
„Die Arbeit mit meinen eigenen Händen wurde mir in die Wiege gelegt“, erzählt Raumausstattermeisterin Katharina Rebstock, die gemeinsam mit ihrem Bruder in dritter Generation das Familienunternehmen Rebstock Raumdesign in Ditzingen leitet. Frauen bietet das Handwerk unglaublich viele Möglichkeiten, ist sich die Geschäftsführerin sicher.
Schnuppert einfach mal ins Handwerk rein, macht ganz viele Praktika in unterschiedlichen Berufen und Betrieben und probiert euch einfach aus.
„Es gibt sehr viel Gestaltungsspielraum, man kann mit den eigenen Händen tolle Dinge erschaffen und sich schnell selbstständig und damit unabhängig machen.“ Viele hätten leider noch immer das Bild vom staubigen Handwerk vor Augen, dabei gebe es so viele moderne Betriebe, die Frauen tolle Möglichkeiten bieten.

Am Raumausstatterhandwerk gefalle ihr vor allem die Vielfältigkeit, denn die Fachkräfte sind in gleich vier Bereichen ausgebildet: Nähen, Polstern, Boden legen und Tapezieren. „Auf der Baustelle ist kein Tag wie der andere und es gibt ständig neue Trends, darum muss man sich immer weiterentwickeln.“ Für weibliche Azubis sei die körperliche Arbeit anfangs schon eine Umstellung. „Die jungen Frauen gewöhnen sich aber schnell an die Arbeit“, erzählt die 30-jährige Handwerkerin. Fehlende Akzeptanz von Kollegen als Frau in einem Handwerksberuf sei ihr nie begegnet. Ganz im Gegenteil: „Von männlichen Kollegen habe ich immer Unterstützung bekommen. Anfangs gibt es auf der Baustelle vielleicht gelegentlich Skepsis seitens der Kunden. Ich habe jedoch gelernt, dass man mit selbstbewusstem Auftreten und fundiertem Fachwissen schnell überzeugen kann.“