierzu ist es jedoch erforderlich, sich das Wissen aus unterschiedlichen Bereichen anzueignen, um Krankheiten erkennen und richtig behandeln zu können.

6. Wirtschaftswissenschaften (91.041 Studierende, 13.057 Studienanfänger)

In einem Studium der Wirtschaftswissenschaften werden Volks- und Betriebswirtschaftslehre in einem Studium vereint. Im Laufe des Studiums besteht die Möglichkeit für die Studierenden, sich in bestimmten Vertiefungsrichtungen zu spezialisieren.

7. Psychologie (80.636 Studierende, 10.097 Studienanfänger)

In einem Psychologie-Studium befassen sich die Studierenden mit dem menschlichen Fühlen, Denken und Handeln und berücksichtigen dabei verschiedene gesellschaftliche, biologische und philosophische Zusammenhänge. Nach einem beendeten Studium gibt es verschiedene berufliche Perspektiven wie beispielsweise im Personal als Personalentwickler, im psychologischen Dienst der Polizei oder mit einer Zusatzausbildung im Bereich Psychotherapie.

8. Germanistik/Deutsch (74.347 Studierende, 11.631 Studienanfänger)

In einem Germanistik-Studium befassen sich die Studierenden unter anderem mit Literatur und Linguistik. Es werden sowohl Texte aus unterschiedlichen Epochen als auch die Sprache nach Grammatik, Satzbau und Wortbildung analysiert. Mögliche Berufe nach einem erfolgreichen Abschluss sind Lektor in einem Verlag, Journalist, Bibliothekar oder Deutschlehrer (wenn auf Lehramt studiert wird).

9. Elektrotechnik/Elektronik (69.634 Studierende, 11.527 Studienanfänger)

Ebenfalls in den 10 beliebtesten Studiengängen vertreten ist das Elektrotechnik-Studium. Es wird Wissen in unterschiedlichen Fächern wie Mathe, Physik, Messtechnik, Automatisierungs-technik, Mikroelektronik und Energietechnik vermittelt. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums haben Elektrotechniker sehr gute Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt.

10. Wirtschaftsingenieurwesen (69.161 Studierende, 10.544 Studienanfänger)

Ein Wirtschaftsingenieurstudium kombiniert ein BWL-Studium mit einem technischen Studium. Es wird sowohl Wissen aus technischen Studiengängen wie Elektro-, Fertigungs- oder Werkstofftechnik als auch betriebs- und volkswirtschaftliche Aspekte vermittelt. Dadurch, dass Wirtschaftsingenieure fachlich breit aufgestellt sind, sind sie für den Arbeitsmarkt sehr attraktiv, da sie sehr vielfältig eingesetzt werden können.

Weitere Informationen zum Thema Studium finden Sie hier – jede Menge Links haben wir hier zusammengestellt.

✉ Beitrag per Email versenden

Die lukrativsten Nebenjobs für Studenten

Die Gehälter von studentischen Nebenjobs unterscheiden sich je nach Stadt und Branche stark. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Personaldienstleisters Zenjob. Dafür wertete das Unternehmen die Stundenlöhne von über 61.000 verschiedenen Studentenjobs in Berlin, Hamburg, München und Köln aus.

Mit einem durchschnittlichen Stundenlohn von 13,58 € (brutto) zählen Fahrerjobs für Studierende zu den bestbezahlten Nebenbeschäftigungen. Ein Führerschein stellt eine besondere Zusatzqualifikation dar und wirkt sich positiv auf den Stundenlohn aus. Auch studentische Aushilfen im telefonischen Kundenservice verdienen mit 13,34 € pro Stunde vergleichsweise gut, gefolgt von Hostessen, die im Schnitt mit 12,60 € vergütet werden.

Der bundesweite Durchschnittslohn aller untersuchten Nebentätigkeiten liegt bei 11,84 € pro Stunde. Studierende müssen also im Schnitt 38 Stunden im Monat arbeiten, um 450 € zu verdienen. Bereits drei Stunden mehr benötigen Warenverräumer für denselben Verdienst pro Monat. Eine Stunde länger, also insgesamt 42 Stunden, brauchen Messehelfer und Packer, um monatlich auf 450 € zu kommen. Zum Vergleich: Studierende, die nebenbei als Fahrer arbeiten, haben bereits nach 33 Stunden 450 € verdient – also nach neun Stunden weniger.

Große Unterschiede im Städtevergleich

Studierende in München erhalten mit durchschnittlich 12,25 € den höchsten Stundenlohn im Vergleich der Millionenstädte. In Berlin liegt der durchschnittliche Stundenlohn bei 11,74 €, gefolgt von Hamburg mit 11,60 €. Mit 11,46 € im Schnitt werden Studierende in Köln am schlechtesten vergütet.

Arbeiten an Sonn- und Feiertagen lohnt sich

Die bestbezahlten Jobs finden Studierende oftmals an deutschlandweiten Feiertagen. An Weihnachten und Silvester werden Schichten in der Gastronomie beispielsweise mit bis zu 27 € pro Stunde vergütet. Bis zu 24 € verdienen Studierende, die am Tag der Deutschen Einheit Fahrerjobs übernehmen. Zeitlich flexible Studenten haben demnach gute Chancen, besonders lukrative Tätigkeiten zu finden.

 

Jobkategorie Stundenlohn brutto
Fahrer 13,58 €
Telefonischer Kundenservice 13,34 €
Hostessen 12,60 €
Inventur 12,35 €
Promotion 12,27 €
Auf- und Abbauhilfe 12,15 €
Kellner- und Service 12,04 €
Barkeeping 11,96 €
Rezeption 11,94 €
Verkäufer 11,65 €
Kassierer 11,57 €
Lager 11,53 €
Küchenhelfer 11,47 €
Housekeeping 11,44 €
Büro 11,42 €
Garderobe 11,34 €
Warenverräumer 10,97 €
Messehelfer 10,69 €
Packer 10,66 €

✉ Beitrag per Email versenden

Jeder dritte Student findet Miete zu teuer

Spitzenreiter bei den studentischen Mieten sind Frankfurt, Hamburg und München. In günstigen Studentenwohnheimen leben nur 12 % der befragten Studenten.

Durchschnittlich 385 € im Monat geben nicht mehr zuhause lebende Studenten für die Miete aus. Mit 495 € zahlen diejenigen am meisten, die sich eine Wohnung mit der Partnerin oder dem Partner teilen. 405 € zahlen alleinlebende Studenten, gefolgt von durchschnittlich 338 € in einer Wohngemeinschaft und 291 € im Studentenwohnheim, wo mit 12 % der Befragten der kleinste Anteil lebt. 31 % sind der Meinung, dass ihre Miete zu hoch ist, weitere 58 % empfinden die Mietpreise in ihrem jeweiligen Wohnort generell als Problem. Ermittelt hat das der Studienfonds-Anbieter Deutsche Bildung im CampusBarometer, eine Online-Umfrage unter mehr als 6.900 Studentinnen und Studenten.

Studenten, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, müssen knapp die Hälfte ihres Budgets (46 %) allein für die Miete aufwenden.
Vor allem der Standort beeinflusst die Miethöhe: Für eine Wohnung – unabhängig davon, ob die Studenten alleine, mit einem Partner oder mit Mitbewohnern leben – zahlen die Studienteilnehmer in Thüringen (322 €), Sachsen (328 €) und Sachsen-Anhalt (329 €) die geringste Monats-Warmmiete.

In Hamburg (502 €), Hessen (455 €) und Berlin (454 €) ist die durchschnittliche Monatsmiete am höchsten. Teilnehmer, die in den Städten Frankfurt (565 €), Hamburg (502 €) oder München (473 €) studieren, müssen besonders tief in die Tasche greifen. Es folgen die Mieten für die Hochschulstandorte Darmstadt (464 €), Mannheim (459 €), Stuttgart (456 €), Bonn (451 €) und Berlin (454 €). Weit günstiger kommen Befragte weg, die in Chemnitz (292 €), Albstadt (313 €), Greifswald (316 €) oder Halle (322 €) eingeschrieben sind.

„Über 500 € für ein WG-Zimmer machen ein Studium in immer mehr Städten zu einer Frage des Budgets und damit der Bildungschancengerechtigkeit. Die Mieten sind das derzeit größte Problem in der Finanzierung des Studiums und schränken damit die Wahlfreiheit ein, was Studiengang und Hochschule betrifft“, sagt Anja Hofmann, Vorstandsmitglied der Deutschen Bildung.

Weitere Informationen zum Thema Studium finden Sie hier – jede Menge Links haben wir hier zusammengestellt.

✉ Beitrag per Email versenden