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Sehnsucht nach Substanz

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Unser Alltag flimmert und leuchtet. Wir tippen, swipen und scrollen nahezu ununterbrochen am Smartphone, Tablet oder Laptop. Fast die Hälfte (47 %) der 18- bis 24-jährigen bevorzugen digitale Eingabemethoden.

Wer Notizen auf physischem Papier festhält, profitiert von haptischen und räumlichen Reizen. Informationen werden beim Handschreiben völlig anders verarbeiten. 

Während wir beim Tippen am Laptop dazu neigen, den Text nur wortwörtlich mitzuschreiben, zwingt uns der Stift zu einer sofortigen inhaltlichen Auseinandersetzung. In der Folge verstehen und erinnern wir uns deutlich besser an komplexe Zusammenhänge. 

Dieser analoge Vorgang ist ein vielschichtiger Prozess im Körper: Beim feinmotorischen Schreiben arbeiten an die dreißig Muskeln und zwanzig Gelenke zusammen. Ein großer Teil unseres Gehirns ist aktiv. Die dabei entstehende motorische Gedächtnisspur festigt das Wissen tiefgreifend.

Quelle: Psychologische Studie der Princeton University, Universität Tokio, Marktforschungsinstituts Appinio