
Zukunft gestalten anstatt nur darüber reden: Fast ein Jahr lang haben sich Schüler:innen an Beruflichen Gymnasien in Baden-Württemberg mit Themen wie Biodiversität, nachhaltiger Landwirtschaft und bewusster Ernährung auseinandergesetzt.
Die Themen reichten von „Milch – weißer Klassiker in aktueller Diskussion“ über „Regionale Besonderheiten: am Beispiel Apfel, Wein und heimischer Fisch“ und „Der Burger im Fokus – Genuss, Herkunft und Verantwortung“ bis hin zu „Moor ist more – was das Jahr 2045 mit Bio-Kräutern zu tun hat“. Fast 30 Berufliche Gymnasien in Baden-Württemberg beteiligten sich im Schuljahr 2025/26 an dem Projekt „Stadt − Land − Future“.
Dabei war es den Schulen freigestellt, ob sie die Themen Biodiversität, Bioökonomie, Landwirtschaft und Ernährung in den regulären Unterricht integrieren oder beispielsweise Projekttage durchführen wollten. Viele Gymnasien haben das Projekt zum Leitthema eines Seminarkurses gemacht, in dem die Schüler:innen ihr eigenes Forschungsprojekt Schritt für Schritt umsetzten − von der Einführung in wissenschaftliches Arbeiten über die Themenfindung bis hin zur Recherche in der Literatur und vor Ort.
Zum Abschluss lud am 17. und 18. Juni 2026 die Universität Hohenheim Schüler:innen sowie ihre Lehrkräfte zu einer zweitägigen Fachveranstaltung auf ihren Campus ein. Insgesamt kamen mehr als 120 Schüler:innen von 11 Beruflichen Gymnasien Baden-Württembergs in Hohenheim zusammen. 63 von ihnen hatten sich im vergangenen Schuljahr aktiv an dem Projekt beteiligt. Zudem nahmen auch rund 60 Schüler:innen der Agrarwissenschaftlichen Gymnasien in Nürtingen und Wangen teil.

Der Erhalt der biologischen Vielfalt, die Transformation der Landwirtschaft und die Sicherung einer nachhaltigen Ernährung zählen zu den großen Herausforderungen unserer Zeit. Diese Themen betreffen nicht nur Wissenschaft und Politik, sondern die gesamte Gesellschaft.
Der Austausch zwischen Schulen, Wissenschaft und Ministerien schafft wertvolle Impulse für eine zukunftsorientierte Bildung. Die Universität Hohenheim bietet dafür als eine von Deutschlands führenden Universitäten in den Agrarwissenschaften ein ideales Umfeld. Die Schülerinnen und Schüler haben mit ihren Projekten bewiesen, dass sie schon auf der Schule verstanden haben, worauf es im Studium ankommen wird: auf Neugierde und auf die Bereitschaft, geeignete Methoden zu entwickeln, um selbstständig Forschungsfragen zu bearbeiten.
Zu den besonderen Schwerpunkten der Agrar-Forschung an der Universität Hohenheim gehören Themen wie erneuerbare Energien, nachhaltige Landwirtschaft, der Erhalt der Biodiversität sowie Ernährungssicherung und globale Hungerbekämpfung.
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Quelle: Universität Hohenheim